Liquid selbstgemacht 2105


Ich brauche mal eben eure Meinung zur Überarbeitung der Liquidartikel.
Jeder Kommentar ist willkommen! Dankeschön :)

 

Teil 1 der Artikelserie über das Selbermischen von Liquids


Was nützt einem die schönste Hardware, wenn man nichts hat, was drin dampft? Eben. Gar nichts. Also muß das Depot gefüllt werden, und zwar mit Liquid. Nun stellt der geschmacklich eigenwillige Dampfer schnell fest, daß es zwar gefühlte 100.000 Geschmacksrichtungen gibt – nur sein Lieblingsgeschmack, der ist nicht dabei. Oder nur zu völligen Mondpreisen erhältlich. Oder im Moment gerade nicht. Oder zu schwach. Oder …
Was tun? Genau, selber mischen.

Außerdem ist es preislich äußerst interessant.

Allerdings, gleich ein Hinweis: Es empfiehlt sich sehr, zunächst einmal den richtigen Umgang mit dem Dampfer an sich zu lernen. Es bringt wenig, Geschmäcker zu probieren, wenn man etwa den Dampfer noch häufig zu heiß dampft, was den Geschmack verändert. (Nicht zum Guten.) Und vor allem sollte man seinen Geschmacksnerven zunächst die Gelegenheit geben, sich vom jahrelangen zugeteert werden zu erholen, ehe man sich an das Austesten, wie ein Aroma dosiert werden sollte, begibt. So in etwa sechs Wochen sollte man sich dafür mindestens geben.

Eine Warnung oder zwei voraus

Grundsätzlich: Wer nicht in der Lage ist, mit hochkonzentrierten Stoffen zu arbeiten, die man wirklich pur nicht genießen sollte, oder wer nicht glaubt, daß er auch mal 0,1ml oder ähnliche Größenordnungen abmessen kann oder will, soll es lassen.

Haftung: Jegliche Selbermischen von Liquids passiert vollständig auf eigene Gefahr. Ich übernehme keinerlei Haftung für irgendwelche Folgen, Fehler, Unfälle oder die irrtümliche Benutzung irgendwelcher Zutaten.

Erste Warnung: Wer nicht Apotheker ist mit Zugang zu einem Gaschromatographen, hat keine Chance, herauszubekommen, was er da wirklich in das Fläschchen reinschüttet; die genauen Zusammensetzungen von Geschmäckern wie Liquids sind Geschäftsgeheimnisse. Und selbst wer das rausbekommt, muß dann erstmal nachschauen, was jeder Stoff im Körper eventuell anrichten könnte. Wobei es natürlich auch noch das Risiko individueller Unverträglichkeiten gibt.
Andererseits, wir haben alle jahre- und jahrzehntelang völlig unbekannte Stoffe inhaliert, und das verbrannt, nicht verdampft. Und was an Aromen in fertig gekauften Liquids drinne ist, weiß man normalerweise auch nicht mal ansatzweise. Insofern wäge jeder das Risiko selber ab.

Zweite Warnung: Mehr noch als beim Nachfüllen von Depots existiert beim Mischen das Risiko, die Haut großflächig in Kontakt mit nikotinhaltigen Flüssigkeiten zu bringen. Sollte das passieren, sofort und umgehend abwaschen, unter fließend Wasser. Nikotin wird sehr gut durch die Haut aufgenommen.
Außerdem muß man, wenn man mit hochdosierem Liquid arbeitet (was meistens entschieden billiger ist) aufpassen, daß im fertigen Liquid auch nur die Nikotinmenge drinne ist, die man haben wollte. Ein Low-Dampfer etwa, der aus Versehen das Verdünnen von TW-Platinium (schlappe 54mg/ml) vergisst, könnte eine böse Überraschung erleben.
Also, aufpassen! Nikotin ist bekanntlich kein Aspirin.
Wobei nicht nur Nikotin in Überdosen gefährlich werden kann, auch Aromastoffe können recht unangenehme Folgen haben, wenn man es übertreibt. So mußten z.B. einige Schüler aus Augsburg ins Krankenhaus, weil sie die glorreiche Idee hatten, hochkonzentrierte Chilli-Würzsoße aus der Flasche zu trinken.
Vorsicht ist insbesondere angebracht, wenn man die Aromen aus Quellen kauft, die normalerweise nicht an Endkunden verkaufen. Dort gibt es sehr hoch dosierte Aromen, die nicht im Prozent-, sondern im Promillebereich zugesetzt werden. Deswegen, sehr aufmerksam lesen, welche Dosierungen vom Hersteller empfohlen werden, und sich auf jeden Fall daran halten!

Aromen müssen ebenso wie das N-Liquid und jedes andere Liquid kinder- und haustiersicher gelagert werden und sollten niemals pur gegessen, getrunken oder gedampft werden!

Was benötigt man zum Mischen?

Liquid

Meistens wird man neutrales Liquid haben wollen, aber auch das eine oder andere mit Geschmack kann durchaus einmal Grundlage für Mischereien sein. Wenn man statt Schoko etwa Schoko-Zimt haben möchte. Oder Schoko-Zimt-Kirsch. Oder wenn man ein zu starkes Liquid verdünnen muß, aber doch noch gerne etwas Geschmack drinne hätte. Oder zu schwaches Liquid etwas stärker machen möchte. Oder den Geschmack eines völligen Fehlkaufs verändern möchte.

Liquids gibt es in verschiedenen Nikotinstärken, üblicherweise erhältlich ist es bis 36mg. TW hat auch ein 54mg-Liquid, aber das ist pro mg Nikotin dennoch recht teuer. Selbst wenn man hinterher Low haben möchte, lohnt sich finanziell meist die Anschaffung des höchstdosierten Liquids, denn oft kosten geschmacksneutrale Liquids (und alle anderen auch) das gleiche, egal, welchen Nikotingehalt sie haben. Und selbst wo sich die Preise nach Nikotingehalt unterscheiden, ist der Preis für einen höheren Nikotingehalt etwas niedriger pro mg Nikotin. Man verschneidet es ja ohnehin, und PG/VG sind immer wesentlich billiger als Nikotinhaltiges.
Wir werden dieses Ausgangs-Liquid im folgenden Text N-Liquid nennen. (N wie Neutral, N wie Nikotin.)

Andererseits ist es vor Allem am Anfang natürlich einfacher, sich nicht mit dem Mischen der richtigen Nikotinstärke und der richtigen Aromadosierung auseinandersetzen zu müssen. Wer also noch nie etwas ähnliches gemacht hat, sollte für die ersten Versuche in Betracht ziehen, ein N-Liquid in passender Stärke zu kaufen und nur Aromen hinzuzufügen.

Für völlig indiskutabel, weil viel zu gefährlich, halte ich Versuche, aus Tabak selbst Nikotin zu destillieren, wie man sie gelegentlich im Netz findet. Es dürfte nicht nur etwas schwierig werden, nur das rauszuholen, was man haben möchte, auch die Bestimmung des Nikotingehaltes im Ergebnis ist nicht gerade trivial. Wer das tut, dürfte auch Schnaps brennen in selbst zusammengehämmertem Gerät für eine gute Idee halten.

Nikotinfreie Liquids

Es gibt natürlich auch die Möglichkeit, für Leute, die Nuller Liquid dampfen, all das, was unten steht, gänzlich ohne nikotinhaltes Liquid herzustellen. Was dann richtig Geld spart.

PG und VG

(Anmerkung: Es gibt auch PEG, Polyethylenglycol, aber damit habe ich noch keinerlei Bekanntschaft gemacht. Es soll interessant sein für Menschen, die weder PG noch VG vertragen.)

PG ist Propylenglycol, VG ist Glycerin. Wobei das V für „vegetable“ steht, denn man kann Glycerin, schlicht gesagt, aus Pflanzen gewinnen oder aus (Mineral-)Öl, und wenn das Glycerin nicht sehr sauber ist, merkt man (angeblich) den Unterschied, denn 100%ig sauber sind die wenigsten Stoffe erhältlich. In beiden Fällen empfiehlt sich wärmstens, auf „Arzneibuchquaität“ zu achten, DAB ist Deutsches Arzneibuch, Ph.Eur. das Europäische, USP das US-Äquivalent. VG/Glycerin gibt es entweder „wasserfrei“ oder mit etwa 15% Wasser; ersterens ist sehr dickflüssig, letzteres ist dünnflüssiger, das ist Geschmackssache. Man sollte nur wissen was man gerade verarbeitet.
Beide sollten in Apotheken erhältlich sein, es kann sich auch lohnen, nach Läden oder Online-Shops Ausschau zu halten, welche Spinnrad/Hobbythek-Sachen führen, oder generell Zubehör für Kosmetik zum Selbermachen. Ich selber habe 4,50 Euro pro 250ml bezahlt, das war ziemlich günstig für Arzneibuchqualität. In einer Apotheke wollten sie 31 Euro für 500ml, das ist aber wirklich von Apotheke zu Apotheke sehr verschieden.

Die meisten Liquids bestehen zumindest zu einem großen Teil aus PG, oft ist (angeblich) auch die gesamte Basis PG (und der Rest Nikotin und Geschmacksstoffe). PG ist ein Stoff, der auch in verdampfter Form am Menschen hinreichend getestet ist. Es gibt drei Gründe, dennoch zumindest teilweise VG zu verwenden:

  • Erstens gibt es Unverträglichkeit gegen PG, insbesondere die Dauerbedampfung des Rachenraumes löst diese bei einigen Menschen wohl aus. Aber Achtung: Am Anfang scheint es öfters vorzukommen, daß simple Nebenwirkungen des Rauchstops dem daran völlig unschuldigen PG, seltener auch dem VG, zugeschrieben werden.
  • Zweitens sind Liquids auf PG-Basis oft etwas dünnflüssig, was man durch das wesentlich dickflüssigere VG hervorragend ausgleichen kann. Umgekehrt ist übrigens reines VG sehr dickflüssig, wer also sehr viel oder ausschließlich VG nutzt, muß dies meist irgendwie verdünnen. Sowohl reines Wasser (destilliert oder abgekocht) als auch geschmacksneutraler Alkohol (Wodka etwa) eignen sich.
  • Und der dritte Grund, VG zu verwenden, ist Dampf. VG produziert mehr Dampf als PG, so daß man, wenn man viel Dampf mag, mehr VG nehmen sollte, und umgekehrt, wer gerne unauffällig dampft, eher mehr PG nehmen sollte.

Aromen

Jetzt wird es wirklich interessant, darum machen wir den ganzen Aufwand ja.

Eines vorneweg: Verdampfer vertragen keine Öle und Fette, keinen Zucker, und keine Farbstoffe. Was immer man also nimmt, sollte davon nichts enthalten. Das schließt ätherische Öle ein. (Zumal dies auch keine Sachen sind, die man in erhitzter Form einatmen möchte, so es sich irgendwie vermeiden lässt.) Das schließt auch selbst hergestellte Auszüge aus Gewürzen aus; auch etwa Gewürze, die man in PG einlegt und dann wieder entfernt, haben im PG mit ziemlicher Sicherheit ätherische Öle hinterlassen.

Was es gibt, und was einigermaßen sicher scheint, sind Lebensmittel-Aromastoffe. Jedenfalls die, die weder Öle noch Zucker noch Farbstoffe enthalten. Denn diese mögen zwar nicht auf Verdampfen getestet worden sein, aber immerhin sind sie schonmal sicher zu essen, und auch auf ihr Verhalten bei Hitze (kochen, backen) getestet.

Anmerkung: In Teil zwei, Liquid selbstgemacht findet sich unten eine Liste mit Bezugsquellen.

LorAnn waren die ersten Aromastoffe, welche von den Dampfern „entdeckt“ wurden. Allerdings gibt es von denen so einige, welche oben genannte Stoffe enthalten, und so einfach sind sie in D auch nicht zu bekommen. (Es gibt Tabellen im Netz, wo man sehen kann, welche sich vermutlich fürs Dampfen eigenen und welche nicht.) Was LorAnn für mich die zweite Wahl sein läßt, ist daß man relativ viel davon braucht, nicht wenige Rezepturen verlangen nach Anteilen von 10% und mehr. Was das Ganze auch nicht ganz preiswert macht.

Flavourart ist ein italienischer Hersteller von Aromen, welche man in wesentlich kleineren Mengen zusetzt, etwa 1-5%. Außerdem verkauft Flavourart mittlerweile auch sehr preiswertes neutrales Liquid sowie diverse Tabak-Geschmäcker, sowie für diejenigen, die gerne etwas Ausgefallenes hätten, aber nicht selber panschen wollen, Liquids mit bis zu dreien ihrer Aromen.
Bei einigen Aromen gibt es sowohl eine wasser- als auch eine öl-lösliche Variante. Wir benötigen natürlich die wasserlösliche.
Und nicht empfehlenswert sind, laut Flavourart selbst, die Geschmacksrichtungen Milch und Sahne, da diese dazu gedacht sind, mit Fett und Eiweiß verarbeitet zu werden, und Brotkruste, welche dazu gedacht ist, gebacken zu werden, was bei uns beides nicht der Fall ist. (Es sind halt Lebensmittelaromen.)

Hochgelobt im ECF, und meine Bezugsquelle für Tobacco Absolut und Ethyl Maltol, ist Perfumer’s Apprentice in den USA. Im Gegensatz zu den meisten anderen US-Shops verschicken sie auch nach Deutschland, und das bei zivilen Portokosten.

Es gibt in D auch manche Lebensmittelaromen ohne Farbstoffe und Zucker zu kaufen. Diese müssen aber soweit ich gesehen habe alle eher hoch dosiert werden. Es dürfte daher eher nicht lohnen, die auszuprobieren, aber wer unbedingt will, wie bereits gesagt: Darauf achten, daß weder Öle noch Zucker noch Farbstoffe enthalten sind.

Natürlich gibt es auch weitere Quellen für derartige Aromen. Im EFC findet man beispielsweise diese Liste.

Und noch eine Warnung: Auf sehr vielen Aromen liest man, daß sie PG enthalten. PG ist ein wunderbarer Trägerstoff für Aromen. Das hat schon Leute auf die Idee gebracht, daß man dann ja mal die Aromen pur dampfen könnte. Ganz, ganz, ganz schlechte Idee! Die Aromen enthalten auch oft Wasser, aber ihr würdet sie ja deswegen auch nicht trinken!  Man nimmt dann eine zwanzig- (bei 5%) bis tausendfache (bei 1 Promille) Dosis vom Aroma zu sich, und das ist bekanntlich niemals eine gute Idee. (In diesen Größenordnungen sind auch Wasser und Salz giftig, von Medikamenten etwa gar nicht zu reden!)

Außerdem

  • eventuell Wasser, destilliertes Wasser oder abgekocht
  • eventuell Wodka (Ich werde ab hier der Einfachheit halber auf die Erwähnung von Wodka verzichten. M.W. läßt sich auf Wunsch das Wasser immer durch diesen ersetzen, probiert es aus, wenn ihr wollt.)
  • Leere Flaschen für das fertige Liquid (und eventuelle Zwischenprodukte). Gibt es bei vielen Händlern, oder in Apotheken, oder Spinnrad/Hobbythek/Selbstmach-Kosmetik-Läden.
    Heavengifts (Wayne) ist bei diesen äußerst günstig, da kann sich eine Bestellung in China auch für diejenigen lohnen, die da sonst eher weniger Interesse dran haben.
  • Spritzen und/oder Pipetten zum Abmessen, es empfiehlt sich dabei mindestens eine 5ml-Spritze, und eine 1ml-Spritze mit 100er Einteilung (U100) oder Messpipetten. Quellen dafür: eBay, Apotheken, Praxisbedarf-Shops, eventuell einzelne beim Arzt.
    Achtung! Die Skala auf den Spritzen reibt sich oft ab, was natürlich schlecht ist. Gleich Tesafilm drüber kleben, dann passiert das nicht. Denn eigentlich sind die ja zum Einmal-Gebrauch gedacht.

Definitiv nicht: Farben

In letzter Zeit liest man gelegentlich von Leuten, die sich ihre Liquids einfärben. Als ich das das erste Mal gelesen habe, habe ich es für einen schlechten Scherz gehalten. Es war keiner.

Sieht natürlich unzweifelhaft cool aus, wenn man in durchsichtigen Verdampfern etwa giftgrünes Waldmeister-Liquid dampft, statt einfach durchsichtiges. Ist aber keine gute Idee. Erstens ist es nicht wirklich nötig, und so gelegentlich sollte man sich daran erinnern, daß wir das Zeugs in die Lunge ziehen. Und zweitens sind viele Lebensmittelfarben nicht unbedingt unumstritten, mehr als z.B. Aromen.

Auch daß nicht alle Aromen farblos sind, oder daß viele Liquids nachdunkeln, ist da kein Gegenargument: Manche Aromenbestandteile sind von Hause aus nicht durchsichtig, und manche dunkeln nach oder verändern sich mit der Zeit. Das sind aber dennoch keine Farbstoffe, die nur wegen der Farbe enthalten sind. Insbesondere in den professionellen Aromen dürften Farbstoffe extrem selten sein; das eine oder andere Backaroma hingegen kann sie enthalten.

Einfach sein lassen dürfte die einzig sinnvolle Empfehlung sein. Wer unbedingt Waldmeister in Grün dampfen will, soll sich seinen Clearo halt anmalen. Von außen.

Die Kosten

Die Kosten halte sich in erfreulich überschaubaren Grenzen, jedenfalls wenn man betrachtet, was das fertige Liquid kostet. Aber auch die Einstiegskosten werden die meisten Dampfer nicht unbedingt schockieren.

Einstiegskosten

Beispiel Flavourart (Stand 11.03.2010):

  • 100 ml N-Liquid mit 36mg Nikotin kosten 28.20 Euro
  • Tabak-Aromen und Vape Wizard kosten in der kleinsten Größe, 20ml, je 9 Euro
  • Die meisten Aromen kosten in der kleinsten Größe, 20 Gramm, 5,40 Euro (Ein Gramm entspricht laut Flavourart hinreichend genau einem Mililiter.)
  • PG und VG habe ich, wie gesagt, anderswo gekauft, da erstens preiswerter und zweitens portofreundlicher, für einen Literpreis von jeweils 18 Euro. (Mittlerweile gibt es diesen eBay-Shop nicht mehr, eine neue Quelle findet sich bei den Bezugsquellen am Ende des zweiten Teils.)

Bestellt man also für den Anfang beispielsweise 100ml N-Liquid in 36er Stärke, jeweils 250ml PG und VG, und zwei Tabak- und fünf andere Aromen sowie den Vape Wizard in jeweils der kleinsten Größe, sowie (ebenfalls bei Flavourart, die gibt es anderswo aber billiger) 10 Plastikpipetten und 10 Fläschchen, ergeben sich:

  • N-Liquid 28,20€ (ergibt 150ml 24er-Liquid, oder 600ml 6er-Liquid)
  • Tabakaromen 18€ (genug für 4 Liter bei 1%)
  • andere Aromen 24€ (genug für 10 Liter bei 1%, 2,4 Liter bei 4%)
  • Vape Wizard 9€ (genug für 2 Liter bei 1%)
  • 10 Pipetten 3,60€
  • 10 Fläschchen 6€
  • PG und VG 9€ (genug für 500ml None oder 1,5 Liter 24er Liquid)
  • Zusammen 97,80€

Kosten für fertiges Liquid

Nur mit den oben genannten Kosten aus dem Beispiel gerechnet (die Aromen werden in größeren Mengen noch preiswerter), ergeben sich für jeweils 10ml fertiges Liquid Preise von:

  • None:              0,21-0,28 €
  • 6mg, Low:        0,63-0,70 €
  • 12mg, Medium: 1,08-1,15 €
  • 18mg, High:      1,53-1,60 €
  • 24mg, x-High:   1,95-2,02 €

Gerechnet jeweils mit einmal Tabak-Aroma und Vape-Wizard, je 1%, sowie normalen Aromen in der Konzentration 1, 2 oder 4%. Für einen Überblick reicht dies, zumal der deutlich teuerste Teil des fertigen Liquids das N-Liquid ist.

Nicht schlecht, wenn man so bedenkt, daß es völlig problemlos möglich ist, für 10ml Liquid 10 Euro auf den Tisch zu legen, und 5 Euro als durchaus guter Preis gelten. Nahe kommen diesen Preisen nur Liquids aus China oder den Niederlanden, und auch das nur bei hohem Nikotingehalt und in größeren Bestellmengen.

Übrigens: Würde man aus dem Einkauf im Beispiel nur 150ml 24er-Liquid herstellen, und alles andere hinterher wegwerfen, ergäbe sich ein Preis von 6,52 Euro pro 10ml, bei 200ml 18er wären es 4,89 pro 10ml, bei 600ml 6er 1,63 Euro pro 10ml. Allerdings reichen die Aromen, wie man sieht, doch für ein klein wenig mehr als das – 14 Liter bei  1%, 3,5 Liter bei 4%.

Mix und Match

Nachdem wir alles zusammen haben, was wir brauchen, gehts an Mischen selber. Nur leider, wie das so ist: Vor das Mixen hat der Gott der Panscher das Rechnen gesetzt.

Tip für Anfänger: Erstmal Basisliquid in der Stärke kaufen, die man hinterher dampfen möchte, und nur noch Aromen zugeben. Erspart erstmal, rauszubekommen, wie man das Basisliquid hinbekommt.

Ihhh, Rechnen!

Ja, leider. Wobei, die beste Nachricht zuerst: Es gibt im Netz diverse Hilfsmittel, die einem das Rechnen abnehmen können. Im Liquid-Kochbuch sind einige verlinkt.

Es schadet aber trotzdem nix, zu wissen, was da gerechnet wird.

Zunächst mal muß man das Nikotin berechnen, bzw. den Anteil von N-Liquid (also das vorher gekaufte ohne Geschmack), den man hinterher in fertigen Liquid haben möchte. Beispiel:

  • Hat man 36er N-Liquid und möchte als Ergebnis 18er Liquid, muß die Hälfte dessen, was man mischt, aus N-Liquid bestehen. (36:18 = 2:1 = 50%)
  • Hat man 24er N-Liquid und möchte 18er Liquid, müssen 3/4 des fertigen Liquids N-Liquid sein. ( 24:18 = 4:3 = 75%)
  • Hat man 36er N-Liquid und möchte 6er Liquid, ist der Anteil 1/6 oder 16%.

Dann muß man die Aromen bemessen. Dabei ist es tückischerweise so, daß noch lange nicht alle Aromen gleich dosiert werden. Flavourart-Aromen sollte man je nachdem 1-5% rechnen, und noch ist die Liste der empfehlenswerten Dosierungen (ganz unten) wesentlich kürzer als die Liste der erhältlichen Geschmäcker. Wobei „empfehlenswert“ genau das ist – eine Empfehlung. Weniger oder mehr ist eine sehr individuelle Sache, aber so hat man immerhin schonmal weder so viel, daß es unerträglich wird, noch so wenig, daß man nichts schmeckt. Bei allen anderen hilft nur Ausprobieren.

Werden Flavourart-Aromen pur verwendet (s.u.), braucht man sie immerhin nur, wenn man sehr genau ist und/oder es sich um die handelt, wo man mit 1-2% nicht hinkommt, in die Berechnung der Anteile der einzelnen Zutaten einzubeziehen. (Man darf aber trotzdem.) Anders sieht das mit Aromen aus, die so im Bereich von 10% und darüber verwendet werden. Die können gegebenenfalls schon den Nikotingehalt verwässern, und/oder die Konsistenz des Resultats verändern, sollten also einberechnet werden. Bei Flavourart scheinen 4-5% die Obergrenze zu sein.

PG, VG und Wasser sind das, woraus dann der Rest des fertigen Liquids besteht. Wie oben schon gesagt, gibt es für jeden Bestandteil seine Gründe. So ist mein momentanes, größtenteils aus PG bestehendes N-Liquid etwas dünnflüssig, daher sehe ich zu, daß in der fertigen Mischung etwa 10% VG enthalten sind. Wer viel VG möchte, wird umgekehrt eventuell mit etwas Wasser verdünnen müssen. Zur Einschätzung, diese drei Zusammensetzungen gibt es als N-Liquid bei Flavourart zu kaufen:

  • Traditional: 50% PG + 40% VG + 10% Wasser
  • Velvet cloud: 80% VG + 20% Wasser
  • Ice blade: 90% PG + 10% Wasser

VG ist übrigens äußerst dickflüssig bei kühleren Temperaturen. Wer es im Kühlschrank aufbewahrt, sollte früh genug welches rausstellen und auf Zimmertemperatur aufwärmen lassen, sonst wird es etwas schwierig.

Jetzt aber: Panschen!

Damit sollte man jetzt wissen, was man hinterher in welchem Verhältnis in die Fläschchen reinschütten muß, um das gewünschte Ergebnis zu erhalten.

Wobei, um das an dieser Stelle anzumerken: In diversen Foren wird oft gar nicht mit ml gearbeitet, sondern mit Tropfen. Einfacher zu zählen ist das, aber die unterschiedlichen Flüsigkeiten haben doch ein sehr unterschiedliches Tropfverhalten, erst recht, wenn man auch noch aus unterschiedlichen Quellen tropft (also verschiedenen Pipetten, oder das eine aus der Pipette, das nächste aus der Tropfflasche, und noch eins aus einer Spritze). Insofern hantiere ich persönlich lieber mit ml, aber wer Tropfen bevorzugt, die kalkuliert oben gelinkte Seite gleich mit.

Beispiel 1:
Man hat 36er N-Liquid und Coffee Espresso, empfohlene Dosierung 2%, und man möchte 18er Liquid.
36:18 = 2:1, also 50% N-Liquid plus 2% Aroma ergibt 48% für den Rest, also PG und/oder VG und gegebenenfalls Wasser oder Wodka.
Das macht bei 5ml Liquid (eine gute Testgröße) einen Anteil von 2,5ml N-Liquid, 0,1ml Aroma, und 2,4ml PG/VG/Wasser.

Beispiel 2:
Man hat 36er N-Liquid, und Torrone, empfohlene Dosierung 4%, und möchte 24er Liquid.
36:24 = 3:2, also 66% N-Liquid, 4% Aroma, 30% PG/VG/Wasser.
Bei 5ml Liquid also 3,3ml N-Liquid, 0,2ml Aroma und 1,5ml PG/VG/Wasser.

Beispiel 3:
36er N-Liquid, Perique-Geschmack, empfohlene Dosierung 1%, Ziel: 6er-Liquid.
36:6 = 6:1, also 16% N-Liquid, 1% Aroma, 83% PG/VG/Wasser.
Bei 5ml Liquid also 0,8ml N-Liquid, 0,05ml Aroma und 4,15ml PG/VG/Wasser.

Die Zutaten werden schlicht in ein geeignetes Fläschchen gekippt und gut gemischt, was man am einfachsten, insbesondere bei diesen kleinen Mengen, durch gründliches Schütteln erledigen kann.

Mehr Tips zum ganz praktischen Teil gibt es auch im Artikel Panschen Praktisch.

Tücken der Technik

Wie man an den Beispielen sieht, gibt es schnell ein technisches Problem. Das Problem, mit solch kleinen Mengen arbeiten zu müssen. Es geht aber. Wobei man immer bedenken sollte: Es stört wirklich keinen (außer euch eventuell, wenn ihr sehr präzise seid), ob ihr nun irgendwo 3,3ml irgendwas nehmt und ein Liquid habt, was genau 24mg hat, oder ob ihr 3,5 erwischt, und das Liquid hat dann 25mg. Nur bei den Aromen heißt es möglichst genau sein.
Man sollte sich, insbesondere an Anfang, einfach Zeit dafür nehmen. Und brauchbare Werkzeuge haben. Zum Glück (und ausnahmsweise mal) sind diese für das Liquid-Panschen sehr preiswert zu haben.

Spritzen oder Messpipetten

Spritzen bekommt man in vielen Apotheken (aber nicht allen, das wäre ja Service) einzeln zu kaufen, meist für etwa 20-50 cent pro Stück. Hat man da kein Glück, verkaufen auch einige Dampfer-Händler solche. Und eBay geht immer, allerdings muß man dort öfters damit rechnen, einen Hunderter-Pack kaufen zu müssen. Der allerdings beim besten Willen nicht teuer ist. Oder man fragt seinen Arzt.
Man kommt mit einigen 5ml-Spritzen und einigen 1ml-Spritzen hin, zur Not auch mit einer von jedem. Die Einteilungen an meiner 5ml-Spritze ist auf 0,2ml genau, die auf meiner 1ml-Spritze auf 0,01ml. Das reicht. (Auf einer 2ml-Spritze, die ich noch hier habe, ist die Einteilung auf 0,1ml genau.)

Nadeln braucht man nicht unbedingt. Obwohl sie praktisch sind, um die Zutaten aus den Gefäßen zu holen, geht es auch ohne. Wenn man welche kauft, gelbe Nadeln nehmen, das ist die größte gängige Größe, mit 0,9mm Durchmesser. Es gibt auch hellrosa Nadeln, die sind dicker, sie sind aber auch schwerer zu bekommen, und teurer, weil es schon eine Sondergröße ist. Gleiche Quellen wie Spritzen.
Vorsicht mit den Spitzen – die sind dazu gemacht, die Haut zu durchstechen. Es gibt zwar auch abgeschnittene Nadeln, aber die sind ebenfalls teurer und schwieriger zu bekommen. Man sollte es aber als normal geschickter Mensch auch schaffen, mit spitzen Nadeln zu hantieren, ohne sich zu stechen oder gar, sich versehentlich Nikotin zu injizieren.
Zur Not reicht eine gute Nagelfeile, um eine Nadel hinreichend stumpf zu bekommen.

Gläserne Messpipetten sind auf eBay zu erhalten, eventuell auch in Apotheken, und auch nicht sehr teuer. Diese gibt es in diversen Größen, die kleinste Einteilung ist wohl 0,01ml. Einerseits sind sie äußerst präzise, andererseits jedeoch nicht ganz einfach zu handhaben. Eine Pipettierhilfe, meistens wohl ein Peleusball, sollte man schon verwenden. Und mal ein bisschen mit Wasser üben.
Nicht erschrecken übrigens: Selbst Messpipetten für sehr kleine Mengen sind ausgesprochen lang.

Diese sehr billigen Plastik-Messpipetten sind manchmal praktisch, jedoch für sehr kleine Mengen, wie wir sie für Aromen beim Testen brauchen, nicht geeignet. Damit kann man bestenfalls 0,5ml einigermaßen genau abmessen, das ist für Aromen oft schon viel zuviel.

Vormischen

Was auch hilfreich sein kann, ist „Vormischen“. Ich erkläre es mal an einem Beispiel: Von Torrone braucht man etwa 4%. Das sind bei 5ml Liquid 0,2ml Torrone-Aroma. Blöde zu dosieren. Praktischer wäre es, wäre das Aroma nicht so konzentriert. Das kann man haben, man mischt einfach eine PG/VG-Aromen-Mischung an, die einfacher zu dosieren ist. Das kann man auf Grundlage zweier Berechnungen machen:

Die zunächst einfachere ist eine schlichte Mischung 1:10 von Aroma zu PG/VG/Wasser: Ein Teil Aroma und 9 Teile PG/VG/Wasser, und schon muß man nicht mehr 0,2ml Aroma hinzufügen, sondern kann bequeme 2ml abmessen von dieser Mischung, also immer 10x soviel, wie das Rezept an Aroma verlangt. Das ist sehr praktisch. Die 1,8ml PG/VG/Wasser muß man natürlich wieder vom PG/VG/Wasser-Anteil des Rezeptes abziehen.
Es hat allerdings einen möglichen Nachteil: Bei Beispiel 2 oben gehören nur 1,7ml Aroma+PG/VG überhaupt noch zum N-Liquid dazu. Fügt man 2ml Aroma+PG/VG hinzu, kommt man nicht mehr ganz auf 24mg Nikotingehalt im Endprodukt, sondern nur noch auf 22,6mg/ml. Das wäre ja noch nicht weiter tragisch, jedoch muß man dann auch einbeziehen beim Ansetzen der Aromen-Verdünnung, wie man den PG/VG/Wasser-Anteil zusammensetzen möchte. Wer etwa halb PG und halb VG haben möchte, muß schon diese Verdünnung so ansetzen.

Zunächst etwas komplizierter wird es, wenn man also die Verdünnung dem hinterher notwendigen Gehalt an Aroma anpasst. In unserem Beispiel benötigen wir 4% Aroma. Wir stellen dann eine Mischung her, die 40% Aroma enthält, also 4ml Aroma und 6ml PG/VG/Wasser. Von dieser Mischung benötigt man dann immer 10% im Endprodukt. Bei 5ml braucht man immer 0,5ml im Endprodukt. Auch hier muß man natürlich den PG/VG/Wasser-Anteil dieser Mischung vom PG/VG/Wasser-Anteil des Rezeptes abziehen, in dem Falle 0,3ml.
Einziger Nachteil: Man muß schon wissen, in welchen Anteilen man das Aroma am besten hinzufügt. Wenn man das weiß, ist es einfacher zu benutzen.

Wer sehr niedrige dosierte Liquids mischen möchte, könnte unter Umständen auch mit einer N-Liquid-Vormischung gut bedient sein. Beispiel 3 etwa, wo man 0,8ml N-Liquid benötigt, und in entsprechendem Anteil ja auch bei allen anderen Liquids entsprechender Zielstärke benötigen wird. Hat man also etwa 36er N-Liquid, und macht öfters 6er-Liquid, könnte es sich lohnen, als Zwischenschritt 12er-Liquid herzustellen, also 1:2 N-Liquid und PG/VG/Wasser, von dem man dann auch 3x soviel nehmen kann/muß, und in diesem Falle dann genau die Hälfte der Zielmenge.

Mixen für Fortgeschrittene

Anmerkung: Grade diesen Teil werde ich mit Sicherheit noch weiter ergänzen im Laufe der Zeit. Aber damit man schonmal eine Idee hat, ein paar Bemerkungen jetzt schon.

Aromen-Mix

Oben gesagtes bezieht sich zunächst auf einfache Aromen, obwohl man natürlich auch mit diesen Angaben schon mischen kann.
Wer beispielsweise Kaffee-Vanille mixen möchte, mixt sinnvollerweise zunächst einmal ein Kaffee-Liquid und ein Vanille-Liquid in gewünschter Stärke, und stellt aus diesen eine passende Mischung her. Was mit fertigen Liquids auch per Tropfen zählen geht, da die fertigen Liquids bei gleicher Grundrezeptur auch ein sehr ähnliches Tropfverhalten haben – vorausgesetzt natürlich, man tropft aus gleichen Behältnissen.
Hat man das passende Verhältnis von fertigem Liquid, kann man ausrechnen, wie man das nächste Mal gleich Kaffee-Vanille herstellen kann.

Beispiel:
Das fertige Kaffee-Vanille-Liquid soll einer Mischung von Kaffee- und Vanille-Liquid zu gleichen Teilen, also 1:1, entsprechen.
Das Kaffee-Liquid hat einen Aromen-Anteil von 2%.
Das Vanille-Liquid hat einen Aromen-Anteil von 4%.

Dementsprechend muß das fertige Liquid einen Aromen-Anteil von 3% Kaffee-Vanille-Aroma enthalten. (Denn 2% plus 4% = 6%, und 6% geteilt durch 2 = 3%.)
Dieses wiederum besteht aus einem Teil Kaffee- und zwei Teilen Vanille-Aroma. (Denn 2% verhält sich zu 4% wie 1 zu 2.)

Nikotinstärken-Mix

Ähnlich berechnet es sich, möchte man die Nikotinstärke eines Liquids verändern. Wer einfach mit PG/VG/Wasser verdünnt, oder mit N-Liquid „aufrüstet“, verändert nämlich den Geschmack, und das unter Umständen sehr. Würde man etwa 24er einfach nur verdünnen auf 6er, hätte man zwar, wie gewünscht, nur noch ein Viertel des Nikotins – leider aber auch nur noch ein Viertel der Aromen.

Angenommen, man hat leckeres 24er-Liquid gemischt, aber leider wird einem das zu stark, und man hätte doch gerne 12er-Liquid gleichen Geschmacks. In diesem Falle muß man nur die gleiche Menge None mit den gleichen Anteilen an Aromen dazu mischen, und fertig ist das 12er-Liquid.

Wer umgekehrt von 12mg auf 18mg Nikotingehalt „aufrüsten“ will, muß in gleicher Menge 24er-Liquid gleichen Aromas herstellen und dazumischen.

Zum Nachvollziehen:

  • Den Unterschied zwischen Ziel- und Ausgangs-Nikotingehalt berechnen
    Beispiel 1: 24 minus 12 gleich 12
    Beispiel 2: 18 minus 12 gleich 6
  • Beim Verringern diesen vom Zielgehalt abziehen
    Beispiel 1: 12 minus 12 gleich 0
  • Beim Erhöhen diesen Unterschied zum Zielgehalt hinzu addieren
    Beispiel 2: 18 plus 6 gleich 24
  • Die entsprechende Menge Verdünner- oder Verstärker-Liquid mischen und zum Ausgangsliquid hinzufügen
  • Fertig

Mix-Mix

Potentiell etwas kompliziert wird es, will man bereits vorhande Liquids (gekaufte z.B.) beimischen, und eventuell dabei sowohl den Geschmack als auch die Nikotinstärke ändern. Dies wird nicht einfacher dadurch, daß nur weil auf zwei Liquids/Aromen die gleiche Bezeichnung steht, diese deswegen keineswegs auch gleich schmecken müssen. Wer also sein gekauftes Kaffee-Liquid mit Nuller-Liquid mit Kaffee-Aroma verdünnen möchte, erhält deswegen keineswegs zwangsläufig ein gleichschmeckendes Liquid, welches nur weniger Nikotin enthält.

Es empfiehlt sich also auf jeden Fall, zunächst einmal mit kleinen Mengen zu experimentieren, ehe man einem Versuch gleich eine 30ml-Flasche gekauftes Liquid opfert.

Gleiches gilt, wenn man Aromen mischen möchte: Nur weil Kaffee- und Vanille-Aroma von Hersteller X im Verhältnis 1:1 eine gute Mischung ist, muß dies nicht der Fall sein, wenn man Liquids anderer Hersteller und/oder Aromen verwendet.

Dazu kommt gegebenenfalls noch die Veränderung des Nikotinanteils. Angenommen, man hat 36er Kaffee-Liquid, welches mit Vanille 1:1 gemischt immer sehr gut schmeckte; aber man hätte das Kaffee-Vanille jetzt gerne in 12er-Stärke. Das geht so nicht ohne Kaffeearoma, denn selbst wenn man das 36er Kaffee mit 0er Vanille im Verhältnis 1:1 mischt, kommt man nur auf 18mg herunter. Also muß man entweder Kaffee und Vanille im Verhältnis 1:2 mischen, dann kommt man auf 12er, hat aber einen anderen Geschmack. Oder man muß zunächst das Kaffee mit 0er Kaffee-Liquid auf 24mg/ml heruntermischen (Verhältnis 2:1), und dieses 24er-Liquid dann mit 0er-Vanille-Liquid auf 12er Kaffee-Vanille im Verhältnis 1:1 mischen.
Alternative 1: Aus dem 36er Kaffee ein 12er Kaffee machen (Verhältnis 1:2), und mit 12er Vanille mischen.
Alternative 2: Aus dem 36er Kaffee ein 18er Kaffee machen (Verhältnis 1:1), und mit 6er Vanille mischen.
Je nachdem, welche Größenordnung sich am leichtesten handhaben läßt.

Wobei dies nicht in zwei Arbeitsschritten passieren muß – es sind aber zwei Rechenschritte.

Angenommen, man möchte 10ml 36er Kaffee-Liquid in 12er Kaffee-Vanille verwandeln. Am einfachsten rechnet sich hier Alternative 2:

  • Rechnen:
    • 1. Schritt: 10ml 36er-Kaffee mit 10ml 0er-Kaffee ergibt 20ml 18er Kaffee
    • 2. Schritt: 20ml 18er-Kaffee mit 20ml 6er-Vanille ergibt 40ml 12er-Kaffee-Vanille
  • Rezeptur (bei 4% Aromenanteil):
    • 10ml 0er Kaffee
      • 0,2ml Kaffee-Aroma + 9,8ml PG/VG/Wasser
    • 20ml 6er Vanille
      • 0,8ml Vanille-Aroma + 3,3ml 36er N-Liquid + 15,9ml PG/VG/Wasser
  • Mischen
    Das geht natürlich auch in einem Schritt.

    • 10ml 36er Kaffee-Liquid
    • 3,3ml 36er N-Liquid
    • 0,2ml Kaffee-Aroma
    • 0,8ml Vanille-Aroma
    • 25,8ml PG/VG/Wasser

Weiter geht es im zweiten Teil mit etwas praktischeren Fragen.

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2.105 thoughts on “Liquid selbstgemacht

  • KrasotaCaula

    Привет! Комбинированная кожа. Это самый распространенный тип кожи. На лбу, носу и подбородке кожа жирная, а на щеках и вокруг глаз — сухая. Комбинированной коже требуется особый уход: места усиленного салоотделения следует обрабатывать средствами для жирной кожи, а сухие участки надо питать и увлажнять. Чтобы определить тип кожи, проведите простой тест. Через 3–4 часа после умывания промокните лицо бумажной салфеткой. Если на ней останется пятно, это значит, что кожа на этом участке жирная.

  • vojg

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    – Скажите, сколько километров до церкви?
    – Раньше было пять. Но в новом путеводителе написали, что семь. Теперь ходим лишних два километра.

  • Decordet

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