Liquid selbstgemacht 240


Ich brauche mal eben eure Meinung zur Überarbeitung der Liquidartikel.
Jeder Kommentar ist willkommen! Dankeschön :)

 

Teil 1 der Artikelserie über das Selbermischen von Liquids


Was nützt einem die schönste Hardware, wenn man nichts hat, was drin dampft? Eben. Gar nichts. Also muß das Depot gefüllt werden, und zwar mit Liquid. Nun stellt der geschmacklich eigenwillige Dampfer schnell fest, daß es zwar gefühlte 100.000 Geschmacksrichtungen gibt – nur sein Lieblingsgeschmack, der ist nicht dabei. Oder nur zu völligen Mondpreisen erhältlich. Oder im Moment gerade nicht. Oder zu schwach. Oder …
Was tun? Genau, selber mischen.

Außerdem ist es preislich äußerst interessant.

Allerdings, gleich ein Hinweis: Es empfiehlt sich sehr, zunächst einmal den richtigen Umgang mit dem Dampfer an sich zu lernen. Es bringt wenig, Geschmäcker zu probieren, wenn man etwa den Dampfer noch häufig zu heiß dampft, was den Geschmack verändert. (Nicht zum Guten.) Und vor allem sollte man seinen Geschmacksnerven zunächst die Gelegenheit geben, sich vom jahrelangen zugeteert werden zu erholen, ehe man sich an das Austesten, wie ein Aroma dosiert werden sollte, begibt. So in etwa sechs Wochen sollte man sich dafür mindestens geben.

Eine Warnung oder zwei voraus

Grundsätzlich: Wer nicht in der Lage ist, mit hochkonzentrierten Stoffen zu arbeiten, die man wirklich pur nicht genießen sollte, oder wer nicht glaubt, daß er auch mal 0,1ml oder ähnliche Größenordnungen abmessen kann oder will, soll es lassen.

Haftung: Jegliche Selbermischen von Liquids passiert vollständig auf eigene Gefahr. Ich übernehme keinerlei Haftung für irgendwelche Folgen, Fehler, Unfälle oder die irrtümliche Benutzung irgendwelcher Zutaten.

Erste Warnung: Wer nicht Apotheker ist mit Zugang zu einem Gaschromatographen, hat keine Chance, herauszubekommen, was er da wirklich in das Fläschchen reinschüttet; die genauen Zusammensetzungen von Geschmäckern wie Liquids sind Geschäftsgeheimnisse. Und selbst wer das rausbekommt, muß dann erstmal nachschauen, was jeder Stoff im Körper eventuell anrichten könnte. Wobei es natürlich auch noch das Risiko individueller Unverträglichkeiten gibt.
Andererseits, wir haben alle jahre- und jahrzehntelang völlig unbekannte Stoffe inhaliert, und das verbrannt, nicht verdampft. Und was an Aromen in fertig gekauften Liquids drinne ist, weiß man normalerweise auch nicht mal ansatzweise. Insofern wäge jeder das Risiko selber ab.

Zweite Warnung: Mehr noch als beim Nachfüllen von Depots existiert beim Mischen das Risiko, die Haut großflächig in Kontakt mit nikotinhaltigen Flüssigkeiten zu bringen. Sollte das passieren, sofort und umgehend abwaschen, unter fließend Wasser. Nikotin wird sehr gut durch die Haut aufgenommen.
Außerdem muß man, wenn man mit hochdosierem Liquid arbeitet (was meistens entschieden billiger ist) aufpassen, daß im fertigen Liquid auch nur die Nikotinmenge drinne ist, die man haben wollte. Ein Low-Dampfer etwa, der aus Versehen das Verdünnen von TW-Platinium (schlappe 54mg/ml) vergisst, könnte eine böse Überraschung erleben.
Also, aufpassen! Nikotin ist bekanntlich kein Aspirin.
Wobei nicht nur Nikotin in Überdosen gefährlich werden kann, auch Aromastoffe können recht unangenehme Folgen haben, wenn man es übertreibt. So mußten z.B. einige Schüler aus Augsburg ins Krankenhaus, weil sie die glorreiche Idee hatten, hochkonzentrierte Chilli-Würzsoße aus der Flasche zu trinken.
Vorsicht ist insbesondere angebracht, wenn man die Aromen aus Quellen kauft, die normalerweise nicht an Endkunden verkaufen. Dort gibt es sehr hoch dosierte Aromen, die nicht im Prozent-, sondern im Promillebereich zugesetzt werden. Deswegen, sehr aufmerksam lesen, welche Dosierungen vom Hersteller empfohlen werden, und sich auf jeden Fall daran halten!

Aromen müssen ebenso wie das N-Liquid und jedes andere Liquid kinder- und haustiersicher gelagert werden und sollten niemals pur gegessen, getrunken oder gedampft werden!

Was benötigt man zum Mischen?

Liquid

Meistens wird man neutrales Liquid haben wollen, aber auch das eine oder andere mit Geschmack kann durchaus einmal Grundlage für Mischereien sein. Wenn man statt Schoko etwa Schoko-Zimt haben möchte. Oder Schoko-Zimt-Kirsch. Oder wenn man ein zu starkes Liquid verdünnen muß, aber doch noch gerne etwas Geschmack drinne hätte. Oder zu schwaches Liquid etwas stärker machen möchte. Oder den Geschmack eines völligen Fehlkaufs verändern möchte.

Liquids gibt es in verschiedenen Nikotinstärken, üblicherweise erhältlich ist es bis 36mg. TW hat auch ein 54mg-Liquid, aber das ist pro mg Nikotin dennoch recht teuer. Selbst wenn man hinterher Low haben möchte, lohnt sich finanziell meist die Anschaffung des höchstdosierten Liquids, denn oft kosten geschmacksneutrale Liquids (und alle anderen auch) das gleiche, egal, welchen Nikotingehalt sie haben. Und selbst wo sich die Preise nach Nikotingehalt unterscheiden, ist der Preis für einen höheren Nikotingehalt etwas niedriger pro mg Nikotin. Man verschneidet es ja ohnehin, und PG/VG sind immer wesentlich billiger als Nikotinhaltiges.
Wir werden dieses Ausgangs-Liquid im folgenden Text N-Liquid nennen. (N wie Neutral, N wie Nikotin.)

Andererseits ist es vor Allem am Anfang natürlich einfacher, sich nicht mit dem Mischen der richtigen Nikotinstärke und der richtigen Aromadosierung auseinandersetzen zu müssen. Wer also noch nie etwas ähnliches gemacht hat, sollte für die ersten Versuche in Betracht ziehen, ein N-Liquid in passender Stärke zu kaufen und nur Aromen hinzuzufügen.

Für völlig indiskutabel, weil viel zu gefährlich, halte ich Versuche, aus Tabak selbst Nikotin zu destillieren, wie man sie gelegentlich im Netz findet. Es dürfte nicht nur etwas schwierig werden, nur das rauszuholen, was man haben möchte, auch die Bestimmung des Nikotingehaltes im Ergebnis ist nicht gerade trivial. Wer das tut, dürfte auch Schnaps brennen in selbst zusammengehämmertem Gerät für eine gute Idee halten.

Nikotinfreie Liquids

Es gibt natürlich auch die Möglichkeit, für Leute, die Nuller Liquid dampfen, all das, was unten steht, gänzlich ohne nikotinhaltes Liquid herzustellen. Was dann richtig Geld spart.

PG und VG

(Anmerkung: Es gibt auch PEG, Polyethylenglycol, aber damit habe ich noch keinerlei Bekanntschaft gemacht. Es soll interessant sein für Menschen, die weder PG noch VG vertragen.)

PG ist Propylenglycol, VG ist Glycerin. Wobei das V für „vegetable“ steht, denn man kann Glycerin, schlicht gesagt, aus Pflanzen gewinnen oder aus (Mineral-)Öl, und wenn das Glycerin nicht sehr sauber ist, merkt man (angeblich) den Unterschied, denn 100%ig sauber sind die wenigsten Stoffe erhältlich. In beiden Fällen empfiehlt sich wärmstens, auf „Arzneibuchquaität“ zu achten, DAB ist Deutsches Arzneibuch, Ph.Eur. das Europäische, USP das US-Äquivalent. VG/Glycerin gibt es entweder „wasserfrei“ oder mit etwa 15% Wasser; ersterens ist sehr dickflüssig, letzteres ist dünnflüssiger, das ist Geschmackssache. Man sollte nur wissen was man gerade verarbeitet.
Beide sollten in Apotheken erhältlich sein, es kann sich auch lohnen, nach Läden oder Online-Shops Ausschau zu halten, welche Spinnrad/Hobbythek-Sachen führen, oder generell Zubehör für Kosmetik zum Selbermachen. Ich selber habe 4,50 Euro pro 250ml bezahlt, das war ziemlich günstig für Arzneibuchqualität. In einer Apotheke wollten sie 31 Euro für 500ml, das ist aber wirklich von Apotheke zu Apotheke sehr verschieden.

Die meisten Liquids bestehen zumindest zu einem großen Teil aus PG, oft ist (angeblich) auch die gesamte Basis PG (und der Rest Nikotin und Geschmacksstoffe). PG ist ein Stoff, der auch in verdampfter Form am Menschen hinreichend getestet ist. Es gibt drei Gründe, dennoch zumindest teilweise VG zu verwenden:

  • Erstens gibt es Unverträglichkeit gegen PG, insbesondere die Dauerbedampfung des Rachenraumes löst diese bei einigen Menschen wohl aus. Aber Achtung: Am Anfang scheint es öfters vorzukommen, daß simple Nebenwirkungen des Rauchstops dem daran völlig unschuldigen PG, seltener auch dem VG, zugeschrieben werden.
  • Zweitens sind Liquids auf PG-Basis oft etwas dünnflüssig, was man durch das wesentlich dickflüssigere VG hervorragend ausgleichen kann. Umgekehrt ist übrigens reines VG sehr dickflüssig, wer also sehr viel oder ausschließlich VG nutzt, muß dies meist irgendwie verdünnen. Sowohl reines Wasser (destilliert oder abgekocht) als auch geschmacksneutraler Alkohol (Wodka etwa) eignen sich.
  • Und der dritte Grund, VG zu verwenden, ist Dampf. VG produziert mehr Dampf als PG, so daß man, wenn man viel Dampf mag, mehr VG nehmen sollte, und umgekehrt, wer gerne unauffällig dampft, eher mehr PG nehmen sollte.

Aromen

Jetzt wird es wirklich interessant, darum machen wir den ganzen Aufwand ja.

Eines vorneweg: Verdampfer vertragen keine Öle und Fette, keinen Zucker, und keine Farbstoffe. Was immer man also nimmt, sollte davon nichts enthalten. Das schließt ätherische Öle ein. (Zumal dies auch keine Sachen sind, die man in erhitzter Form einatmen möchte, so es sich irgendwie vermeiden lässt.) Das schließt auch selbst hergestellte Auszüge aus Gewürzen aus; auch etwa Gewürze, die man in PG einlegt und dann wieder entfernt, haben im PG mit ziemlicher Sicherheit ätherische Öle hinterlassen.

Was es gibt, und was einigermaßen sicher scheint, sind Lebensmittel-Aromastoffe. Jedenfalls die, die weder Öle noch Zucker noch Farbstoffe enthalten. Denn diese mögen zwar nicht auf Verdampfen getestet worden sein, aber immerhin sind sie schonmal sicher zu essen, und auch auf ihr Verhalten bei Hitze (kochen, backen) getestet.

Anmerkung: In Teil zwei, Liquid selbstgemacht findet sich unten eine Liste mit Bezugsquellen.

LorAnn waren die ersten Aromastoffe, welche von den Dampfern „entdeckt“ wurden. Allerdings gibt es von denen so einige, welche oben genannte Stoffe enthalten, und so einfach sind sie in D auch nicht zu bekommen. (Es gibt Tabellen im Netz, wo man sehen kann, welche sich vermutlich fürs Dampfen eigenen und welche nicht.) Was LorAnn für mich die zweite Wahl sein läßt, ist daß man relativ viel davon braucht, nicht wenige Rezepturen verlangen nach Anteilen von 10% und mehr. Was das Ganze auch nicht ganz preiswert macht.

Flavourart ist ein italienischer Hersteller von Aromen, welche man in wesentlich kleineren Mengen zusetzt, etwa 1-5%. Außerdem verkauft Flavourart mittlerweile auch sehr preiswertes neutrales Liquid sowie diverse Tabak-Geschmäcker, sowie für diejenigen, die gerne etwas Ausgefallenes hätten, aber nicht selber panschen wollen, Liquids mit bis zu dreien ihrer Aromen.
Bei einigen Aromen gibt es sowohl eine wasser- als auch eine öl-lösliche Variante. Wir benötigen natürlich die wasserlösliche.
Und nicht empfehlenswert sind, laut Flavourart selbst, die Geschmacksrichtungen Milch und Sahne, da diese dazu gedacht sind, mit Fett und Eiweiß verarbeitet zu werden, und Brotkruste, welche dazu gedacht ist, gebacken zu werden, was bei uns beides nicht der Fall ist. (Es sind halt Lebensmittelaromen.)

Hochgelobt im ECF, und meine Bezugsquelle für Tobacco Absolut und Ethyl Maltol, ist Perfumer’s Apprentice in den USA. Im Gegensatz zu den meisten anderen US-Shops verschicken sie auch nach Deutschland, und das bei zivilen Portokosten.

Es gibt in D auch manche Lebensmittelaromen ohne Farbstoffe und Zucker zu kaufen. Diese müssen aber soweit ich gesehen habe alle eher hoch dosiert werden. Es dürfte daher eher nicht lohnen, die auszuprobieren, aber wer unbedingt will, wie bereits gesagt: Darauf achten, daß weder Öle noch Zucker noch Farbstoffe enthalten sind.

Natürlich gibt es auch weitere Quellen für derartige Aromen. Im EFC findet man beispielsweise diese Liste.

Und noch eine Warnung: Auf sehr vielen Aromen liest man, daß sie PG enthalten. PG ist ein wunderbarer Trägerstoff für Aromen. Das hat schon Leute auf die Idee gebracht, daß man dann ja mal die Aromen pur dampfen könnte. Ganz, ganz, ganz schlechte Idee! Die Aromen enthalten auch oft Wasser, aber ihr würdet sie ja deswegen auch nicht trinken!  Man nimmt dann eine zwanzig- (bei 5%) bis tausendfache (bei 1 Promille) Dosis vom Aroma zu sich, und das ist bekanntlich niemals eine gute Idee. (In diesen Größenordnungen sind auch Wasser und Salz giftig, von Medikamenten etwa gar nicht zu reden!)

Außerdem

  • eventuell Wasser, destilliertes Wasser oder abgekocht
  • eventuell Wodka (Ich werde ab hier der Einfachheit halber auf die Erwähnung von Wodka verzichten. M.W. läßt sich auf Wunsch das Wasser immer durch diesen ersetzen, probiert es aus, wenn ihr wollt.)
  • Leere Flaschen für das fertige Liquid (und eventuelle Zwischenprodukte). Gibt es bei vielen Händlern, oder in Apotheken, oder Spinnrad/Hobbythek/Selbstmach-Kosmetik-Läden.
    Heavengifts (Wayne) ist bei diesen äußerst günstig, da kann sich eine Bestellung in China auch für diejenigen lohnen, die da sonst eher weniger Interesse dran haben.
  • Spritzen und/oder Pipetten zum Abmessen, es empfiehlt sich dabei mindestens eine 5ml-Spritze, und eine 1ml-Spritze mit 100er Einteilung (U100) oder Messpipetten. Quellen dafür: eBay, Apotheken, Praxisbedarf-Shops, eventuell einzelne beim Arzt.
    Achtung! Die Skala auf den Spritzen reibt sich oft ab, was natürlich schlecht ist. Gleich Tesafilm drüber kleben, dann passiert das nicht. Denn eigentlich sind die ja zum Einmal-Gebrauch gedacht.

Definitiv nicht: Farben

In letzter Zeit liest man gelegentlich von Leuten, die sich ihre Liquids einfärben. Als ich das das erste Mal gelesen habe, habe ich es für einen schlechten Scherz gehalten. Es war keiner.

Sieht natürlich unzweifelhaft cool aus, wenn man in durchsichtigen Verdampfern etwa giftgrünes Waldmeister-Liquid dampft, statt einfach durchsichtiges. Ist aber keine gute Idee. Erstens ist es nicht wirklich nötig, und so gelegentlich sollte man sich daran erinnern, daß wir das Zeugs in die Lunge ziehen. Und zweitens sind viele Lebensmittelfarben nicht unbedingt unumstritten, mehr als z.B. Aromen.

Auch daß nicht alle Aromen farblos sind, oder daß viele Liquids nachdunkeln, ist da kein Gegenargument: Manche Aromenbestandteile sind von Hause aus nicht durchsichtig, und manche dunkeln nach oder verändern sich mit der Zeit. Das sind aber dennoch keine Farbstoffe, die nur wegen der Farbe enthalten sind. Insbesondere in den professionellen Aromen dürften Farbstoffe extrem selten sein; das eine oder andere Backaroma hingegen kann sie enthalten.

Einfach sein lassen dürfte die einzig sinnvolle Empfehlung sein. Wer unbedingt Waldmeister in Grün dampfen will, soll sich seinen Clearo halt anmalen. Von außen.

Die Kosten

Die Kosten halte sich in erfreulich überschaubaren Grenzen, jedenfalls wenn man betrachtet, was das fertige Liquid kostet. Aber auch die Einstiegskosten werden die meisten Dampfer nicht unbedingt schockieren.

Einstiegskosten

Beispiel Flavourart (Stand 11.03.2010):

  • 100 ml N-Liquid mit 36mg Nikotin kosten 28.20 Euro
  • Tabak-Aromen und Vape Wizard kosten in der kleinsten Größe, 20ml, je 9 Euro
  • Die meisten Aromen kosten in der kleinsten Größe, 20 Gramm, 5,40 Euro (Ein Gramm entspricht laut Flavourart hinreichend genau einem Mililiter.)
  • PG und VG habe ich, wie gesagt, anderswo gekauft, da erstens preiswerter und zweitens portofreundlicher, für einen Literpreis von jeweils 18 Euro. (Mittlerweile gibt es diesen eBay-Shop nicht mehr, eine neue Quelle findet sich bei den Bezugsquellen am Ende des zweiten Teils.)

Bestellt man also für den Anfang beispielsweise 100ml N-Liquid in 36er Stärke, jeweils 250ml PG und VG, und zwei Tabak- und fünf andere Aromen sowie den Vape Wizard in jeweils der kleinsten Größe, sowie (ebenfalls bei Flavourart, die gibt es anderswo aber billiger) 10 Plastikpipetten und 10 Fläschchen, ergeben sich:

  • N-Liquid 28,20€ (ergibt 150ml 24er-Liquid, oder 600ml 6er-Liquid)
  • Tabakaromen 18€ (genug für 4 Liter bei 1%)
  • andere Aromen 24€ (genug für 10 Liter bei 1%, 2,4 Liter bei 4%)
  • Vape Wizard 9€ (genug für 2 Liter bei 1%)
  • 10 Pipetten 3,60€
  • 10 Fläschchen 6€
  • PG und VG 9€ (genug für 500ml None oder 1,5 Liter 24er Liquid)
  • Zusammen 97,80€

Kosten für fertiges Liquid

Nur mit den oben genannten Kosten aus dem Beispiel gerechnet (die Aromen werden in größeren Mengen noch preiswerter), ergeben sich für jeweils 10ml fertiges Liquid Preise von:

  • None:              0,21-0,28 €
  • 6mg, Low:        0,63-0,70 €
  • 12mg, Medium: 1,08-1,15 €
  • 18mg, High:      1,53-1,60 €
  • 24mg, x-High:   1,95-2,02 €

Gerechnet jeweils mit einmal Tabak-Aroma und Vape-Wizard, je 1%, sowie normalen Aromen in der Konzentration 1, 2 oder 4%. Für einen Überblick reicht dies, zumal der deutlich teuerste Teil des fertigen Liquids das N-Liquid ist.

Nicht schlecht, wenn man so bedenkt, daß es völlig problemlos möglich ist, für 10ml Liquid 10 Euro auf den Tisch zu legen, und 5 Euro als durchaus guter Preis gelten. Nahe kommen diesen Preisen nur Liquids aus China oder den Niederlanden, und auch das nur bei hohem Nikotingehalt und in größeren Bestellmengen.

Übrigens: Würde man aus dem Einkauf im Beispiel nur 150ml 24er-Liquid herstellen, und alles andere hinterher wegwerfen, ergäbe sich ein Preis von 6,52 Euro pro 10ml, bei 200ml 18er wären es 4,89 pro 10ml, bei 600ml 6er 1,63 Euro pro 10ml. Allerdings reichen die Aromen, wie man sieht, doch für ein klein wenig mehr als das – 14 Liter bei  1%, 3,5 Liter bei 4%.

Mix und Match

Nachdem wir alles zusammen haben, was wir brauchen, gehts an Mischen selber. Nur leider, wie das so ist: Vor das Mixen hat der Gott der Panscher das Rechnen gesetzt.

Tip für Anfänger: Erstmal Basisliquid in der Stärke kaufen, die man hinterher dampfen möchte, und nur noch Aromen zugeben. Erspart erstmal, rauszubekommen, wie man das Basisliquid hinbekommt.

Ihhh, Rechnen!

Ja, leider. Wobei, die beste Nachricht zuerst: Es gibt im Netz diverse Hilfsmittel, die einem das Rechnen abnehmen können. Im Liquid-Kochbuch sind einige verlinkt.

Es schadet aber trotzdem nix, zu wissen, was da gerechnet wird.

Zunächst mal muß man das Nikotin berechnen, bzw. den Anteil von N-Liquid (also das vorher gekaufte ohne Geschmack), den man hinterher in fertigen Liquid haben möchte. Beispiel:

  • Hat man 36er N-Liquid und möchte als Ergebnis 18er Liquid, muß die Hälfte dessen, was man mischt, aus N-Liquid bestehen. (36:18 = 2:1 = 50%)
  • Hat man 24er N-Liquid und möchte 18er Liquid, müssen 3/4 des fertigen Liquids N-Liquid sein. ( 24:18 = 4:3 = 75%)
  • Hat man 36er N-Liquid und möchte 6er Liquid, ist der Anteil 1/6 oder 16%.

Dann muß man die Aromen bemessen. Dabei ist es tückischerweise so, daß noch lange nicht alle Aromen gleich dosiert werden. Flavourart-Aromen sollte man je nachdem 1-5% rechnen, und noch ist die Liste der empfehlenswerten Dosierungen (ganz unten) wesentlich kürzer als die Liste der erhältlichen Geschmäcker. Wobei „empfehlenswert“ genau das ist – eine Empfehlung. Weniger oder mehr ist eine sehr individuelle Sache, aber so hat man immerhin schonmal weder so viel, daß es unerträglich wird, noch so wenig, daß man nichts schmeckt. Bei allen anderen hilft nur Ausprobieren.

Werden Flavourart-Aromen pur verwendet (s.u.), braucht man sie immerhin nur, wenn man sehr genau ist und/oder es sich um die handelt, wo man mit 1-2% nicht hinkommt, in die Berechnung der Anteile der einzelnen Zutaten einzubeziehen. (Man darf aber trotzdem.) Anders sieht das mit Aromen aus, die so im Bereich von 10% und darüber verwendet werden. Die können gegebenenfalls schon den Nikotingehalt verwässern, und/oder die Konsistenz des Resultats verändern, sollten also einberechnet werden. Bei Flavourart scheinen 4-5% die Obergrenze zu sein.

PG, VG und Wasser sind das, woraus dann der Rest des fertigen Liquids besteht. Wie oben schon gesagt, gibt es für jeden Bestandteil seine Gründe. So ist mein momentanes, größtenteils aus PG bestehendes N-Liquid etwas dünnflüssig, daher sehe ich zu, daß in der fertigen Mischung etwa 10% VG enthalten sind. Wer viel VG möchte, wird umgekehrt eventuell mit etwas Wasser verdünnen müssen. Zur Einschätzung, diese drei Zusammensetzungen gibt es als N-Liquid bei Flavourart zu kaufen:

  • Traditional: 50% PG + 40% VG + 10% Wasser
  • Velvet cloud: 80% VG + 20% Wasser
  • Ice blade: 90% PG + 10% Wasser

VG ist übrigens äußerst dickflüssig bei kühleren Temperaturen. Wer es im Kühlschrank aufbewahrt, sollte früh genug welches rausstellen und auf Zimmertemperatur aufwärmen lassen, sonst wird es etwas schwierig.

Jetzt aber: Panschen!

Damit sollte man jetzt wissen, was man hinterher in welchem Verhältnis in die Fläschchen reinschütten muß, um das gewünschte Ergebnis zu erhalten.

Wobei, um das an dieser Stelle anzumerken: In diversen Foren wird oft gar nicht mit ml gearbeitet, sondern mit Tropfen. Einfacher zu zählen ist das, aber die unterschiedlichen Flüsigkeiten haben doch ein sehr unterschiedliches Tropfverhalten, erst recht, wenn man auch noch aus unterschiedlichen Quellen tropft (also verschiedenen Pipetten, oder das eine aus der Pipette, das nächste aus der Tropfflasche, und noch eins aus einer Spritze). Insofern hantiere ich persönlich lieber mit ml, aber wer Tropfen bevorzugt, die kalkuliert oben gelinkte Seite gleich mit.

Beispiel 1:
Man hat 36er N-Liquid und Coffee Espresso, empfohlene Dosierung 2%, und man möchte 18er Liquid.
36:18 = 2:1, also 50% N-Liquid plus 2% Aroma ergibt 48% für den Rest, also PG und/oder VG und gegebenenfalls Wasser oder Wodka.
Das macht bei 5ml Liquid (eine gute Testgröße) einen Anteil von 2,5ml N-Liquid, 0,1ml Aroma, und 2,4ml PG/VG/Wasser.

Beispiel 2:
Man hat 36er N-Liquid, und Torrone, empfohlene Dosierung 4%, und möchte 24er Liquid.
36:24 = 3:2, also 66% N-Liquid, 4% Aroma, 30% PG/VG/Wasser.
Bei 5ml Liquid also 3,3ml N-Liquid, 0,2ml Aroma und 1,5ml PG/VG/Wasser.

Beispiel 3:
36er N-Liquid, Perique-Geschmack, empfohlene Dosierung 1%, Ziel: 6er-Liquid.
36:6 = 6:1, also 16% N-Liquid, 1% Aroma, 83% PG/VG/Wasser.
Bei 5ml Liquid also 0,8ml N-Liquid, 0,05ml Aroma und 4,15ml PG/VG/Wasser.

Die Zutaten werden schlicht in ein geeignetes Fläschchen gekippt und gut gemischt, was man am einfachsten, insbesondere bei diesen kleinen Mengen, durch gründliches Schütteln erledigen kann.

Mehr Tips zum ganz praktischen Teil gibt es auch im Artikel Panschen Praktisch.

Tücken der Technik

Wie man an den Beispielen sieht, gibt es schnell ein technisches Problem. Das Problem, mit solch kleinen Mengen arbeiten zu müssen. Es geht aber. Wobei man immer bedenken sollte: Es stört wirklich keinen (außer euch eventuell, wenn ihr sehr präzise seid), ob ihr nun irgendwo 3,3ml irgendwas nehmt und ein Liquid habt, was genau 24mg hat, oder ob ihr 3,5 erwischt, und das Liquid hat dann 25mg. Nur bei den Aromen heißt es möglichst genau sein.
Man sollte sich, insbesondere an Anfang, einfach Zeit dafür nehmen. Und brauchbare Werkzeuge haben. Zum Glück (und ausnahmsweise mal) sind diese für das Liquid-Panschen sehr preiswert zu haben.

Spritzen oder Messpipetten

Spritzen bekommt man in vielen Apotheken (aber nicht allen, das wäre ja Service) einzeln zu kaufen, meist für etwa 20-50 cent pro Stück. Hat man da kein Glück, verkaufen auch einige Dampfer-Händler solche. Und eBay geht immer, allerdings muß man dort öfters damit rechnen, einen Hunderter-Pack kaufen zu müssen. Der allerdings beim besten Willen nicht teuer ist. Oder man fragt seinen Arzt.
Man kommt mit einigen 5ml-Spritzen und einigen 1ml-Spritzen hin, zur Not auch mit einer von jedem. Die Einteilungen an meiner 5ml-Spritze ist auf 0,2ml genau, die auf meiner 1ml-Spritze auf 0,01ml. Das reicht. (Auf einer 2ml-Spritze, die ich noch hier habe, ist die Einteilung auf 0,1ml genau.)

Nadeln braucht man nicht unbedingt. Obwohl sie praktisch sind, um die Zutaten aus den Gefäßen zu holen, geht es auch ohne. Wenn man welche kauft, gelbe Nadeln nehmen, das ist die größte gängige Größe, mit 0,9mm Durchmesser. Es gibt auch hellrosa Nadeln, die sind dicker, sie sind aber auch schwerer zu bekommen, und teurer, weil es schon eine Sondergröße ist. Gleiche Quellen wie Spritzen.
Vorsicht mit den Spitzen – die sind dazu gemacht, die Haut zu durchstechen. Es gibt zwar auch abgeschnittene Nadeln, aber die sind ebenfalls teurer und schwieriger zu bekommen. Man sollte es aber als normal geschickter Mensch auch schaffen, mit spitzen Nadeln zu hantieren, ohne sich zu stechen oder gar, sich versehentlich Nikotin zu injizieren.
Zur Not reicht eine gute Nagelfeile, um eine Nadel hinreichend stumpf zu bekommen.

Gläserne Messpipetten sind auf eBay zu erhalten, eventuell auch in Apotheken, und auch nicht sehr teuer. Diese gibt es in diversen Größen, die kleinste Einteilung ist wohl 0,01ml. Einerseits sind sie äußerst präzise, andererseits jedeoch nicht ganz einfach zu handhaben. Eine Pipettierhilfe, meistens wohl ein Peleusball, sollte man schon verwenden. Und mal ein bisschen mit Wasser üben.
Nicht erschrecken übrigens: Selbst Messpipetten für sehr kleine Mengen sind ausgesprochen lang.

Diese sehr billigen Plastik-Messpipetten sind manchmal praktisch, jedoch für sehr kleine Mengen, wie wir sie für Aromen beim Testen brauchen, nicht geeignet. Damit kann man bestenfalls 0,5ml einigermaßen genau abmessen, das ist für Aromen oft schon viel zuviel.

Vormischen

Was auch hilfreich sein kann, ist „Vormischen“. Ich erkläre es mal an einem Beispiel: Von Torrone braucht man etwa 4%. Das sind bei 5ml Liquid 0,2ml Torrone-Aroma. Blöde zu dosieren. Praktischer wäre es, wäre das Aroma nicht so konzentriert. Das kann man haben, man mischt einfach eine PG/VG-Aromen-Mischung an, die einfacher zu dosieren ist. Das kann man auf Grundlage zweier Berechnungen machen:

Die zunächst einfachere ist eine schlichte Mischung 1:10 von Aroma zu PG/VG/Wasser: Ein Teil Aroma und 9 Teile PG/VG/Wasser, und schon muß man nicht mehr 0,2ml Aroma hinzufügen, sondern kann bequeme 2ml abmessen von dieser Mischung, also immer 10x soviel, wie das Rezept an Aroma verlangt. Das ist sehr praktisch. Die 1,8ml PG/VG/Wasser muß man natürlich wieder vom PG/VG/Wasser-Anteil des Rezeptes abziehen.
Es hat allerdings einen möglichen Nachteil: Bei Beispiel 2 oben gehören nur 1,7ml Aroma+PG/VG überhaupt noch zum N-Liquid dazu. Fügt man 2ml Aroma+PG/VG hinzu, kommt man nicht mehr ganz auf 24mg Nikotingehalt im Endprodukt, sondern nur noch auf 22,6mg/ml. Das wäre ja noch nicht weiter tragisch, jedoch muß man dann auch einbeziehen beim Ansetzen der Aromen-Verdünnung, wie man den PG/VG/Wasser-Anteil zusammensetzen möchte. Wer etwa halb PG und halb VG haben möchte, muß schon diese Verdünnung so ansetzen.

Zunächst etwas komplizierter wird es, wenn man also die Verdünnung dem hinterher notwendigen Gehalt an Aroma anpasst. In unserem Beispiel benötigen wir 4% Aroma. Wir stellen dann eine Mischung her, die 40% Aroma enthält, also 4ml Aroma und 6ml PG/VG/Wasser. Von dieser Mischung benötigt man dann immer 10% im Endprodukt. Bei 5ml braucht man immer 0,5ml im Endprodukt. Auch hier muß man natürlich den PG/VG/Wasser-Anteil dieser Mischung vom PG/VG/Wasser-Anteil des Rezeptes abziehen, in dem Falle 0,3ml.
Einziger Nachteil: Man muß schon wissen, in welchen Anteilen man das Aroma am besten hinzufügt. Wenn man das weiß, ist es einfacher zu benutzen.

Wer sehr niedrige dosierte Liquids mischen möchte, könnte unter Umständen auch mit einer N-Liquid-Vormischung gut bedient sein. Beispiel 3 etwa, wo man 0,8ml N-Liquid benötigt, und in entsprechendem Anteil ja auch bei allen anderen Liquids entsprechender Zielstärke benötigen wird. Hat man also etwa 36er N-Liquid, und macht öfters 6er-Liquid, könnte es sich lohnen, als Zwischenschritt 12er-Liquid herzustellen, also 1:2 N-Liquid und PG/VG/Wasser, von dem man dann auch 3x soviel nehmen kann/muß, und in diesem Falle dann genau die Hälfte der Zielmenge.

Mixen für Fortgeschrittene

Anmerkung: Grade diesen Teil werde ich mit Sicherheit noch weiter ergänzen im Laufe der Zeit. Aber damit man schonmal eine Idee hat, ein paar Bemerkungen jetzt schon.

Aromen-Mix

Oben gesagtes bezieht sich zunächst auf einfache Aromen, obwohl man natürlich auch mit diesen Angaben schon mischen kann.
Wer beispielsweise Kaffee-Vanille mixen möchte, mixt sinnvollerweise zunächst einmal ein Kaffee-Liquid und ein Vanille-Liquid in gewünschter Stärke, und stellt aus diesen eine passende Mischung her. Was mit fertigen Liquids auch per Tropfen zählen geht, da die fertigen Liquids bei gleicher Grundrezeptur auch ein sehr ähnliches Tropfverhalten haben – vorausgesetzt natürlich, man tropft aus gleichen Behältnissen.
Hat man das passende Verhältnis von fertigem Liquid, kann man ausrechnen, wie man das nächste Mal gleich Kaffee-Vanille herstellen kann.

Beispiel:
Das fertige Kaffee-Vanille-Liquid soll einer Mischung von Kaffee- und Vanille-Liquid zu gleichen Teilen, also 1:1, entsprechen.
Das Kaffee-Liquid hat einen Aromen-Anteil von 2%.
Das Vanille-Liquid hat einen Aromen-Anteil von 4%.

Dementsprechend muß das fertige Liquid einen Aromen-Anteil von 3% Kaffee-Vanille-Aroma enthalten. (Denn 2% plus 4% = 6%, und 6% geteilt durch 2 = 3%.)
Dieses wiederum besteht aus einem Teil Kaffee- und zwei Teilen Vanille-Aroma. (Denn 2% verhält sich zu 4% wie 1 zu 2.)

Nikotinstärken-Mix

Ähnlich berechnet es sich, möchte man die Nikotinstärke eines Liquids verändern. Wer einfach mit PG/VG/Wasser verdünnt, oder mit N-Liquid „aufrüstet“, verändert nämlich den Geschmack, und das unter Umständen sehr. Würde man etwa 24er einfach nur verdünnen auf 6er, hätte man zwar, wie gewünscht, nur noch ein Viertel des Nikotins – leider aber auch nur noch ein Viertel der Aromen.

Angenommen, man hat leckeres 24er-Liquid gemischt, aber leider wird einem das zu stark, und man hätte doch gerne 12er-Liquid gleichen Geschmacks. In diesem Falle muß man nur die gleiche Menge None mit den gleichen Anteilen an Aromen dazu mischen, und fertig ist das 12er-Liquid.

Wer umgekehrt von 12mg auf 18mg Nikotingehalt „aufrüsten“ will, muß in gleicher Menge 24er-Liquid gleichen Aromas herstellen und dazumischen.

Zum Nachvollziehen:

  • Den Unterschied zwischen Ziel- und Ausgangs-Nikotingehalt berechnen
    Beispiel 1: 24 minus 12 gleich 12
    Beispiel 2: 18 minus 12 gleich 6
  • Beim Verringern diesen vom Zielgehalt abziehen
    Beispiel 1: 12 minus 12 gleich 0
  • Beim Erhöhen diesen Unterschied zum Zielgehalt hinzu addieren
    Beispiel 2: 18 plus 6 gleich 24
  • Die entsprechende Menge Verdünner- oder Verstärker-Liquid mischen und zum Ausgangsliquid hinzufügen
  • Fertig

Mix-Mix

Potentiell etwas kompliziert wird es, will man bereits vorhande Liquids (gekaufte z.B.) beimischen, und eventuell dabei sowohl den Geschmack als auch die Nikotinstärke ändern. Dies wird nicht einfacher dadurch, daß nur weil auf zwei Liquids/Aromen die gleiche Bezeichnung steht, diese deswegen keineswegs auch gleich schmecken müssen. Wer also sein gekauftes Kaffee-Liquid mit Nuller-Liquid mit Kaffee-Aroma verdünnen möchte, erhält deswegen keineswegs zwangsläufig ein gleichschmeckendes Liquid, welches nur weniger Nikotin enthält.

Es empfiehlt sich also auf jeden Fall, zunächst einmal mit kleinen Mengen zu experimentieren, ehe man einem Versuch gleich eine 30ml-Flasche gekauftes Liquid opfert.

Gleiches gilt, wenn man Aromen mischen möchte: Nur weil Kaffee- und Vanille-Aroma von Hersteller X im Verhältnis 1:1 eine gute Mischung ist, muß dies nicht der Fall sein, wenn man Liquids anderer Hersteller und/oder Aromen verwendet.

Dazu kommt gegebenenfalls noch die Veränderung des Nikotinanteils. Angenommen, man hat 36er Kaffee-Liquid, welches mit Vanille 1:1 gemischt immer sehr gut schmeckte; aber man hätte das Kaffee-Vanille jetzt gerne in 12er-Stärke. Das geht so nicht ohne Kaffeearoma, denn selbst wenn man das 36er Kaffee mit 0er Vanille im Verhältnis 1:1 mischt, kommt man nur auf 18mg herunter. Also muß man entweder Kaffee und Vanille im Verhältnis 1:2 mischen, dann kommt man auf 12er, hat aber einen anderen Geschmack. Oder man muß zunächst das Kaffee mit 0er Kaffee-Liquid auf 24mg/ml heruntermischen (Verhältnis 2:1), und dieses 24er-Liquid dann mit 0er-Vanille-Liquid auf 12er Kaffee-Vanille im Verhältnis 1:1 mischen.
Alternative 1: Aus dem 36er Kaffee ein 12er Kaffee machen (Verhältnis 1:2), und mit 12er Vanille mischen.
Alternative 2: Aus dem 36er Kaffee ein 18er Kaffee machen (Verhältnis 1:1), und mit 6er Vanille mischen.
Je nachdem, welche Größenordnung sich am leichtesten handhaben läßt.

Wobei dies nicht in zwei Arbeitsschritten passieren muß – es sind aber zwei Rechenschritte.

Angenommen, man möchte 10ml 36er Kaffee-Liquid in 12er Kaffee-Vanille verwandeln. Am einfachsten rechnet sich hier Alternative 2:

  • Rechnen:
    • 1. Schritt: 10ml 36er-Kaffee mit 10ml 0er-Kaffee ergibt 20ml 18er Kaffee
    • 2. Schritt: 20ml 18er-Kaffee mit 20ml 6er-Vanille ergibt 40ml 12er-Kaffee-Vanille
  • Rezeptur (bei 4% Aromenanteil):
    • 10ml 0er Kaffee
      • 0,2ml Kaffee-Aroma + 9,8ml PG/VG/Wasser
    • 20ml 6er Vanille
      • 0,8ml Vanille-Aroma + 3,3ml 36er N-Liquid + 15,9ml PG/VG/Wasser
  • Mischen
    Das geht natürlich auch in einem Schritt.

    • 10ml 36er Kaffee-Liquid
    • 3,3ml 36er N-Liquid
    • 0,2ml Kaffee-Aroma
    • 0,8ml Vanille-Aroma
    • 25,8ml PG/VG/Wasser

Weiter geht es im zweiten Teil mit etwas praktischeren Fragen.

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240 thoughts on “Liquid selbstgemacht

  • Tatjana Hoffmann

    Hi,
    also wenn ich das richtig verstehe dann kann ich mir das
    Basisliquid 100 ml Basis PG/VG von dampfdorado kaufen ( da muss ich nichts mehr mischen? ), dann die aromen dazu und fertig und Dampfen! Richtig?
    Sorry aber das ist alles noch etwas verwirrend :-(

  • Volldampfer

    Hallo liebe Dampfergemeinde und Alex

    ich bin „Neudampfer“ und noch am experimentieren.
    Eine Frage: Könnte man echten Tabak auskochen und aus der Essenz ein Tabak-Aroma herstellen?
    Und noch eine Frage: Welches Mischungsverhältniss von PG/VG/Wasser in der Basis erzeugt den meisten Qualm?
    (wobei VG bereits 15% Wasser enthält)

    Danke an alle
    Frank

    • Alex Beitragsautor

      Hallo Frank!

      Man kann wohl Tabak in PG einlegen und so einen Auszug herstellen, aber da kenne ich mich nicht mit aus. Im ECF gibt es jedoch eine eigene Rubrik dafür (englisch): http://www.e-cigarette-forum.com/forum/liquid-extraction-tobacco/

      Und Qualmen sollte gar nix 😉 Den meisten Dampf bekommt man mit möglichst viel VG. Das wohl häufigste Mischungsverhältnis von VG und Wasser (kein PG) ist wohl 80/20, aber zwischen wirklich reinem VG (das aber nur in Tröpflern, ist sonst zu dickflüssig) und 70/30 kann man es versuchen. Man braucht dann allerdings mehr Aroma als bei PG-lastigen Liquids.

      Hoffe geholfen zu haben.

      Schöne Grüße
      Alex

      P.S.: Die Rubrik hat schon gepasst, nur komme ich nicht immer gleich zum Antworten.

      • Volldampfer

        Hallo Alex

        vielen Dank für Deine Antwort!

        Bin jetzt bei PG/VG 50/50 ohne Wasser, da mein VG schon 15% Wasser mitbringt.
        Zuviel VG (z.B. 40/60 oder mehr) geht bei meiner evod leider nicht, weis nicht warum, was mache ich falsch.
        Ich probiere z.Z. noch ohne Aromen, ist zwar ekelig aber ich will erstmal den maximalen „Dampf“ …
        (ohne Nikotin) Zum Probieren sind ja die Aromen erstmal unerheblich (2-3%) oder?

        An alle Dampfer: Welches Mischungsverhältnis benutzt Ihr so in der Basis?

        Vielen Dank, viele Grüße und „Gut Dampf“
        Frank

        PS: Hat jemand Erfahrung mit den Aromen von my-eliquid.de ?

        • Alex Beitragsautor

          Bei 50% PG und 50% VG mit Wasser bist du dann de facto bei 50/42,5/7,5. 40/60 wären dann 40/51/9, das wird dann schon etwas dickflüssig. Mit etwas mehr Wasser könnte es gehen.

          Aromen verhindern keinen Dampf, insofern brauchst du dich da nicht zu quälen. Rechne wenn du es genau nimmst halt den Aromen-Anteil vom PG ab, aber einen wirklich merklichen Unterschied beim Dampf macht es nicht, wenn du sie einfach dazu gibst.
          Da würde mehr VG oder reines VG schon wesentlich mehr ausmachen, mußt du halt soviel Wasser zutun, daß es auch in der evod noch gut nachfliesst.

          Meine Basis ist PG-lastiger, fliesst halt besser nach und mir kratzt VG auch etwas; aber wie immer: Reine Geschmackssache.

          Ein Bekannter nutzt diese Basis von my-eliquid, der ist sehr zufrieden.

          • Volldampfer

            Hallo Alex

            Danke für Deine schnelle Antwort!
            Es lag nicht an der Mischung, nein mein Verdampfer der evod hat einen Fehler.
            Was bedeutet, die Heizung ist nicht defekt, sondern der Docht ist viel zu dünn für die Öffnung, sodaß der Verdampfer vollläuft und zwangsläufig „sifft“ bishin in den Akku (Konstruktionsfehler). Habe ihn ausgetauscht und siehe da, es funzt erst mal wieder. Jetzt suche ich dickere Dochte, oder versuche die Öffnung zu verengen.
            Jetzt konnte ich auch meine Tests fortsetzen, mit dem Vorerst-Ergebniss, daß VG (85%) ohne PG für mich erstmal optimal ist (viel Dampf). VG(85%) ist nicht zu dick für die evod. Dein „Kratzen“ habe ich aber auch, aber nur beim ersten Zug morgens (Husten).
            Den Geschmacksverstärker E1520 (PG) werde ich dann später auch noch testen auf %te in der Mischung.

            Vielen Dank, viele Grüße und “Gut Dampf”
            Frank

          • Alex Beitragsautor

            Hallo Frank!

            Direkt nach dem Aufstehen vertrage ich ein paar Minuten auch nur Menthol-Liquid; aber sowas berichten so einige.

            Wenn bei evods und Verwandten mal der Docht zu dünn ist oder das oben aufliegende Stück, einfach ein Stück Glas-/Silikonfaser drüberlegen. Sowas gibts mittlerweile in fast jedem Dampfershop, ein sehr guter Laden für sowas ist Zivipf. Fasttech hat sowas natürlich auch; aber Faser aus China würde ich mal grundsätzlich auskochen. Ist aber dann gute Faser 😉

            Schöne Grüße
            Alex

  • Helge

    Moin ich als Neuling in der Mischabteilung hab dann auch gleich mal eine Frage.

    Ist es möglich auch synthetisch hergestelltes Glycerin zu benutzen, bis jetzt konnte mir das keiner beantworten?

    Naturlich in USP/EP alo lebensmittelqualität

    • Alex Beitragsautor

      Glycerin in Arzneibuchqualität (USP z.b.) darf man seine Herkunft ohnehin nicht mehr anmerken. Das „vegetable“ war ein unglücklicher Import aus dem Englischen, die haben sich zu Anfang alles ins Liquid gekippt wo Glycerine draufstand.
      Das erste Dampfbare war dann das „Vegetable Glycerine“ in Lebensmittelqualität (im Gegensatz zu Industriequalität). Darum das „v“ im VG.
      Ist aber auch nicht ganz so empfehlenswert, eines in Arzneibuchqualität (USP, Ph.Eur., DAB) ist noch sauberer. Und bei dem ist es, wie gesagt, egal wo es herkommt.

  • Wilson

    Hi,

    vielen Dank für die ausführliche Anleitung.

    Ich möchte gerne Null Liquid anmischen und bin mir jetzt nicht ganz sicher, wie das Mischungsverhältnis dann auszusehen hat.
    Im Artikel steht:

    „Es gibt natürlich auch die Möglichkeit, für Leute, die Nuller Liquid dampfen, all das, was unten steht, gänzlich ohne nikotinhaltes Liquid herzustellen. Was dann richtig Geld spart.“

    Muss die Menge an N-Liquid dann einfach durch PG/VG/Wasser ersetzt werden?
    Könnte die Anleitung um ein paar Beispiele ergänzt werden?

    Nehmen wir Beispiel 1:
    Mit Nikotin:
    36:18 = 2:1, also 50% N-Liquid plus 2% Aroma ergibt 48% für den Rest, also PG und/oder VG und gegebenenfalls Wasser oder Wodka.

    Ohne Nikotin:
    2% Aroma ergibt 98% für den Rest, also PG und/oder VG und gegebenenfalls Wasser oder Wodka ????

    Danke

    • Alex Beitragsautor

      Die ganzen Mischartikel sind eh in der Überarbeitung. Aber wenn man ohne Nikotin mischt, dann lässt man alle Berechnungen mit Nikotin einfach weg.

      Also z.B. für ein klassisches 50/40/10-Liquid mit 2% Aroma 48% PG, 40% VG und 10% Wasser.

      • Wilson

        Ok, dann stimmt meine Annahme.

        Hat sich etwas gravierendes geändert oder kann man die Anleitung nach wie vor ohne Bedenken anwenden?

        • Alex Beitragsautor

          Nein, die kann man noch bedenkenlos verwenden – wird nur etwas sortierter, ein paar Ergänzungen, sowas.

    • Alex Beitragsautor

      Hallo!

      Auf der Seite steht unten „Aromen: Flavour Art Italy“ dann sollte das FA Cappu sein – gibts zum Beispiel bei Flavourart.de.

      Schöne Grüße
      Alex

  • Wilson

    Ich wollte noch fragen ob schon mit Koffein statt Nikotin experimentiert wurde und wenn ja, wo man eine Koffeinlösung zum Mischen bekommt.

  • Patrick D.

    Hallo,

    wie mischt ihr das Liquid und das Aroma durch? Habe es nur geschüttelt aber das reicht scheinbahr nicht wirklich
    Wäre nette wenn mir jemand einen Tipp geben kann damit ich das Aroma auch mit der Base ordentlich gemischt bekomme :)

    • Alex Beitragsautor

      Die meisten dürften schlicht ordentlich schütteln, allerdings kann man die meisten Liquids dann nicht sofort dampfen – bisschen reifen lassen sollte man schon.

      Wer gründlich ist, kann z.B. einen Milchaufschäumer benutzen. Manche haben auch einen Magnetrührer, entweder gekauft oder selber gebastelt.

  • monika

    Hallo
    Ich habe eine Basis mit50\50 und die ist sehr
    Dickflüssig… Kann ich die mit Wasser mischen
    Damit sie etwas flüssiger wird?
    Lg

    • Alex Beitragsautor

      Hallo!

      Ja, das geht. Ideal ist natürlich destilliertes Wasser (da kostet der Liter unter einem Euro), aber Leitungswasser wäre auch nicht ungewöhnlich 😉

      Schöne Grüße
      Alex

  • Holger

    20ml 6er Vanille
    0,4ml Vanille-Aroma + 1,6ml 36er N-Liquid + 18ml PG/VG/Wasser

    Diese Rechnung kann so nicht stimmen. In 1,6ml 36er N-Liquid sind 57,6 mg Nikotin. Um auf 6mg/ml zu kommen brauchst Du aber für 20ml 20*6mg=120mg Nikotin. Du brauchst also 3,33ml 36er N-Liquid (120mg/36mg/ml=3,33ml ). Nach Deiner Rechnung enthält Dein Vanille nur 2,88mg statt 6mg und Dein Kaffee-Vanille nur 10,44mg statt 12mg.

    • Alex Beitragsautor

      Whups – stimmt. Da hatte ich irgendwas mit 10ml gerechnet zuerst und dann beim Ändern nicht alles was nötig war geändert.
      Peinlich, peinlich … danke für den Hinweis!

  • Dr. Hans Jürgen Weiss

    Vielen Dank!

    Klasse und ausführlich beschrieben- und man glaubt es kaum in fehlerfreiem Deutsch!!!

    mglG docy

  • Rebecca

    Hey,
    ich möchte jetzt auch mit dem Mischen von Liquids anfangen.
    Habe mir jetzt eine Base bestellt, dann muss ich doch wenn ich ein Aroma dazu geben möchte. Also wenn ich 100ml habe und 2% (als Beispiel) das Aroma hat. Dann 98ml Base und 2ml Aroma oder?
    Ich blick das irgendwie nicht 😀
    Möchte mir das eig nur einfach machen.

    LG

    • Alex Beitragsautor

      Gaaanz genau wäre es, die Basis für jedes Aroma einzeln anzumischen. Macht aber kaum jemand, lohnt sich auch erst wenn man Aromen hat die man im zweistelligen Prozentbereich zugeben muß. Darunter merkt man den Unterschied ohnehin nicht wirklich. (Darüber sinkt halt der Nikotinanteil unter Umständen schon merklich, was man so unter 10% nicht wirklich merkt.)

      Man merkt ehrlich gesagt auch nicht wirklich, ob man die 2ml zu 100ml oder zu 98ml hinzufügt: 98ml+2ml ergibt ein Liquid mit 2% Aroma, 100ml+2ml mit 1,96. Also, einen Tacken genauer ist es die 2ml Aroma zu 98ml Basis zuzugeben.

      Aber mach das was für dich einfacher ist – vor allem bei Aromen mit so geringen Prozenten 😉

      Schöne Grüße
      Alex

  • Nancy

    Hallo Alex!

    Vorab ein Riesen Lob für das Forum, es ist wirklich sehr umfangreich und auch hilfreich die mit dem Dampfen anfangen und noch keine Liquids gekauft haben.

    Ich habe mir wieder eine E-Zigarette gekauft:
    http://www.——.de/Kangertech-Kanger-SUBTANK-Mini-OCC-RBA-Selbstwickler

    mit diesem Akku:
    http://www.—–.de/ismoka-Eleaf-iStick-30W-MOD-Starter-Kit-2200mAh

    und diesen Liquid:
    http://www.—–.de/Apfel-20-Fresh-Liquid
    (18 mg Nikotin auf PG Mischung und wirklich guten und viel Dampf)

    (ich hatte zwar schon mal vor Jahren eine, aber die ist ständig ausgelaufen was mich sehr aufgeregt hat und deshalb habe ich es auch wieder gelassen.)

    Nun waren alle meine fertigen Liquids fast aufgebraucht und ich bestelle mir Basis und Aromen.
    Die Basis:
    http://——.com/item/313839

    Und eines der vielen Aromen:
    http://—–.com/item/333039

    dazu habe ich mir auch 5x 20 ml Fläschchen und ein 50 ml Fläschchen (um die Basis da reinzutun, da das umfüllen einfacher ist)

    Nun wollte ich mir mein Liquid ‚basteln‘. Habe dazu das 20 ml Fläschchen mit der Basis gefüllt und 20 tropfen Aroma dazu gegeben.

    Nun mein Problem: Mir fehlt total der Dampf.

    Was kann ich denn nun machen das ich mehr Dampf bekomme? Meine gekaufte Basis mischen? Wenn ja, mit was und zu welchen Verhältnis?
    (Mir ist auch bewusst das ich nicht mit Tropfen arbeiten kann und werde mir bei der nächsten Bestellung auch Nadeln und Kanülen kaufen.)

    Freue mich schon sehr auf Antwort, (damit ich nicht wieder das falsche bestelle) sodass ich meine E-Zigarette richtig genießen kann.

    LG, Nancy

    • Alex Beitragsautor

      Hallo Nancy!

      Das ist ganz einfach: Das Liquid was du gekauft hast ist eins mit PG und Glycerin (VG) in der Basis, die Basis zum Mischen ist eine reine PG-Basis. Und die dampft weniger, denn das Glycerin sorgt für den dicken Dampf. Ein Liquid ganz ohne kann man sogar als Stealth-Liquid benutzen, also eins wo so gut wie kein Dampf mehr zu sehen ist. (Dazu muß man den nur ein paar Sekunden in der Lunge behalten.)

      Es fehlt dir also Glycerin. Wenn 12mg passt, dann kannst du einfach eine Glycerin-Basis in 12mg kaufen und dazumischen. Je mehr Glycerin in der Basis ist, desto mehr Dampf gibt es, allerdings wird es auch dickflüssiger (darum ist in Glycerin-Basis normalerweise Wasser) und so ab 50% Glycerin brauchst du auch mehr Aroma.

      Welches deine bevorzugte Zusammensetzung der Basis wird mußt du ausprobieren, von reinem PG bis zu reinem Glycerin wird alles gedampft. Die „klassische“ Traditionale-Zusammensetzung von Liquid ist entweder 55/35/10, also 55% PG, 35% Glycerin, 10% Wasser oder 50/40/10. Den dicksten Dampf gibt es mit reiner Glycerin-Basis, das ist meistens 80/20, also 80% Glycerin und 20% Wasser. (Reines Glycerin ist sehr dickflüssig. Das gibt in den meisten Verdampfern Probleme.)

      Das sollte dein Liquid-Problem lösen.

      Ein anderes Problem wirst du hoffentlich nicht bekommen, aber google doch mal vor deiner nächsten Bestellung „“ und „Reklamationen“ – der Laden wo du deine Hardware gekauft hast hat da nämlich einen Ruf.

      Hoffe geholfen zu haben.

      Schöne Grüße
      Alex

      • Nancy

        Wenn ich mir nun eine reine Glycerin Basis (zum mischen meiner 1l Basis) mit auch 12 mg bestelle, brauche ich ja auch ein 0er Basis, (Mischverhältnis 25%, 25%und 50%) oder bestelle ich mir einfach nur eine Glycerin mit 12mg Nikotin
        (denn meine Aromen die ich jetzt habe sind diese:
        http://my-eliquid.shopgate.com/item/333039

        Sorry, aber ich steh jetzt bisschen auf dem schlauch 😕

        • Alex Beitragsautor

          Also wenn du jetzt eine 12mg-Basis hast, und auch 12mg dampfen willst, dann brauchst du noch eine Glycerin-Basis in 12mg, und die mischst du dann mit der die du hast. 100ml 12er-Basis und 100ml 12er-Basis ergeben 200ml immer noch mit 12mg/ml. Es verändert sich nur das Verhältnis von PG und VG.

  • Torsten Moldenhauer

    Moin,

    goßartige Informationsseite für den Rookie-Mixer. Mit den fertigen Liquids wurde das langsam teurer als gedacht. Aber nun heißt es „Dampf frei“!

    Viele Grüße

    Torsten

  • Florian Verges

    Hi,
    vielen Dank für diese tolle Anleitung erstmal.
    Habe auf Basis dieser Anleitung jetzt schon mehrmals Liquid für mich und Freunde selbst hergestellt.
    Eine Amerkung habe ich jedoch:
    Natürlich sollte man keine ätherischen Öle oder Aromen auf Ölbasis in Flüssigkeiten verwenden, die man in Tank-Vapes verdampft, da sie häufig die Coils schrotten. „Dampft“ man jedoch mit einem RDA, sind solche Aromen auch in hoher Konzentration im Liquid kein Problem.
    Zumindest in meiner Vape (Mutation X V4) hatte ich noch nie Probleme damit.
    Deshalb noch eine kleine Empfehlung an alle Vaper die endlich gemerkt haben, dass es auch bessere Dinge als winzige Dampfwölkchen mit „Röstaromen“ aus nem kleinen Tank: Wenn ihr Liquid mit Minzgeschmack herstellen wollt, nehmt echtes Minzöl; das schmeckt um einiges besser als alle Aromen 😉

    • Alex Beitragsautor

      Danke für die Blumen.

      Es ist allerdings nicht Öl was Coils schrottet, das sind üblicherweise Aromenbestandteile, sehr gerne auch Farben. Fettes Öl schrottet etwas wesentlich Wichtigeres: Die Lunge.

      Also: Niemals Aromen mit fettem Öl verwenden (Pflanzenöl). Ätherische Öle sind per se kein Problem, allerdings sind gerade die im normalen Handel erhältlichen oft „ölnormalisiert“, also mit Pflanzenöl auf eine Soll-Stärke gemischt.

      Außerdem lösen sich ätherische Öle auch weder in PG noch in VG, die setzen sich dann wieder ab. Man muß also dauernd schütteln oder einen Lösungsvermittler benutzen.

      Ich würde doch schlicht ein vernünftiges Aroma vorschlagen statt solcher nicht ganz unriskanten Spielchen.

  • David

    Hi, bevorzuge ehr eine 80/20 VG Mischung ist das grundsätzlich verkehrt ohne PG? Habe gelesen das man dann nur etwas mehr Aroma rein tun sollte also 5-10% ist das richtig? Habe mir die Sachen bei riccardo bestellt und Latte mit 10% ist echt lecker.

    • Alex Beitragsautor

      Es ist völlig in Ordnung, eine Mischung ohne PG zu dampfen, und ja, die brauchen mehr Aroma. Ich nehme dann so das Anderthalbfache der „normalen“ Dosis an Aroma für einen ersten Versuch, manchmal reicht das, manchmal muß noch etwas mehr rein.

  • Ulrich Märker

    Ich arbeite beruflich mit chemischen Flüssigkeiten zur Erzeugung von Windkraftanlagen und weiß daher, dass diese IMMER auf gleiche Weise und höchst genau zu dosieren sind. Unsere Dampfwaren sind nun nur bedingt mit Chemikalien gleichzusetzen. Dennoch sollte man zum einen überlegen, dass jeder Fehler, den wir beim Selbstmischen begehen auch gesundheitliche Konsequenzen haben kann und letztlich der Geschmack des Endprodukts von Genauigkeit abhängig ist. Deshalb rate ich ungeübten Selbstmischern davon ab, hierfür Pipetten, Spritzen oder sonstiges Laborbesteck zu verwenden. „Tröpfchen zählen “ ist in meinen Augen das Dümmste, dass ich bis heute gelesen habe!
    Meine Empfehlung für alle Selbstmischer ist:
    – Kauft Euch eine elektronische Goldwaage ( Messbereich: 0,01 gr. – 1000 gr. – Kosten ab ca. 15 Euro – open End )

    – Legt Euch eine feste Mischtabelle an. Das heißt: Alle verwendeten Aromen und deren Dosierung aufschreiben. Legt diese Liste zu Euren Aromen. So habt Ihr diese immer zur Hand.

    – Seid beim Abwiegen sehr genau, insbesondere bei den Aromen. Dann habt Ihr gleichbleibende gute Ergebnisse und es gibt keine böse Überraschung.

    – Basisliquid immer fertig gemischt kaufen. ( z.B. 1 Liter 55/35/10 mit 5mg/ml Nikotin 18,oo €, 1 Liter 55/35/10 mit 10 mg/ml Nikotin 26,oo €……………) Viel günstiger werdet Ihr beim selbstmischen nicht.

    – Basisliquid ohne Wasseranteil wird viel zähflüssiger und lässt sich schwerer aus Dosierfläschchen drücken.

    – Wenn Ihr Plastikflaschen zur Herstellung von ab 100 ml nutzt, benutzt Braunflaschen und lagert diese nach dem Befüllen idealerweise im Kühlschrank. ( Lichtreduktion und gleich temperiert )

    Wenn Ihr diese kleinen Tips beherzigt, habt Ihr es leichter, immer den richtigen Geschmack und wahrt Eure Gesundheit.

    Viele Grüße von einem Dampferfreund

  • Matze

    Hallo,

    ich möchte mal auf das Mischen von 2 Aromen zu sprechen kommen.
    Bei mir gibt es jetzt folgendes Beispiel:

    Ich habe ein Vanille-Aroma und ein Erdbeer-Aroma. Beide zusammen sollen in einem Verhältnis von 2:1 stehen. Mischen möchte ich mir ein 10ml Fläschchen.
    Vanille hat einen Aromen-Anteil von 8%.
    Erdbeere hat einen Aromen-Anteil von 6%.

    Nun habe ich folgende Rechnung:
    8% plus 6% gleich 14%, 14% durch 2 gleich 7%. 7% sind dann also 0,7ml.
    Um nun ein Verhältnis von 2:1 (Vanille zu Erdbeere) zu bekommen habe ich die 0,7ml durch 3 geteilt und komme auf 0,23ml.
    Das würde bedeuten ich brauche 0,46ml Vanille-Aroma und 2,3ml Erdbeer-Aroma.

    Ist die Rechnung korrekt oder habe ich mich komplett verzettelt?
    Ich gehe lieber erstmal diesen Weg, bevor ich mir das zurecht pansche.

    Gruß

    • Ulrich Märker

      STOOOOOOOOOOOOOOOOOP! Das ist die fast 3,5 fache Dosierung!!!!!!!!!!!!!

      10ml x 8%:100= 0,8 ml : 3 x 2= 0,53ml Vanillearoma
      10ml x 6%:100= 0,6 ml : 3 x 1= 0,2 ml Erdbeeraroma
      ——————————————————————–
      Gesamt 0,73 ml Mischaroma

      Das heißt also konkret, du nimmst 10 ml Basisliquid, 0,53ml Vanillearoma und 0,2 Erdbeeraroma

      • Matze

        Vielen Dank für die Antwort.

        Ich habe auch grade gesehen, dass sich bei mir der Fehlerteufel eingeschlichen hat.
        Natürlich meinte ich 0,23ml Erdbeer-Aroma und nicht 2,3ml! Da habe ich beim tippen nicht aufgepasst.

        Korrekter Weise müsste ich aber dann nur 9,27ml Basisliquid nehmen oder? Auch wenn das jetzt kleinkariert ist, gilt aber nur zum Verständnis für mich.

        • Ulrich Märker

          Hallo Matze,

          nein, ganz im Gegenteil. Das ist einfache Prozentrechnung. Nimmst Du weniger Basis, dann musst du das Aroma auch runter rechnen. Es empfiehlt sich daher in jedem Fall lieber mit geraden Werten zu rechnen, weil ansonsten das Abmessen zur echten Kunst wird. Und ganz ehrlich, die geringe Übermenge passt mit ins Fläschchen und bekommst Du locker mit aufgedampft.
          Viele Grüße von der Nordsee

  • Konschde

    Hi!
    Die Anleitung ist top, eines stört mich jedoch wirklich sehr. Der Tipp Liquids mit Ethanol (EtOH oder Wodka) zu verdünnen und anschließend zu dampfen ist absolut Fehl am Platz! Ethanoldämpfe einzuatmen ist äußerst gesundheitsschädlich und führt außerdem zur Aufnahme von EtOH in der Lunge, was wiederum dazu führt, dass man auf gut Deutsch besoffen wird.

    Bitte rausnehmen!

    • Konschde

      zudem enthalten Wodka und andere Destillate einen geringen Anteil an Methanol MeOH. Einfach eine Verbildlichung am Rande: Im Labor wird bei der Arbeit mit Methanol mindestens eine doppelter Lage Handschuhe benutzt.

  • Markus

    Hi,
    bin grad auf diesen Artikel gestoßen wie ich gesucht habe wie Liquids gemischt werden.

    Wenn ich es richtig verstehe wird für die VG das reine Glycerin genommen, dann hab ich noch gelesen das Destilliertes Wasser genommen wird. Geht auch Wasser aus einer Osmose Anlage? :)
    Aufjedenfall echt toll solche Liquids selber zu machen. Kommt eindeutig billiger. :)