Welcher Dampfer für den Anfang? (Alte Version von 2010) 8


Obgleich die unten genannten Geräte weiterhin durchaus dampftauglich sind, habe ich die Anfänger-Empfehlung überarbeitet: Es gibt doch einiges Neue was auch empfehlenswert ist. 😉


Kurz und klar: Die Joye eGo. Wer wirklich wenig geraucht hat (bis etwa 10 Zigaretten) wird vermutlich auch mit einer Joye 510 glücklich, die etwas kleiner ist, und auch wer unbedingt auf „möglichst klein“ Wert legt, sollte mindestens zur 510 greifen.

Warum?

Weil sie funktioniert. Die eGo/510 (denn die eGo war ursprünglich „nur“ eine aufgebrezelte 510) ist ein Arbeitstier, das einiges verzeiht, ziemlich unkaputtbar (kommt natürlich auf den Verdampfer an) und sie ist der Standard, und kommt aus einer Fabrik, die eine anständige Qualitätskontrolle hat – was leider nicht selbstverständlich ist. (Obwohl natürlich nicht alles Andere schlecht ist.)

510er
Eine normale 510, ein eGo, eine 510 mit Mega-Akku

180mAh, 650 mAh und 280mAh (Milliamperestunden) haben die Akkus jeweils

Groß oder Klein? eGo oder 510?

Meine erste Empfehlung ist definitiv die eGo.

Die eGo war ursprünglich eine aufgebrezelte 510. 510er Verdampfer mit dickem Akku und einer Hülle. (Was auch bedeutet, daß wenn man sich eine 510 zulegt, man die Verdampfer weiter mit der eGo benutzen kann.) Die eGo löst damit zwei Probleme: Akkulaufzeit, selbst mir reicht ein eGo-Akku 6-8 Stunden; manche Dampfer kommen zwei Tage mit einer Akkuladung aus. Und Kleckern: Nahezu alle Dampfer haben das Problem, daß gerne mal etwas Liquid austritt, aus diversen Spalten, Löchern und Anschlüssen. (Und die, die nicht kleckern, haben andere Probleme.) Unter der Hülle der eGo kann es zwar immer noch etwas kleckern, aber das bleibt auch unter der Hülle. Wer hingegen mit einer normalen 510er unterwegs ist bei Wintertemperaturen, sollte Taschentücher dabei haben. (Und nicht nur bei einer 510.)
Außerdem wird  durch die Hülle der eGo die Luft um den Verdampfer etwas angewärmt, was sich nochmals positiv auf den Geschmack auswirkt, der Dampf ist ein wenig wärmer, äußerst angenehm. Und vor allem schafft die eGo das Kunststück, dabei auch noch klein und elegant zu bleiben.

Joye eGo mit verschiedenen Verdampfern

Joye eGo mit verschiedenen Verdampfern

Mittlerweile gibt es etliche verschiedene Verdampfer (14 zur Zeit) außer den Standard-510er-Verdampfern, die auf der eGo Dampf machen; mehr dazu hier. Erhältlich sind Sets mit den Tank-Verdampfern A und B (konisch und zylindrisch), sowie Sets mit 510ern und den größeren Watteverdampfern auch Typ A und B. Besonders beliebt ist zur Zeit die eGo-T mit dem Tanksystem, mehr dazu hier.

Diese Vielfalt bedeutet vor allem, daß man, wenn man mit dem einen Typ nicht so gut zurecht kommt, oder mal etwas anderes ausprobieren will, tatsächlich nur einen neuen Verdampfer (und eventuell einen Cone) kaufen muß, und kein ganz neues System. Auch gibt es mittlerweile drei verschiedene Akkugrößen, die sich in Kapazität und Länge unterscheiden. Da sollte also jeder „seine“ Kombination finden können.

Mittlerweile ist die eGo-T, also mit Tanksystem, zur Standard-Empfehlung geworden. Meistens läuft diese gut, und sie ist sehr einfach zu handhaben. Gerade viele Anfänger sind glücklich, sich nicht mit Watte herumschlagen zu müssen. Wenn man eines erwischt, und einen die Form nicht stört, sollte man zum Typ B, also der größeren, zylindrischen Form greifen, die Tanks halten so lange wie der Akku, das ist sehr praktisch. Geschmacklich und im Dampfverhalten unterscheiden sich A und B nicht wirklich.

Ein oder zwei normale 510er-Verdampfer (und einen Cone) sollte man sich vielleicht trotzdem  sicherheitshalber dazukaufen, wenn man ein Tank-Set kauft. Oder ein Set mit 510ern, und sich von da aus langsam durch alles durchprobieren; wobei ich einen Tank Typ B recht weit oben auf die Probierliste setzen würde.

Und auch wenn der Preis für ein eGo-Set normalerweise etwas höher ist als für die 510: Sie ist preiswerter. Dies deshalb, weil man, um mit der 510 einigermaßen über die Runden zu kommen, noch einige Akkus Reserve braucht, meist auch einen PCC, das geht alles mehr ins Geld, als die paar Euro, die das eGo-Set mehr kostet.

Die originale 510 ist deswegen aber nicht schlecht; der Verdampfer ist genau das gleiche Arbeitstier wie beim eGo, und sie ist niedlich und äußerst handlich. Vor allem die Akkulaufzeit ist halt arg verbesserungsfähig, was aber für alle kleineren Geräte gilt, und so tragisch ist es nun auch nicht, sich ein paar Ersatzakkus mitzunehmen. Und die großen Verdampfer für die eGo sehen halt sehr merkwürdig aus auf einer 510.

eGo Tagesration
Das reicht völlig aus für 12-16 Stunden Dampfen

eGo kaufen

Mittlerweile gibt es etliche Geräte, die man, wenn man höflich ist, unter „eGo-Klasse“ zusammenfassen könnte; einige davon nennen sich auffällig ähnlich: Ego-N, vGo …. Es sind keine Joye eGos. Vollständig kompatibel ist meines Wissens nur eines davon, die Riva. Bei anderen passen oft die Cones nicht, auch oft manche Verdampfer nicht, sie sind oft etwas anders getaktet, bei der vGo sind die Pole vertauscht, so daß wenn man vGo und eGo-Ladegeräte vertauscht man sehr schnell sehr warmen Elektroschrott hat, und das eine oder andere Gerät mag funktionieren, wenn es ankommt – den nächsten Monat wird es vermutlich nicht überstehen.
Wenigstens sind diese Geräte, wenn man sie in China kauft, meistens etwas preiswerter als Joye eGos. Der Preisvorteil verflüchtigt sich aber seltsamerweise oft auf dem Weg von China nach Europa. Ich selber nehme einfach Joye, da weiß ich was ich habe. Ich habe jedenfalls nicht genug Geld, um mit merkwürdigen Nachbauten vermeidlich einen Euro oder zwei zu sparen – und mich dann mit Inkompatibilitäten und/oder kurzer Lebensdauer rumzuärgern.
Die Riva geht wohl, gefällt mir selber aber wegen des kleineren Knopfes und des goldenen Metallrings nicht so gut. Das ist aber Geschmackssache.

Eine Joye eGo hat in der Mitte immer einen silberfarbenen Metallring, der etwas schmäler ist als der Rest. (Ausnahme war eine goldene Sonderedition, die aber m.W. ausverkauft ist.) Der Knopf ist rauchfarben und hat eine weiße LED darunter. Diese LED ist die einzige an einer Joye eGo.

Mir ist zur Zeit kein Laden bekannt, der Joye eGo schreiben würde, aber etwas anderes liefert. Auch „eGo“ oder „ego“ oder „Ego“ steht meistens nur an Joye-eGos dran, aber da gibt es leider schon Ausnahmen. Man muß also etwas aufpassen beim Kauf, ich empfehle dringend, mal in die Händlerbereiche der Foren (Links rechts) reinzuschauen, ehe man den Bestellknopf drückt.
Was es allerdings gibt, sind Joye eGos, die mit händlerspezifischen Namen bezeichnet und oft auch gekennzeichnet sind. Das macht Joye ab einer gewissen Mindest-Abnahmemenge, und die so gekennzeichneten Geräte unterscheiden sich nur durch diese Markierung von anderen, kann man bedenkenlos kaufen, sind 100% kompatibel. Was auch, wenn auch selten, vorkommt, ist daß in einer Beschreibung gar nicht eGo drin steht, Totally Wicked in England ist da ein Beispiel. Sind aber genauso Joye eGos.

Persönlich und aus eigener Erfahrung kann ich zur Zeit folgende Händler empfehlen: e-dampfer.de, smokerstore.de, Dampferbude, Partynebula in Deutschland, Wegwerpsigaret (sehr preisgünstig!) und ebnferro in den Niederlanden. Bestellungen in China sind zwar durchaus möglich, jedoch am Anfang eher nicht empfehlenswert, denn die Lieferzeiten sind entschieden länger, und die Zollproblematik will auch bedacht sein.
Ausdrücklich
: Wenn ich einen Händler hier nicht empfehle, heißt das nicht, daß er deswegen schlecht ist – es heißt meist nur, daß ich keine Erfahrungen mit ihm gemacht habe, mehr nicht. Ich verweise nochmal nachdrücklich auf die Händlerbereiche der Foren!

Welche 510 kaufen?

Wie bei der eGo – Joye. Nicht nur ist die Joye das Original, man weiß auch, was man kauft. Das ist bei den Klonen der Standard-510, also der Watte-Version, die unter den diversesten Namen vertrieben werden, nicht der Fall, denn es gibt mindestens zwei davon, aber die meisten Händler schreiben nur 510, anstatt ihren Kunden genau zu sagen, was sie kaufen. Mehr zu diesem Thema findet ihr im Artikel Typenchaos – die 510. Dort ist auch gelistet, soweit bekannt, welcher Händler was vertreibt.

Denn das mit der Kompatibilität ist so eine Sache: Bis jetzt passen zwar alle 510er zusammen und es kommt auch Dampf heraus. Aber mindestens ein Klon, höchstwahrscheinlich beide, läuft mit 3,7v, während das Original, die Joye, auf 3,2v heruntergetaktet ist. Was bedeutet, daß wenn man einen Joye-Verdampfer darauf benutzt, er zuviel Strom bekommt, während der Klon-Verdampfer auf einem Joye-Akku zuwenig bekommt. Es bleibt bei den Klonen also nur, dann bei diesen Klonen zu bleiben, denn ewig halten weder Verdampfer noch Akkus. Nur sagen einem die Händler ja meist nicht, was man kauft, so daß man sicherheitshalber bei diesem Händler bleiben sollte, damit auch sicher alles passt. So kann man Kundenbindung natürlich auch betreiben.

Zur Zeit kann ich folgende Quellen empfehlen: Smokerstore.de (die V2!), ebnferro in den Niederlanden, und das zur Zeit bei weitem günstigste Angebot hat wegwerpsigaret in den Niederlanden: Ein Set (allerdings ohne jede Garantie, außer daß es funktionierend ankommt) für 23 Euro.

Auch hier gilt ausdrücklich: Wenn ich einen Händler hier nicht empfehle, heißt das nicht, daß er deswegen schlecht ist – es heißt meist nur, daß ich keine Erfahrungen mit ihm gemacht habe, mehr nicht. Ich verweise nochmal nachdrücklich auf die Händlerbereiche der Foren!

Auch die 510 gibt es mittlerweile als Tank-Version. Der Geschmack ist erstklassig, sie ist halt, wie ihre Watte-Schwester, klein. Sie neigt sehr wenig zum Siffen, insofern kann man hier ausnahmsweise einen Automatik-Akku in Betracht ziehen.

Und was bestellen?

Für den Anfang: Ein Set. Das sollte es sein, denn es ist alles drin, was man braucht, und das reicht auch fast immer. In Sets sind so gut wie immer zwei Akkus und zwei Verdampfer enthalten. Sollte man ein Set bestellen, welches nur einen Verdampfer enthält (war mal Standard, ist selten geworden), empfiehlt sich allerdings, einen weiteren Verdampfer extra zu bestellen. Es ist zwar nicht sehr wahrscheinlich, daß man einen Verdampfer binnen weniger Tage erlegt, aber ich habe genau das geschafft – und einige Tage, bis Ersatz da war, Zigaretten rauchen dürfen. Danach hatte ich dann immer Ersatz da.

Ein Set enthält normalerweise, wie gesagt, zwei Akkus und zwei Verdampfer. Es enthält weiterhin ein Ladegerät für die Akkus, und einige vorgefüllte Depots, oder leere Depots und Liquid. Also alles, was man braucht, um loszulegen.

Es gibt sehr viele schöne und nützliche Zusatz-Teile grade für die 510. Darüber hier mehr, aber wer erstmal ausprobieren möchte, ob ihm das Dampfen überhaupt liegt, braucht die zunächst nicht. Ebenso reichen fürs Allererste zwei Akkus und zwei Verdampfer. Davon wird man zwar schnell mehr haben wollen, alleine schon, weil man eben fast immer bestellen muß, und im Notfalle nicht eben in den nächsten Laden springen kann. Aber wer nicht grade im postalischen Notstandsgebiet wohnt, hat eine Nachbestellung normalerweise schnell im Briefkasten.

Liquid, also die Flüssigkeit, die verdampft wird, sollte man auch gleich mitbestellen. Mindestens 30ml hat sich als ganz gute Menge herausgestellt, um das Dampfen anzutesten und die Zeit bis zur Nachbestellung zu überstehen. Ebenso einige leere Depots. Aber dazu an anderer Stelle mehr.

Automatisch oder Manuell?

Die Akkus gibt es manchmal in einer manuellen Version, wo man einen Knopf drücken muß, damit es dampft, und einer automatischen. Es ist verlockend, zunächst zur automatischen zu greifen, aber widersteht erst einmal der Versuchung. Die „Autos“ haben nämlich ihre Tücken, vor allem vertragen sie es nicht gut, wenn Liquid in sie hereinläuft, und am Anfang werdet ihr mit Sicherheit das eine oder andere Mal zuviel Liquid ins Depot füllen.

Außerdem dampfen manuelle Akkus etwas besser . Und ohnehin, ganz ehrlich: Wer hat schon freihändig geraucht? Da hatten 99 von 100 Rauchern ebenso immer die Finger an der Zigarette, insofern hält sich die Umstellung in äußerst überschaubaren Grenzen.

Und warum keine(n) … ?

  • Super-Mini: Diese Dampferchen in Zigarettengröße liefern nur wenigen Leuten genug Dampf, um auch nur halbwegs befriedigend zu sein, oder signifikant das Rauchen reduzieren zu können. Dafür ist die Akkulaufzeit miserabel. Mehr dazu hier.
  • Die Leo klingt gar nicht so schlecht: Etwas größer als die eGo, mit einem ebenso lange haltenden Akku, macht ordentlich Dampf, und manche Leute mögen sogar das Design. (Ich persönlich halte es an entscheidenden Stellen für völlig undurchdacht.) Auch der Preis ist mittlerweile nicht mehr völlig utopisch. Der Geschmack ist Geschmackssache, wer 801er mag, wird die Leo wohl mögen, wer nicht, der nicht.
    Das Problem: Die Leo ist komplett inkompatibel zu allem anderen, was so dampft. Wer eine Leo hat, kauft entweder Leo-Teile nach, oder wirft sie weg. Mehr Optionen gibt es nicht. Keine unterschiedlichen Verdampfer, und einen Adapter, mit denen man andere Verdampfer oder Akkus nutzen könnte, gibt es nur in den USA. Und genau deswegen ein schlechtes Einstiegsgerät.
  • Selberwickler: Bei Selberwicklern (A1, A2 und Phantom) wickelt man sich im Prinzip seine Verdampfer selber aus Draht und Faser. Das ist insofern toll, weil man theoretisch bei jeder Wicklung selber bestimmen kann, wieviel Dampf, Flash, Geschmack man hat. Je nach Haltbarkeit jeweils der gekauften und gewickelten Verdampfer kann das auch einiges preiswerter sein.
    Das Problem: Man kann nicht nur selber wickeln, man muß. Egal ob man es gerade eilig hat, oder man eine Hand leider in Gips hat und das etwas schlecht geht – oder, was durchaus auch öfters vorkommt, das nicht so wirklich gut funktioniert mit dem Wickeln, und man meist ein halbes Dutzend Versuche braucht, ehe eine Wicklung hinkommt. Dazu kommt, daß es relativ preiswert ist, etwa mit eGos mehrere Geschmäcker dampfbereit daliegen zu haben. Mehrere Selberwickler hingegen werden doch arg teuer, selbst wenn man sie, wie den A2, auf eGo-Akkus dampfen kann.
    Ich selber habe einen A2, ich möchte den auch nicht wieder hergeben. Aber für Anfänger ist er meiner Meinung nach nur in den seltensten Ausnahmefällen geeignet. Das Risiko ist viel zu groß, daß das mit dem Wickeln doch nicht so funktioniert, und/oder die fehlende Dampferfahrung es äußerst schwierig macht, zu beurteilen, ob eine Wicklung jetzt gut ist oder nicht. Und Backup braucht man ohnehin, da kann man auch gleich mit den einfacheren „Fertigen“ anfangen.
  • Mod: Im Prinzip ist ein Mod eine Batteriehalterung für Dampfer, die Li-Io-Akkus in Standardgrößen aufnehmen kann. Damit umgeht man natürlich sowohl die recht kurzen Laufzeiten der Standard-Akkus, als auch deren bei einigen Modellen sehr wechselhaften Leistungen. Letzteres war allerdings bei der 510 schon weitaus weniger ein Problem als bei älteren Modellen, und mit dem eGo ist auch ersteres nicht mehr wirklich ein Problem. Erkaufen tut man sich diesen Vorteil mit relativ großen und vielleicht etwas merkwürdig aussehenden Geräten. (Obwohl es unzweifelhaft auch sehr schicke Mods gibt!)
    Ein anderes Problem ist der Preis: Mod-Fans schwärmen von den preiswerten Ersatz-Akkus. Das ist zwar richtig. Aber ehe man mit einem Mod losdampfen kann, ist man erst einmal einiges los an Geld, denn außer dem Mod benötigt man üblicherweise auch noch ein externes Ladegerät und eben Akkus. (Und natürlich Verdampfer und Liquid.) Ich habe es mal überschlagen: Das Standard-Sorglos-Paket eines sehr beliebten Anbieters rechnet sich, rechnet man es gegen eGo-Akkus auf, frühestens nach etwa 5 Jahren. (Bei alten Standard-801, 901 und auch 510er-Akkus allerdings wesentlich früher.) Wer sich natürlich seinen Mod selbst baut, auch das gibt es, kommt entschieden billiger weg.
    Bei der eGo/510 kommt dazu, daß Mods brav den Li-Io-Standard von 3,7 Volt liefern. Leider läuft die Joye 510 von Hause aus auf 3,2 Volt, und schmeckt entsprechend vielen Leuten zu scharf an einem Mod. Mein Vorschlag: Erstmal dampfen, dann schauen, ob man einen Mod braucht oder will. Für die 510/eGo hat sich die Frage meiner Meinung nach mit dem Bekanntwerden der 3.2 Volt-Geschichte  einerseits und der Leistung und Haltbarkeit der eGo-Akkus ohnehin weitestgehend erledigt.
    Wer einen der beiden größeren Selberwickler hat, benötigt allerdings einen passenden Mod dafür.
  • Zweiteiler oder Cartomizer: Geräte, bei denen Verdampfer und Depot eine Einheit sind, haben ihre Tücken. Es gibt drei unterschiedliche Bauweisen von Cartos: Ganz ohne Watte, mit Watte und Heizwendel weitestgehend getrennt, und mit einer Heizwendel, die mitten in der Watte liegt.
    Insbesondere von diesem letzten Konzept, dessen verbreitetster Vertreter die KR808-D ist, muß man dringend abraten.  Diese tendieren dazu, die Depotwatte zu verbrennen, und dann inhaliert man verschmortes Plastik. Was man übrigens wohl gar nicht merkt, sondern nur an der Watte mit den Brandspuren sieht, wenn man den Carto zerlegt. Lecker!
    Die „getrennten“ Cartos, Joye, Nova und Greencig (und vermutlich auch andere) haben zwar immerhin dieses Problem nur sehr selten. Dafür sind auch sie, ebenso wie die KR8, schlechter nachzufüllen als dreiteilige Geräte, und auch nicht unbedingt preiswerter. Und sie liefern wohl durch die Bank weniger Dampf, aber dafür, immerhin, liefern einige einen sehr guten Geschmack.
    Die wattefreien Cartos, Royalsmokers Edition 2 Cartos, meist einfach e2 genannt, können natürlich keine Watte ankokeln. Dafür laufen sie meistens von Hause aus schlecht nach, und modifiziert man sie, was durchaus Frickelei ist, können sie siffen. Außerdem ist der Dampf sehr heiß. Man kann sie mal probieren, sie passen auf eine eGo, aber die Bastelei muß man einem Anfänger nicht antun.
  • 901: Auch kein schlechtes Gerät, aber in vielem ein klein nicht ganz so gut wie eine 510: Etwas weniger Dampf, etwas schlechteres Nachlaufen des Liquids, etwas mehr Kleckern. (Ist halt das Vorläufermodell.) Dafür ist der Geschmack milder; wer nach einem alternativen oder einem Zweigerät sucht, sollte die 901 probieren. Passt mit Adapter tadellos auf die eGo und unter den Cone.
  • 801: Die 801 hat durchaus ihre Fans, wegen des sehr weichen Geschmacks und auch des größeren Depots. Jedoch, technisch gesehen merkt man ihr ihr Alter schon an. Der sehr weiche Geschmack ist vielen zu weich, sie kleckern meist heftig, und man hat durchaus ein Problem, weil viele Klone am Markt sind, und einige kleinere Variationen, die teils wiederum noch andere Macken haben. Sicherlich ebenso einen Versuch wert, wenn man etwas anderes probieren möchte, der Geschmack ist noch weicher als bei einer 901, aber eher nichts für Anfänger, schon alleine wegen des Beschaffungsproblems. Passt ebenfalls mit Adapter auf die eGo, ein Cone passt allerdings nicht mehr drüber. (Oder man muß ihn kürzen.)
  • Zigarre: Mein erstes Gerät; ein Fehlkauf. Ist ja eine nette Abwechslung, aber doch im Vergleich zur 510 etwas wenig Dampf. Dafür wird es ziemlich teuer, wenn etwas kaputtgeht, denn der Verdampfer sitzt fest im Rohr der Zigarre und kann nicht ausgewechselt werden. Und tendiert zu Macken.
  • Pfeife: Die Pfeife war das erste Dampfgerät auf dem Markt, und man merkt es ihr an. „Pfeifen sind Diven“ hört man immer wieder, und man kann sie einem Anfänger nicht empfehlen. Obwohl, wenn sie denn laufen, sollen sie sehr gut sein.

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8 thoughts on “Welcher Dampfer für den Anfang? (Alte Version von 2010)

  • AlistairM

    Dem kann ich nur zustimmen. Die 510 und ihre Derivate sind auch mein bevorzugtes Dampfverkzeug :-) – Naja, mal abgeshen von der Nacktpipe vom Smokerstore.
    Auf meinem Blog komme ich irgendwie zu dem selber Ergebnis. Nur leider nicht so umfangreich. Selber benutze ich im übrigen auch den eGo/Tornado-Akku. Der hält bei mir fast den ganzen Tag.

  • PotatoHead

    Zweiteiler:

    Zur Zeit ist allerdings ein neuer Carto in der Entwicklung, der das Problem nicht mehr hat. Dazu bald mehr.

    Gibt es dazu schon „mehr“ ?

    • Alex Beitragsautor

      Ja, sogar zuviel mehr: Die 2te Version des neuen Cartos hatte ich, auch durchgetestet – alleine, es ist schon die 3te Version auf dem Weg zu den Händlern, insofern macht es wenig Sinn, hier noch über die 2te zu berichten.

  • Maria

    Hallo Alex!

    Vielen Dank für deine „gemütliche“, präzise und vor allem tolle Seite.
    Deine Kommentare haben mir viel geholfen.

    …“gemütliche Seite“ sagt man nicht, ich habe Spanisch als Muttersprache und habe keinen anderen Ausdruck, der mir gefällt, gefunden!! hehehe

  • Sybille

    Hallo Alex, ist dir bekannt, dass es jetzt auch Joye eGo-Ts mit blauer LED gibt? Meine Freudinnen haben in München Startersets (schwarz glänzende mit weißen Streifen) gekauft die blaue LEDs haben. Deine Aussage mit den „nur weissen LEDs“ hat mich ein bisschen stutzig gemacht, zumal bei beiden Sets nach 10 Tagen schon alle Verdampfer tot waren und auch schon zwei weitere,, die sie von mir bekommen haben. Kann das sein? Hab die beiden, was das richtige Dampfen betrifft, aber ordentlich geschult.

  • Gusti

    Hallo, Alex, danke für deine Antwort,( jetzt find ich nicht mal mehr meine Fragekästchen :) )
    Hilft mir schon weiter ! :)LG