In Symptome richtig deuten beim Umstieg auf das Dampfen sind bereits die häufigsten Symptome, die man beim Umstieg auf das Dampfen feststellen kann, aufgeführt. Allerdings trifft man gelegentlich auch noch auf einige andere, die ich hier aufzählen möchte, ebenso möchte ich hier die Frage nach der möglichen Gewichtszunahme (Antwort: Eher nicht) erörtern:
Gewicht
Eine nicht gerade seltene Frage ist, ob man durch das Dampfen an Gewicht zulegt; insbesondere da ja bestens bekannt ist, daß Aufhören zu Rauchen sehr häufig zur Gewichtszunahmen führt. Wer stattdessen dampft, muß eher nicht mit einer Gewichtszunahmen rechnen.
Wer mit dem Rauchen aufhört, nimmt normalerweise aus einem von drei Gründen (oder zweien, oder allen dreien) zu:
- Nikotin unterdrückt den Appetit und/oder das Hungergefühl. (Es finden sich beide Angaben.) Wenn die Nikotinzufuhr aufhört, isst man deswegen mehr, und nimmt zu. Das passiert beim Dampfen nicht, da man ja sein Nikotin weiter bekommt.
- Wer mit dem Rauchen aufhört, hat plötzlich keine Beschäftigung für die Hände und den Mund mehr, an die man sich jahrzehntelang gewöhnt hatte. Ergo fangen viele Leute an, etwa Gummibärchen zu essen, oder ähnliches. Das passiert beim Dampfen auch nicht, man ist ja noch beschäftigt.
- Im Rauch von Zigaretten ist ein Stoff enthalten namens Thiocyanat, der anregend auf die Schilddrüse wirkt. (Dieser ist auch der Grund dafür, daß Zigaretten bei Schilddrüsenüberfunktion noch schlechter sind als ohnehin schon.) Quelle 1 und 2
Wenn die Schilddrüse mehr arbeitet, ist der Grundumsatz erhöht, und man verbraucht automatisch mehr Kalorien. Fällt das weg, normalisiert sich die Schilddrüsenfunktion wieder, und bei gleicher Kalorienzufuhr nimmt man zu. Allerdings hat dieses keinen besonders großes Effekt, und das Gewicht, was man davon zulegt, wenn überhaupt, verliert man meist auch wieder, wenn sich die Schilddrüse wieder einpendelt. (Andere Effekte der wegfallenden leichten Schilddrüsenüberfunktion werden durch andere Faktoren aufgehoben. So würde man eigentlich etwas weniger aktiv werden, wenn das wegfällt. Da aber auch die permanente Kohlenmonoxyd-Vergiftung aufhört oder weniger wird, was einem beträchtliche Energien zurückbringen kann, fällt das gar nicht ins Gewicht.)
Dazu beeinflussen andere Folgen des Dampfens oder Rauchstops unter Umständen das Gewicht. So hat man vom Rauchen oft einen sehr verbesserungsfähigen Geschmack im Mund, den viele Raucher gerne durch etwas zu Essen oder zu Trinken ausgleichen, und nicht immer durch kalorienfreie Sachen. Wer da gerne mal ein Gummibärchen oder ähnliches genascht hat, oder auch Pfefferminbonbons, braucht dies nicht mehr. Und dann schmeckt der Dampf auf Wunsch ja auch durchaus lecker: Wer seinen Appetit schon teilweise dadurch befriedigt, daß er etwa Sahne-Karamell dampft, isst eventuell weniger Sahne-Karamell-Bonbons.
Außerdem stellen fast alle Dampfer schon nach ein bis zwei Wochen fest, daß sie sich wieder besser bewegen können, und auch mal eine Treppe nehmen können, ohne oben nach Luft zu schnappen wie ein Fisch auf dem Trocknen, oder sich gar die Lunge aus dem Leib zu husten. Und wenn man das kann, tut man es vielleicht auch öfters und verbraucht so mehr Kalorien.
Dampfen ist zwar kein Diätprogramm, aber schlimmstenfalls hat man normalerweise nur eine sehr leichte Gewichtszunahme zu befürchten, und wesentlich häufiger ist eine leichte Gewichtsabnahme.
Halsschmerkzen, -kratzen und Austrocknen
So einige Beschwerden beim Dampfen werden dadurch verursacht, daß sowohl Propylenglycol (PG) als auch Glycerin (VG) (wie PEG übrigens auch) leicht austrocknen, sie sind hygroskopisch, ziehen also Wasser an. Am deutlichsten merkt man dies im Mundraum, der fühlt sich öfters trocken an; so wird am Anfang sehr oft von einem trocknen Hals, Kratzen im Hals usw. berichtet. Ganz einfach lassen sich diese Beschwerden lindern, indem man mehr trinkt. Etwa ein Glas Wasser mehr am Tag ist normalerweise völlig ausreichend.
Banale Halsschmerzen sind übrigens ein sehr häufiges Symptom des Rauchstops, die kommen gerne noch hinzu. Die gehen auch wieder vorbei, ganz von selber. Auch da hilft mehr trinken.
Der gerne empfohlene Wechsel auf VG-Liquids bringt nur scheinbar etwas: Bis man den Tip bekommen hat, die Liquids bestellt hat, und feststellt, daß die Halsschmerzen wirklich weniger werden, ist meist genau die Zeit vergangen, in der die Halsschmerzen auch ohne das weniger werden
Geschmacks-Stop
Es passiert fast jedem Dampfer zu Anfang, daß er plötzlich rein gar nichts mehr schmeckt, zumindest beim Dampfen. Das ist normal, das geht von selbst wieder vorbei. Es dauert meistens einige Stunden, selten mal 1-2 Tage. Die Häufigkeit dieses Geschmacks-Stops lässt mit der Zeit nach, nach etwa 6 Wochen ist es selten, nach etwa 3 Monaten so gut wie weg.
Dann kann man entweder Menthol dampfen, was man wenigstens noch spürt (denn Menthol wird nicht hauptsächlich über die Geschmacksnerven aufgenommen), oder die Gelegenheit nutzen, diese Liquidflasche mit dem Zeugs was man nicht mochte leerzubekommen.
Einige Dampfer berichten, daß ihnen ein Glas Milch, ein Stück Käse, oder etwas Ingwer helfen, die Zunge wieder freizubekommen.
Schluckauf, Sodbrennen, Magenbeschwerden
Dies sind normalerweise Anzeichen für verschlucktes Nikotin; dafür reicht auch sehr wenig. Bei Nikotinkaugummis ist dies ein bekanntes Phänomen. Man kann etwas Nikotin verschlucken, wenn man zu heftig zieht am Dampfer, und dabei etwas Kondenswasser, in dem meist ebenfalls etwas Liquid ist, in den Mund bekommt. Das kann so wenig sein, daß man es kaum schmeckt, aber bei empfindlichen Menschen ausreichen, um insbesondere Schluckauf, seltener Sodbrennen oder Magenbeschwerden, auszulösen.
Diese Beschwerden lassen sich leicht umgehen, indem man nicht kurz und heftig wie an einer Zigarette, sondern schön langsam am Dampfer zieht, was man ja ohnehin sollte. Es entsteht dann weniger Kondenswasser, und man saugt es auch nicht aus dem Depot in den Mund.
Banale Übelkeit jedoch, unter Umständen schlecht von Magenbeschwerden zu unterscheiden, kann ihre Ursache ebenso in einer Nikotinüberdosis haben, seltener im Entzug von anderen Stoffen aus Zigaretten.
Unverträglichkeiten
Grundsätzlich kann man Inhaltsstoffe von Liquids nicht vertragen; wobei echte Unverträglichkeiten von Propylenglycol und Glycerin sehr selten sind, aber es gibt sie. Wer damit allerdings ein ernsthaftes Problem hat, weiß dies manchmal auch schon vorher, beide Stoffe sind ja in ausgesprochen vielen täglich verwendeten und auch gegessenen Produkten enthalten. PG-Unverträglichkeit, die wie gesagt sehr selten ist, macht sich meistens an der Haut bemerkbar, diese wird trocken, schuppig und bekommt Risse, und juckt vor allen Dingen, laut Berichten in Foren. Es handelt sich nur selten um eine echte Allergie, sondern um eine Dermatitis. Das ist aber wie gesagt sehr selten. Zu einer Glycerin-Unverträglichkeit habe ich gar nichts gefunden, nehme aber an, daß sie möglich ist, da manche Leute berichten, daß sie sich zumindest wohler fühlen, wenn sie kein oder nur wenig VG dampfen.
Falls man ein Liquid nicht verträgt, ist ein wahrscheinlicherer Kandidat das Aroma, oder wahrscheinlicher, ein Bestandteil eines Aromas. Auch das ist nicht besonders häufig, insbesondere wenn es sich um Lebensmittelaromen handelt. Es empfiehlt sich schlicht, ein anderen Liquid auszuprobieren.
Wer ernsthafte Probleme hat, oder der Sache auf den Grund gehen möchte, kann dies recht einfach tun, indem er sich Liquid ohne Aroma besorgt, etwa bei Flavourart. Diese gibt es auch in jeweils einer reinen PG-Version, einer reinen VG-Version, und einer gemischten Version. So kann man sowohl austesten, ob man auf PG oder VG problematisch reagiert, als auch darauf, ob man ein Aroma eventuell nicht verträgt. Wer sich dann allerdings näher mit dem Thema Selbermischen von Liquids beschäftigen möchte, der lese bitte diese Artikel vorher gut durch.
Hautprobleme
Hautprobleme, insbesondere eine leichte und vorübergehende Akne, sind ebenfalls eine bekannte Folge des Zigarettenstops. Das ist insofern überraschend, weil doch immer gesagt wird, daß sich das Weglassen von Zigaretten positiv auf die Haut auswirkt. Tut es auch, sie wird besser durchblutet, weniger Falten, usw. Leider hört man das mit der Akne weniger, und diese hängt auch definitiv nicht mit dem Nikotin zusammen, das ja sowohl Dampfer als auch jene, die eine Nikotinersatztherapie machen, noch bekommen. Andererseits, sie geht vorbei, und ich hätte jetzt noch nicht gehört, daß diese sich zu einem wirklich ernsthaften Problem ausgeweitet hätte. Sie läßt sich, diversen Berichten zufolge, auch genauso behandeln wie eine Feld-, Wald- und Wiesenakne.
Wie bereits gesagt, eine trockne, schuppige, juckende Haut – auch weit weg vom Mund – kann hingegen auf eine generelle PG-Unverträglichkeit hindeuten.

hallo, danke, für die ausfürliche auflistung möglicher probleme! ich habe gestern den ganzen nachmittag durchgedampft und hatte aus dem nichts schluckauf bekommen und dachte ich muss mich gleich übergeben hatte große bauchschmerzen. irgendwie glaubte ich dass es vom dampfen kommt… auf jeden fall kann ich dieses mandelliquid nicht mehr riechen! ich habs wegschütten müssen…
Hallo Alex!
Ich wieder.
Was ist eigentlich wenn der Arzt mich frägt, ob ich rauche? Nein, hab aufgehört, ich dampfe mit der Elektrozigarette.
Wohin werde ich medizienisch eingestuft? Bei fragebögen darf ich mich beim “nicht raucher” ankreutzen? Was ist mit der Risiko Lebensversicherung? Als raucher zahle ich monatlich 23 Euro. Nichtraucher zahlen 9 Euro.
danke voraus!
LG
Hajni
Hallo!
Würde ich dem Arzt so sagen, ja – wobei, es gibt einige, die haben schon ne Meinung (Nicor*tte-gesponsort) und mögen keine Fakten hören. Aber die meisten sind nicht wirklich dagegen, und etliche durchaus dafür. Rauchen tust du nicht mehr wirklich, weil nix mehr brennt.
Bei der Versicherung kommts drauf an – wenn die jeglichen Nikotinspiegel sanktionieren, sieht es schlecht aus, aber zu rechtfertigen ist das nicht wirklich. Das Problem ist ja der Feinstaub und Teer, der fällt beim Dampfen – wie bei vielem anderen auch – weg.
LG
Alex
Ich habe seit Wochen Sobrennen und Oberbauchschmerzen, war schon damit beim Arzt, der aber nichts festgestellt hat, außer etwas schlechte Leberwerte … hatte ich früher nie.
Nachdem ich diesen Bericht hier gelesen habe, ist mir aufgefallen, dass die Beschwerden begonnen haben, nachdem ich von “normaler” Zigarette auf E-Zigarette umgestiegen bin. Ich habe mir vor ‘ner Weile Liquid mit weniger Nikotin gekauft. Dort zieh’ ich aber länger dran.
Ob es wohl sein kann, dass ich tatsächlich durch das längere Ziehen Nikotin verschlucke???
Hat jemand evtl. die gleichen Beschwerden … hab’ nämlich schon überlegt, ob ich wieder auf “normal” umsteige, da mich das doch etwas beunruhigt.
Wenn man öfters Konsensflüssigkeit oder Liquid in den Mund bekommt, kann das passieren, weil man dann tatsächlich Nikotin verschluckt. (Nikotinkaugummis sind für diese Nebenwirkung berüchtigt.) In den durchsichtigen Tanks sieht man die Kondensflüssigkeit, aber natürlich kann die sich auch in undurchsichtigen Tanks und Depots ansammeln.
Schau mal, ob das der Fall ist, dann einfach selbige öfters mal auswischen. Man kann bei den meisten Tanks und Depots den kleinen Einsatz mit dem Lock, wo der Dampf rauskommt, rausnehmen, ebenso wie die Liquidbremse darunter. Dicke Nadel hilft hier.
Hallo Claudi,
welche(r) Leberwert(e) ist/sind denn schlecht? Und was bedeutet in diesem Zusammenhang “etwas schlecht”?
Ist schwer, etwas dazu zu sagen ohne diese Angaben.
Liebe Grüße
Sue