Mehr vom Tabak 36


Es gibt Leute – um genau zu sein, etwa 20 % der Dampfer – die aus dem Tabak mehr brauchen als das reine Nikotin. Häufig rauchen diese dann einfach weiter, wenn auch wesentlich weniger als vorher. Es gibt aber wesentlich bessere Alternativen als weiter Zigaretten zu rauchen.

Einige Leute haben rauchlosen Tabak auch schon probiert, als sie noch rauchten, um die Anzahl der Zigaretten zu reduzieren. Vielen brachte das wenig, obwohl es das auch durchaus gibt. Das ist jedoch kein Grund, Rauchlosen gleich gar nicht auszuprobieren, wenn man zum Dampfen Tabak dazu braucht – da reichen nämlich sehr kleine Mengen, die der Rauchlose problemlos abdecken kann, und zwar fast immer nur wenig davon.

Ein paar Zahlen

In diversen Dampferforenumfragen ergibt sich immer wieder ein Verhältnis von etwa 80:20. Etwa 80 % der Leute kommen aus mit dem Dampfer, und schaffen es problemlos, von allem, was Tabak ist, die Finger zu lassen. Ungefähr 20 % jedoch schaffen das nicht. Dabei hat es die Hälfte dieser 20 % durchaus einmal geschafft, und zwar einige Zeit, meistens so vier bis sechs Wochen, völlig zufrieden mit dem Dampfen alleine. Und dann kam die Wand …. (So ging es mir übrigens auch.) Es scheint, als seien nach dieser Zeit die Vorräte an was immer es ist im Körper aufgebraucht.

Ein paar Umfragen: Eine im deutschen ForumEine im englischenEine etwas ausführlicher im Englischen.

Wie merkt man es?

3 Dosen Snus
Drei Dosen Snus – normale Portion, loser Snus, Mini-Portion

Das Bedürfnis, morgens zum Kaffee oder nach dem Essen eine Zigarette zu rauchen, kennt fast jeder Dampfer. (Das geht vorbei.) Ebenso ist es schon ziemlich vielen Leuten passiert, daß sie irgendwo eine mitgeraucht haben, auf einer Feier vielleicht, oder unter Freunden. Es ist auch völlig normal, daß man nicht am Tag, wo man seinen ersten Dampfer in der Hand hält, aufhört zu rauchen. Das schaffen zwar einige Leute, jedoch noch lange nicht alle. Wobei das auch davon abhängt, genug Nikotin zu bekommen – wer mit einem Dampfer, der nicht allzuviel hergibt, anfängt, oder mit einer zu geringen Nikotinstärke, wird einige Zeit brauchen, ehe es klappt, wenn überhaupt. Ein paar Wochen sollte man sich allerdings geben; auch das Dampfen muß man ja erstmal lernen, und den Körper umgewöhnen.

Wem jedoch mehr als das Nikotin fehlt, der kommt entweder auch nach Wochen und Monaten nicht von den Zigaretten weg, oder er ist zwar davon weg, fängt aber dann langsam aber sicher an, zum Nervenwrack zu werden. Wobei, wer feststellt, daß er zunehmen nervös wird, reizbar, depressiv und/oder ängstlich, denn so äußert sich das, sollte erst einmal versuchen, die Nikotinstärke etwas zu erhöhen, das ist oft völlig ausreichend. Das ist auch der Ratschlag, den man dann oft bekommt. Das reicht aber eben jenen etwa 20 % nicht, da funktioniert höchstens, daß eine massive Nikotin-Überdosis einige Anzeichen überdeckt. Und das ist auch nicht grade optimal.

MAOIs

Was genau fehlt einem da eigentlich? Das ist leider eine gute Frage, für die es mit Sicherheit noch keine Antwort gibt. Ein sehr guter Kandidat sind MAOIs, Monoaminooxidase-Hemmer, hoch wirksame Antidepressiva, die es auch in der Apotheke gibt. Nur sind sie dort die Antidepressiva mit den stärksten Nebenwirkungen, während sie im Tabak von Natur aus (wie in einigen anderen Pflanzen auch) in einer Form enthalten sind, die sehr wenig Nebenwirkungen hat, wenn überhaupt, und die anders als Antidepressiva in Tablettenform sofort verfügbar ist: Konsumieren und einige Minuten später tritt die Wirkung ein. Was natürlich das Dosieren auch wesentlich einfacher macht. Dazu kommt, daß sich MAOIs und Nikotin gegenseitig in der Wirkung verstärken.

Ein Thread im englischen Forum, der sich ausführlich mit dem Thema beschäftigt (einschließlich Quellenangaben): Beta Carboline MAOIs – towards a more effective e-liquid

Schadstoffe, TSNRAs, Gesundheitsrisiken

Schnupftabak
Verschiedene Schnupftabake

Tabak ist doch tödlich! Das erwidern viele, wenn sie hören, daß manche Dampfer Tabak brauchen. Das ist aber so nicht ganz richtig. Richtig ist, daß Tabakrauch, wie jeder andere Rauch von Pflanzen auch, ziemlich ungesund ist, insbesondere wenn er inhaliert wird. Nur sagt das noch nichts darüber aus, wie ungesund Tabak ist, wenn er in anderer Form konsumiert wird. Gerne werden, neben dem Nikotin,  zwei Argumente angeführt: Das Krebsrisiko und die „tabakspezifischen Nitrosamine“ (TSNRAs).

Das Krebsrisiko

Dort, wo es überhaupt Hinweise auf ein höheres Krebsrisiko gibt, wird dieses gerne, wie soll man sagen, „höchst interessant formuliert“ kommuniziert. Soweit es jedoch absolute Zahlen gibt, kann man höchsten sagen: Es gibt eventuell eine leichte Erhöhung des Krebsrisikos. Diese ist jedoch nicht einmal ansatzweise vergleichbar mit dem bestens bekannten Krebsrisiko beim Rauchen, insbesondere beim Zigarettenrauchen, sondern liegt auf jeden Fall um Größenordnungen darunter. Und natürlich, wer nur zum Dampfen wenig rauchlosen Tabak dazu konsumiert, der wird dieses Risiko weiter senken.

  • Für Schnupftabak ist explizit kein Hinweis gefunden worden, daß er Krebs verursachen würde.
  • Bei deutschem/nordeuropäischem Kautabak gibt es meines Wissens gar keine Untersuchungen über das Krebsrisiko, aber auch keine Hinweise auf ein solches
  • Amerikanischer Kautabak galt lange als krebsfördernd, der Verdacht ist durch weitere Studien allerdings nicht erhärtet worden
  • Schwedischen Snus zu konsumieren hat laut einer Studie (jedoch nicht in anderen) eine Erhöhung des Risikos für Bauchspeicheldrüsenkrebs zur Folge. Die übliche Formulierung dazu lautet: Eine Verdoppelung des Risikos! Was zwar im Prinzip stimmt, jedoch dennoch nicht die ganze Wahrheit ist: Denn Bauchspeicheldrüsenkrebs ist äußerst selten. Etwa vier von 10.000 Menschen erkranken binnen 10 Jahren daran. Bei Snus-Nutzern wären es laut dieser Studie acht bis neun von 10.000 Menschen – also einer von 2.000 Snus-Benutzern wird, statistisch gesehen, deswegen binnen 10 Jahren Bauchspeicheldrüsenkrebs bekommen. Was ein klein wenig weniger ist als der eine von sechs oder sieben Zigarettenrauchern, der an Lungenkrebs erkranken wird. Und das Risiko für Bauchspeicheldrüsenkrebs ist auch, wenn man Zigaretten raucht, höher als beim Snusen.

Die TSNRAs

Die tabakspezifischen Nitrosamine. Per se ist dieser Begriff schon interessant: Warum eigentlich „tabakspezifische“? Niemand redet beim Spinat von „spinatspezifischen“ Nitrosaminen, oder beim Käse von „käsespezifischen“ Nitrosaminen, obwohl es diese genauso gibt. Es gibt auch keinerlei Hinweise darauf, daß die Nitrosamine im Tabak irgendwie gefährlicher wären als die in anderen Lebensmitteln. Ganz offensichtlich dient dieser interessante Begriff nur dazu, Tabak als irgendwie noch gefährlicher erscheinen zu lassen, um Raucher weiter in die teuren Arme der Pharmaindustrie treiben zu können – deren Nikotinersatzprodukte übrigens exakt die gleichen „tabakspezifischen Nitrosamine“ enthalten wie die meist im gleichen Atemzug als brandgefährlich verteufelten Tabakprodukte. (Einschließlich des Liquids für Dampfer, übrigens, obwohl dieses keineswegs immer und wenn dann nur in äußerst geringen Mengen diese enthält.)

Nitrosamine sind allerdings tatsächlich alles andere als gesund. Im Tierversuch jedenfalls verursachen die meisten davon Krebs. Sie lassen sich allerdings im Alltag auch kaum vermeiden; sie sind nicht nur in etlichen Lebensmitteln, sondern etwa auch in Luftmatratzen und Kondomen enthalten. Dennoch, eine prinzipiell nitrosaminreduzierende Zubereitung wie Snus ist vorsichtshalber wohl eine gute Idee.

Rauchloser

Kautabak
Kautabak

Zunächst einmal, alles ist besser als Zigaretten. Selbst Zigarren und Pfeifen sind besser als Zigaretten, denn das größte Problem ist inhalierter Rauch einer unvollständigen Verbrennung, und das nicht nur vom Tabak, sondern auch von Papier und einigen hundert Zusatzstoffen. Zigarren und Pfeifen sollte man zumindest nicht inhalieren. Allerdings habe ich immer genau das getan bei Zigarren: Inhaliert. Und es jedesmal bereut. Und Pfeife rauchen ist zwar äußerst stilvoll, es gibt auch extrem leckeren Tabak – alleine, es ist äußerst kompliziert. Und beides hinterläßt natürlich auch seine Duftmarken. Auch sinkt das Risiko für Krebs zwar, aber es ist durchaus noch vorhanden. Wo es allerdings genau liegt, ist schwer zu sagen; laut diesem Artikel ist es zumindest halbiert. Besser als Zigaretten, aber noch nicht perfekt.

Rauchloser Tabak heißt so, weil nichts brennt, der Tabak wird so wie er ist konsumiert. Wobei er natürlich schon kräftig bearbeitet ist, frisch vom Feld ist eine eher rustikale Art, ihn zu genießen. Es gibt ihn grundsätzlich in zwei Sorten: Zum nasalen Konsum, also Schnupftabak, und zum oralen, also Snus, Dip, Kautabak. (Vom Wort Kautabak sollte man sich übrigens nicht abschrecken lassen: Der Westernstil mit Abbeißen vom Tabakseil und Spucken ist gelinde gesagt nicht mehr ganz aktuell.)

Snus

Snus ist schwedischer oraler Tabak, den man allerdings gar nicht mehr als Kautabak bezeichnen kann, denn es handelt sich um einen fein gemahlenen Tabak, der zusammengepresst oder in kleinen Beuteln unter die Oberlippe geschoben wird und dort ungestört verbleibt, bis er wieder entfernt wird. Darauf herumzukauen ist nicht nur unnötig, sondern dürfte auch eher unappetitlich enden.

Snus wird in Schweden seit Jahrhunderten konsumiert, und als Schweden der EU beitreten wollte, wo man etwas gegen Snus hat, gab es ein Referendum, in dem die Schweden ihrer Regierung klarmachten, daß sie nur in die EU wollten, wenn sie ihren Snus behalten dürfen. (Und der Rest von uns kann in Schweden bestellen.) Das Snusen ist in Schweden vor allem unter Männern verbreitet, und Schweden hat die niedrigste Lungenkrebsrate unter Männern in der EU. Leider rauchen die Frauen in Schweden noch etwas häufiger als in anderen europäischen Ländern, und entsprechend ist die Lungenkrebsrate unter Frauen eine der höchsten in der EU.

Neben der Tatsache, daß man Snus immer bestellen muß, hat er allerdings noch einen Nachteil: Die Schweden versalzen einfach alles. Würde mir jemand sagen, daß es gesalzene Erdbeermarmelade in Schweden gibt, würde ich das unbesehen glauben. Entsprechend sind auch vor allem die klassischen Snussorten recht salzhaltig und damit durchaus gewöhnungsbedürftig. Neuere Sorten sind jedoch meist nicht mehr ganz so stark gesalzen.

Andererseits ist Snus von allen Tabakprodukten das am besten untersuchte, und es ist so wenig gesundheitschädlich, daß er in Schweden als Lebensmittel eingestuft wird. Seine Herstellung sorgt auch explizit für einen sehr niedrigen Gehalt an Nitrosaminen. Das einzige Problem, was bei sehr langem und hohem Konsum recht häufig auftritt, sind Zahnfleischprobleme.

Eine Meta-Studie hat gerade mal wieder festgestellt: „Während das Rauchen das Risiko für Krebs und Herz-Kreislauf-Erkrankungen signifikant erhöht, sind solche Risiken bei Snus noch nicht gefunden worden, und wenn sie existieren, werden sie wahrscheinlich bei etwa 1% von denen des Rauchens liegen.“ (Quelle)

Kautabak

Deutschen und nordeuropäischen Kautabak kann man, wenn man unbedingt will, tatsächlich kauen; gedacht ist er dazu aber weniger, man würde sehr viel Nikotin auf einmal abbekommen. Beim heute üblichen Kautabak handelt es sich um kleine Stückchen gerollten Tabak, die mit einer Soße versetzt sind, die aromatisiert ist; klassischerweise mit Lakritz, aber es gibt auch andere Sorten. Auch den schiebt man sich unter die Ober- oder Unterlippe, und genießt. Kurz kauen kann man ihn, wenn die Wirkung nachlässt. Es gibt ihn mittlerweile sehr häufig an Bahnhöfen zu kaufen.
Grimm und Triepel wird bis heute in Deutschland hergestellt, der Online-Shop verkauft auch die Oliver Twist-Produkte.

Schnupftabak

Auch wenn viele Leute das für eine sehr seltsame Methode halten, Tabak zu sich zu nehmen – er wäre nicht in fast jedem Tabakladen verfügbar, wenn ihn keiner kaufen würde. Explizit ist mittlerweile nachgewiesen, daß Schnupftabak kein Krebsrisiko darstellt. Der Wikipedia-Artikel gibt einen sehr guten Überblick über Schnupftabak. Wie Snus auch ist Schnupftabak gewöhnungsbedürftig, aber äußerst effektiv.

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36 thoughts on “Mehr vom Tabak

  • Oliver

    Hallo Alex,

    dampfe im Moment 24er und 30er Liquids und fühle mich dennoch nicht „satt“.
    Könnte an dem oben geschilderten Zusammenhang liegen.
    Werde mir morgen mal ein Päckchen Schnupftabak besorgen und ausprobieren.
    Danke für den Tipp und die informative Webseite.

    LG Olli

  • Cay

    Servus Alex, vielen Dank für die viele Mühe und diese wirklich informative Seite.
    Ich dampfe erst seit drei Tagen, allerdings ohne meinen schwarzen Krauser, den ich jetzt
    seit 30 Jahren ununterbrochen geraucht habe. Bis jetzt gehts ganz gut. Habe mir heute einen Bulli extreme bestellt, das motiviert mich dann vielleicht auch, noch weiter zu dampfen.
    Zwei Dinge würden mich noch interessieren: kann man nicht auch nur VG benutzen, muß immer PG dabei sein? Gibt es keine vernünftige Möglichkeit an „gutes“ etwas konzentrierteres nic heran-
    zukommen, ohne gleich einen Liter in China (zumindest zweifelhafte Herkunft) bestellen zu müssen?
    Gratulation und nochmals vielen Dank
    Liebe Grüße
    Cay

    • Alex Beitragsautor

      Hallo Cay,
      es geht auch ganz ohne PG, obwohl in den meisten Aromen etwas davon enthalten ist. Aber Flavourart z.B. hat ein neutrales Liquid auf reiner VG-Basis, und auch fertige Liquids gibts in reinem VG. Die Frage ist aber, warum man nach 3 Tagen schon meint, reines VG zu brauchen – das Zeugs hat nämlich durchaus einige Nachteile. So nimmt es sehr viel vom Geschmack weg. Mit persönlich – und nicht nur mir – kratzt es auch viel zu sehr im Hals.
      Es gibt konzentrierteres neutrales Liquid als das 36er von Flavourart, in England z.B. bei liberty-flights. Ist aber teurer. Wesentlich höher als das würde ich aber gar nicht mit hantieren wollen, Nikotin ist nämlich in Überdosis nicht grade gesundheitsfördernd.
      Alex

  • Sven

    Mein Kompliment für diesen Artikel – wie auch für einige andere interessante Beiträge von/auf dampfzeichen.de! :)

    Nützliche / interessante Informationen; gepaart mit einem angenehmen Schreibstil, dass ist selten und liest sich sehr angenehm.

    Macht weiter so ^^ , ich werde Eure Seite gerne bookmarken.

    Viele Grüße, Sven

  • Uelideschwert

    Hallo Alex,
    Schön das du aufgehört hast zu rauchen, aber sich selbst UND ANDEREN Lesern hier einzureden „alternativen“ wie Schnupftabak, kautabak oder Snus seien weniger Krebserregend und gesundheitsschädlich als Tabakrauch ist lächerlich.

    Ich zitiere:
    „Amerikanischer Kautabak galt lange als krebsfördernd, der Verdacht ist durch weitere Studien allerdings nicht erhärtet worden“
    oder
    „Bei deutschem/nordeuropäischem Kautabak gibt es meines Wissens gar keine Untersuchungen über das Krebsrisiko, aber auch keine Hinweise auf ein solches“

    Was willst Du denn damit aussagen? Das du dich ungenügend informiert hast und jetzt einfach mal annimst und vertrittst das Kautabak nicht oder weniger schädlich ist weil du das von anderen Kautabaklovern gehört/gelesen hast oder einfach keine infos zum Thema gefunden hast?

    Bei Snus und Kautabak ist das Problem jeweils das selbe—> Mundhölenkrebs, Lippenkrebs
    Und das risiko ist stark, da Schadstoffe, eben nicht erst durch das Verbrennen des Tabaks freigesetzt werden sondern auch wenn man sich taback in den Mund steckt… Den Bauchspeicheldrüsenkrebs hast Du ja bereits erwähnt.

    Versteh mich nicht falsch, ich bin selbst Tabakkonsument, es stört mich einfach wenn leute die Risiken kleinreden wollen die bei ALLEN Tabakprodukten ziemlich hässlich sind.

    Gruss

    • Alex Beitragsautor

      Entschuldige bitte, aber wenn man keine Ahnung hat, nicht wahr …. Beleg du doch einfach mal deine absurde und vielfach widerlegte Aussage, daß Rauchloser auch nur ansatzweise so schädlich ist wie gerauchter Tabak. Der gemeingefährliche Schwachfug, den du verbreitest, tötet Menschen, weil er die Leute vom Umstieg auf wesentlich ungefährlichere Produkte – ob nun mit oder ohne Tabak – abhält. Das Gefährliche beim Rauchen ist der Rauch, nicht der Tabak.

      Wenn du schon zu faul – oder zu gut bezahlt von der Zigarettenindustrie – bist, um selber zu recherchieren, benutze doch einfach die Links unten im Artikel. Für den extrem unwahrscheinlichen Fall, daß dir an Fakten gelegen ist, da findest du genug.

      Und der Bauchspeicheldrüsenkrebs: Es ist durchaus nicht sicher, daß er überhaupt mit Snus zusammenhängt, aus diversen Gründen. Aber selbst wenn, macht das etwa einen zusätzlichen Fall pro 4000 Snus-User in 10 Jahren aus. Möchtest du das wirklich mit der Krebsrate bei Rauchern vergleichen? Na dann rauch weiter …

  • Eddy

    Nichtsdestotrotz: alle Dampfer sollten vom Nikotin wegkommen – das Zeug ist einfach pures Gift. Zellgift.

    Beim dampfen hat man nicht wirklich die Dosierung im Griff. Ich habe mit 18mg angefangen und nach drei Wochen hatte ich gestern heftiges Zahnfleischbluten. Das gibt mir zu denken. Natürlich habe ich jetzt noch das Gefühl, dass alle Zähne anfangen zu wackeln – Panik. 😉

    http://www.google.de/search?client=safari&rls=en&q=nikotin+zahnfleisch&ie=UTF-8&oe=UTF-8&redir_esc=&ei=cN0WTpixFMSq-AaH5KUD

    Mein Fazit:
    ich versuche nun mittels Aromen und Clearomizer sozusagen das reine Rauchen zu erzielen – vollmundig, warm, aromatisch mit einem guten Flash und Dampf und ohne Nikotin. Und ich will herausfinden, wie man die Mundtrockenheit irgendwie in den Griff bekommt.

    Danke übrigens für die beste Dampf-Website im weltweiten Netz. Auch der Schreibstil ist sehr gut – sehr lesbar, man kann gut gedanklich folgen. Danke Alex!

    • Alex Beitragsautor

      Danke für das Kompliment, aber ich fürchte, du bist da der Anti-Raucher-Propaganda volle Kanne auf den Leim gegangen:

      Ich habe mal ein paar von den Links angeklickt, die kommen, wenn man googelt, und nun ja, qualifiziert ist was anderes, gelinde gesagt. Nikotin wird ja in bestimmten Ecken sehr gerne mit Rauchen gleichgesetzt, so kann man besser a) pharmazeutische Produkte verkaufen und b) die Raucher besser beim Rauchen halten; ich meine, würde ja nicht soviel Spaß machen, Hetzkampagnen gegen Schnupftabak-Benutzer zu machen, zumal man da einfach noch nicht in genug Untersuchungen die Tatsachen verdreht hat, um so tun zu können, als könne man das rechtfertigen. (Den Mundkrebs bei Kautabakbenutzern z.B. „belegt“ gerade mal eine einzige, nicht eben taufrische, nicht sonderlich gründliche Untersuchung, und zwar für eine bestimmte, hier gar nicht erhältliche Sorte, und Frauen über 70.)

      Die Analyse, daß das Nic – was man mit Dampfen übrigens hervorragend dosieren kann – am Zahnfleischbluten schuld wäre, ist schlicht falsch: Zahnfleischbluten ist ein klassisches Symptom des Rauchstopps, und tritt auf, gerade weil das Zahnfleisch nun endlich wieder anständig durchblutet wird. Das haben Dampfer wie Nichtdampfer (und auch sehr viele Nicht-Nikotin-zu-sich-Nehmer). Was recht deutlich darauf hinweist, daß das Nikotin gerade nicht der Stoff ist, der für die Zahnfleischprobleme bei Rauchern verantwortlich ist. Google

      Die Mundtrockenheit bekommt man übrigens ganz banal durch mehr Trinken in den Griff, PG und VG sind nunmal beide hygroskopisch. Manchen hilft es auch schon, das Liquid mit einem Tropfen Wasser oder zwei zu verdünnen. Aber da die meisten Leute eh zu wenig trinken, ist ein Glas Wasser am Tag mehr fast immer die bessere Idee 😉

      • Alexander

        Hallo und guten Morgen!
        Zum Thema Hygroskopie beschäftigt mich eine grundlegende Frage: das Propylenglycol zuweilen einen trockenen Mund verursacht, ist dem einen oder der anderen Dampfer/in bekannt. Das regelt man dann mit „einem Gläschen Wasser mehr“ am Tag. Das mag für die Mundhöhle und unser Empfinden ausreichend sein. Was sich jedoch jenseits unserer (trockenen) Mundhöhle abspielt, läßt sich lediglich erahnen. Warum, so frage ich mich, sollte das PG nicht auch in unseren Bronchien und unserer Lunge eine gewisse Reduzierung der notwendigen Oberflächenflüssigkeit verursachen? Wieviel Feuchtigkeit benötigt eine intakte Lunge oder funktionierende Bronchien, um ihre spezielle Aufgabe zu erfüllen? Bindung div. Stäube, der Abtransport nicht in die Atemwege gehörender Substanzen durch Abhusten etc. Was verändert sich (im Laufe der Dampf-Zeit) in unserer Lunge? Ja, in den Pyros ist auch PG, zum Feuchthalten des Tabaks, aber nur ca. 4-5%, in unseren Dampfern haben wir bis zu 95% PG. Das ist schon ein kleiner Unterschied und dürfte weitaus mehr anrichten, wenn es denn etwas anrichtet.. Ich dampfe leidenschaftlich seit Ende Dezember letzten Jahres- nach mehr als 40 Jahren Quarzen mit ca. 30 selbstgestopften Zigaretten täglich und werde keine Zigarette mehr anfassen. Aber das oben Geschriebene beschäftigt mich schon und es läßt sich nicht so nonchalant wegdiskutieren.

        • Alex Beitragsautor

          Im Schnitt dampfen die Leute so um die 3ml am Tag weg – wieviel Wasser kann das binden? Und das Wasser, was man (zusätzlich oder sowieso) trinkt, wirkt ja nicht nur im Mund. Und zusätzlich Wasser trinken macht auch nicht jeder – so mancher hat auch schon vorher relativ viel getrunken, was ja ganz generell kein Fehler ist.

          Es ist möglich, daß das ein Problem ist. Ich persönlich erachte das aber nicht als sonderlich wahrscheinlich, und schonmal gar nicht vergleichbar mit der Feinstaub-Belastung von Kippen. Aber gut, ich nix Arzt.

  • Gotrek

    Hey Alex,

    Erstmal ein Danke für diese überaus tolle Seite zum Dampfen. Habe am Samstag eine ES-504 geschenkt bekommen und finde das Dampfen einfach herrlich. Das war eigentlich der letzte Schritt, vom verbrannten Tabak weg zu kommen und die Vorteile des Dampfens, die du hier überall immer wieder aufzählst, stimmen. Besonders, was den Geschmack angeht. Nachdem sich meine Geschmacksnerven jetzt ein paar Tage von Zigaretten erholen konnten, nehme ich die Geschmäcker auch besser war.
    Eine eGo-T steht schon auf der Wunschliste.

    Ich nutze auch die rauchlosen Tabakalternativen. Einfach, weil ich Tabak mag.
    Gegen Schnupftabak hetzen, würde wahrscheinlich kaum was bringen.
    a) Konsumieren es zu wenig Leute
    b) Hat Pöschl 2007 eine Studie in Auftrag gegeben, um das Krebsrisiko des Schnupftabaks zu erforschen. Heraus kam, dass er nicht krebserregend ist. Die WHO hat dieses Ergebnis bestätigt.

    Die Krebsgefahr beim Kautabak kenne ich nur im Zusammenhang mit den höheren Nitrosaminanteilen in amerikanischen Dips und Chews.

    Erwähnenswert beim Kautabak wären vielleicht noch die Makla-Produkte, die so konsumiert werden, wie Snus allerdings vollkommen „legal“ sind im Vergleich zum Snus. Nur beim Geruch und Geschmack scheiden sich die Geister.

    Ich für meinen Teil kann sagen, dass ich für den Tabakkonsum lieber schnupfe und kaufe und mir das Dampfen einfach besser gefällt als das Rauchen.

  • Dampffy

    Hallo,

    ich habe mir den Artikel durchgelesen und muss ersteinmal ein Lob aussprechen für den schönen Schreibstil.
    Meine Meinung ist, das dampfen sicher eine alternative zum rauchen ist. Um genauzusein sogar die Beste.
    Nikotin ist ein Nervengift ohne frage. Wer umsteigt sollte meeiner Meinung nach weniger Nikotin nehmen.
    Wenn ich hier und in einigen Foren lese das einige User Probleme mit dem Zahnfleisch bekommen oder ihnen schlecht ist, sträuben sich mir die Nackenhaare.
    Mit 18 oder mehr mg ist das auch kein Wunder.
    Jeder der umsteigt sollte sich überlegen wieso er das tut.
    Wenn er den Entschluss gefasst hat, weil er versuchen will aufzuhören oder weil er weniger Risko eingehen möchte, dann sollte er weniger Nikotin zu sich nehmen.
    Ich bin der Meinung 12mg sind völlig ausreichend.
    Klar wird es eine Umstellung sein. Klar wird man den „Entzug“ spüren und ab und zu schwächeln.
    Wenn man sich aber sicher ist und die Entscheidung wirklich gefasst hat, dann muss man die anstrende Zeit halt durchstehen.
    Man gewöhnt sich dran.

    Just my two cent

    • Alex Beitragsautor

      Die hier erwähnten Zahnfleischprobleme beziehen sich auf heftigen Snus-Genuss, nicht auf das Dampfen. (Ist dem Artikel aber auch recht gut zu entnehmen.) Da hat das Nic im Dampf nichts mit zu tun. Auch ist ein Zusammenhang von Nic-Menge und Zahnfleischproblemen noch keinem aufgefallen, ist also ziemlich unwahrscheinlich, daß einer existiert. (Zahnfleischbluten nach Rauchstop ist normal – allerdings liegt das am Rauchstop und nicht am Nic im Dampfer oder Snus. Und gelegentlich verträgt jemand partout kein PG oder VG. Auch das hat nix mit der Nic-Menge zu tun.)

      Und Nikotin alleine ist ungefähr so „gefährlich“ wie Koffein, also überschaubar. (In passenden Größenordnungen konsumiert, natürlich. Reines Nic ist extrem ungesund. Aber da kommen wir eh nichtmal ansatzweise dran.) Es bringt aber erfahrungsgemäß gar nichts, sich mit Gewalt auf niedrigere Nic-Dosen bringen zu wollen – das einzige was dabei rauskommt, sind Kippen. Den einen – wie Dampffy – reichen 12 oder 6mg (oder noch weniger), den anderen halt nicht. Ja und? Hauptsache Feinstaub und Kohlenmonoxyd fallen flach. Und das tun sie mit 6 wie mit 36mg.

  • Katja Hedrich

    Reines Nikotin ist nicht extrem ungesund, sondern tödlich! Deine extrem gefährlich verharmlosende und definitiv falsche Aussage zu reinem Nikotin läßt mich an deiner Kompetenz zweifeln.

    Bin auf dieser Seite gelandet, weil ich nach vier Wochen Dampfen befürchte, zu den oben erwähnten 20% zu gehören, und dachte, vielleicht finde ich ja hier eine Lösung. Eventuell sind deine Vorschläge eine Lösung, aber ich bin nicht bereit, sie von jemandem anzunehmen, der nicht einmal weiß, daß reines Nikotin tödlich ist, und zwar schon bei 1-2 Tropfen auf der Haut.

    Also werde ich den Entzug durchstehen, ohne irgendwelche Tabak(ersatz)stoffe, nur mit dem Dampfen.

    • Alex Beitragsautor

      Nun, ähhh, tödlich ist extrem ungesund – und deine Angabe, daß die 1-2 Tropfen tödlich sind, findest du hier auf Dampfzeichen auch, und das schon länger. Weder ist die Aussage falsch, noch verharmlost sie irgendwas.

      Also halt den Ball mal bitte etwas flach, und häng dich nicht an einer flapsigen Formulierung in einem Kommentar auf.

  • kurai

    Hey danke für den tollen Artikel. Da mir meine Verdampfer kaputtgegangen sind und ich auf neue Ware warte, hat mir Snuff gut geholfen (bin durch diesen Artikel auf die Idee gekommen). Hätt nie gedacht, dass sowas durchaus angenehm sein kann und es sogar Sorten wie Cola und Cherry gibt. :O

    • Alex Beitragsautor

      Ja, vor allem wenn man mal versucht hat, ein bayerisches Urlaubsmitbringsel hochzuziehen wie die Leute in Filmen weiße Pülverchen (nicht machen, sondern gaaanz sanft) ist es erstaunlich, welche angenehmen Überraschungen man da erleben kann 😀

      Meine Lieblingsmarke ist mittlerweile Wilsons of Sharrow, http://sharrowmills-online.com/ Honey Menthol oder Royal George, legga, legga, legga.

  • DieAlex :-)

    Hallo Alex :-)
    Ich dampfe schon seit ende 2011, aber ich bin noch nie komplett von den Zigaretten weg gekommen …leider …
    Als ich diesen Artikel gerade gelesen habe ,habe ich mich selbst entdeckt….. und zwar bei den 20% …..
    Ich dampfe gerne , aber ich konnte mir nie wirklich erklären warum ich dennoch immer wieder zur zum garette greife ….das mache ich auch nicht weil ich nervös werde ( wegen schmacht auf kippe ) ,mir schmecken die kippen nicht mal …..mir “fehlt“ einfach irgentewtwas….
    Ich denke ich werde mal schnupf-tabak versuchen …Versuch macht gluch :-)
    Jetzt hätte ich nur mal 1-2Fragen ,da ich keinerlei Erfahrung damit habe ….
    1. Kann ich den ganz normalen schnupf-tabak von der Tanke nehmen ?
    2. Ziehe ich den Tabak ruckartig in die Nase oder eher sanft ( sry für die blöde Frage ,kenne niemand den ich sonst fragen könnte :-) )
    3. Wie oft hast du dir den schnupf-tabak “rein gezogen“ ? Immer wenn du dachtest : uhhhh jetzt eine Zigarette ? Oder wie dosiert man das am besten ? ( okay das waren jetzt 3 fragen auf einmal :-) )

    Ich würde mich sehr freuen , wenn du mir einen Rat dazu geben würdest
    LG DieAlex

    • Alex Beitragsautor

      Schnupftabak ist Schnupftabak, von der Wirkung her macht das keinen Unterschied. (Wenn man nicht so eine Dose erwischt mit Traubenzucker und Menthol, gibts gelegentlich auch da wo es Schupftabak gibt. Macht die Nase gut frei, nützt in diesem Falle aber nix.) Allerdings kann der an den Tanken da unter Umständen schon etwas länger liegen und etwas trocken sein und/oder etwas Aroma verloren haben. Macht vn der Wirkung her nix aus, ist halt nicht mehr so aromatisch.
      Einen großen Unterschied können die einzelnen Sorten machen in Punkto Nies-Anfälligkeit, gerade am Anfang. Nur scheint das sehr individuell zu sein, was einem gut bekommt.

      Und Niesen wirst du am Anfang, das ist unvermeidlich. Bei den ersten Versuchen kann man das Taschentuch gleich in die Hand nehmen, aber das gibt sich.

      Den Tabak auf keinen Fall, wie man das von weißen Pulvern im Film kennt, einsaugen wie ein Staubsauger. Ganz wenig nur ganz leicht einschupfen, gerade so daß er nicht wieder rausfällt. Reicht völlig aus. Zu tief brennt und kratzt.

      Wie oft? An Anfang so oft wie ich dachte daß ich ohne Niesanfall schaffe, heute wann immer ich Lust habe. Und das ist durchaus etliche Male am Tag (allerdings immer recht wenig): Wenn mir danach ist, wenn die Nase trocken ist, wenn ich einen leckeren Geruch in der Nase haben will, wenn ich müde bin und wach werden will …

      Das Schnupftabakfreunde-Forum, rechts gelinkt, ist eine gute Info-Quelle. snuffstore.de hat eine Riesen-Auswahl, wenn man neugierig geworden ist. Und meine bestelle ich immer bei Willsons of Sharrow direkt, die sind mir die Liebsten – aber das ist schon wieder reine Geschmackssache.

      • DieAlex :-)

        Vielen lieben dank für deine Antwort :-)
        Ich habe einen laden bei mir gefunden der eeeetliche schnupftabak’s hat …..da kann ich mich jetzt mal durch schnupfen um zu testen :-)
        LG Alex

        • Alex Beitragsautor

          So ein Laden ist natürlich äußerst praktisch :)
          Erzähl doch mal bei Gelegenheit, ob es geklappt hat. Viel Spaß beim probieren.

  • User23

    Hallo!

    Erst mal ein fettes DANKE für diese Seite! Ist sehr aufschlußreich und mit interessanten Themen bestückt.

    Und jetzt wollt ich noch mein „Senf“ dazu geben. Ich glaube der Grund warum manche wieder zur Zigarette greifen liegt an der Wahl der Nikotinstärke. Wer den Nikotingehalt gemäß den Angaben auf Zigarettenschachteln wählt, greift beim E-Rauchen somit zur „Light-Zigarette“. Ich rauche mittlerweile schon seit 2 Jahren elektrisch und hatte in den ersten Wochen mit 11mg Nikotin meine Probleme mit dem E-Rauchen eine vollständige Zufriedenheit zu erlangen. Erst als ich dann auf 24mg gewechselt hab, hatte ich somit einen vollwertigen Ersatz zum „analogen“ Rauchen gefunden. Der Grund liegt wohl daran, dass beim Dampfen ganz andere Mengen gegenüber dem Verbrennen freigesetzt werden. Entsprechende Umrechnungstabellen gibt es auch im Netz. Von daher kann ich nur jeden dem die E-Zigarette noch nicht vollständig befriedigt empfehlen mal eine höhere Nikotinstärke zu testen…

    Gruß an alle

    • Alex Beitragsautor

      Ich gebe dir zwar völlig recht damit, daß zu wenig Nikotin nicht funktioniert, schon gar nicht am Anfang; aber das fehlende Nikotin ist nicht immer das einzige Problem.

      Und Vorsicht vor irgendwelchen obskuren Tabellen (und ich kenne nur obskure). Es ist nichtmal bekannt, wieviel Nic genau aus einer Kippe aufgenommen wird (die Angaben schwanken zwischen 1-3mg/Kippe, man findet aber auch bis zu 5mg/Kippe), beim Dampfen ist es noch unbekannter, und selbst wenn es bekannt wäre, zeigt die Erfahrung daß es nicht wirklich einen Zusammenhang gibt zwischen der Anzahl der Kippen und dem benötigten Liquid. (Der Aufdruck auf der Kippenschachtel ist eh bedeutungslos.)

      Man kann nur feststellen, ob es für einen selber passt. Und bloß nicht versuchen, zwanghaft das Nikotin zu reduzieren in den ersten Monaten – das geht meistens schief.

      • Martin

        Hallo allseits,
        nach all dem „bloss nicht zuwenig Nikotin, sonst gibt’s n Rückfall“ auf den Seiten halte ich dagegen: „Manchmal ist das auch andersrum“. Ich musste mich zu Anfang (vorher Raucher, eine Schachtel pro Tag) nach ein paar Zügen mit 11mg/ml-Liquid zwei Stunden flach aufs Sofa legen bis die Sehstörungen wieder weg waren (war eindeutig mit Nikotin drüber).
        Ich plädiere dafür die Signale des eigenen (individuellen) Körpers ernster zu nehmen als Meinungen anderer Leute. Habe mir das Liquid auf 1mg/ml runtergemischt, jetzt isses besser :)

        • Alex Beitragsautor

          Natürlich gibt es keine Preise dafür, möglichst hochdosierte Liquids wegzudampfen – es muß jeder seine Stärke finden. Das kann 18er sein oder 6er oder sogar 1er. Überdosieren ist doof – unterdosieren aber auch.

  • Nichtdampfer

    Im Artikel fehlen noch andere gesundheitliche Auswirkungen von Nikotin. Ich weiss leider auch nicht, ob z.B. Potenzstörungen vom Nikotin oder vom Rauchen kommen, aber die Möglichkeit besteht natürlich, dass das Nikotin dafür verantwortlich ist.

    Durch das Fehlen solcher Angaben bekommt man als Leser das Gefühl, dass Dampfen/SNUS/etc. fast ohne Gesundheitsrisiko daherkommen. Das ist aber leider nicht wirklich erwiesen, auch wenn das Krebsrisiko deutlich reduziert zu sein scheint.

    • Alex Beitragsautor

      Interessant – wer hätte wohl das Bedürfnis, solche Behauptungen aufzustellen die längst widerlegt sind? Denn auch wenn Langzeitstudien fürs Dampfen naturgemäß fehlen, für Snus gibt es solche längst – und siehe da, selbst die Zahnfleischschäden sind mittlerweile nicht mehr zu belegen. Potenzstörungen sowieso nicht; aber wie toll man damit Buhmann spielen kann.

      Für den Anfang, wer sich da mit Fakten statt mit Raucherhasser-Lügen versorgen will: tobaccoanalysis.blogspot.com und rodutobaccotruth.blogspot.de, beide natürlich auch unter Links zu finden.

  • Rene

    Informativer Beitrag und gut geschrieben.
    Ich habe selber auch über 10 Jahre geraucht und habe mich jetzt auch endlich an den Schnupftabak getraut und bin froh dass ich umgestiegen bin.
    Kautabak habe ich einmal probiert, war nicht so wirklich mein Fall.
    Jetzt wo ich davon weg bin hab ich erst realisiert wie ich all die Jahre meinen Körper kaputt gemacht habe.

  • NocheinAlex

    Vielen Dank für die großartigen Artikel! Sehr gut geschrieben und informativ dazu. Obwohl mir vieles schon bekannt ist (durch aufwändiges Suchen und Zusammentragen auf vielen verschiedenen Seiten und Foren) lese ich hier ausgesprochen gerne. Allerdings, klitzekleine Kritik, für blutige Einsteiger in einigen Bereichen inzwischen etwas unaktuell, z.B. wenn es um Geräte geht… Kanger Evod z.B. gabs halt 2010 noch nicht…
    Sehr schön auch der „Service“, hier werden noch Kommentare beantwortet, die 4 Jahre nach Erstellen des Artikels geschrieben werden.
    So, nun zu meiner Erfahrung mit Snuff.
    Hatte Anfang der 90er damit begonnen, lange bevor ich zum Raucher wurde. Und das war der Wahnsinn! Direkt nach jedem Schnief, sofort heftige Wirkung. Fetter Flash sozusagen, aber das im Kopf nicht auf der Lunge, bis zum Schwindel! Jedesmal einfach herrlich! Ich bevorzugte damals die reinen unaromatisierten Tabacke, waren schwer zu kriegen, die meisten waren irgendwie mentholig oder mit Vanillearoma „versetzt“. Aber die Häufchen auf dem Daumenrücken wurden schnell grösser und grösser, bin dann auf den Handrücken ausgewichen: ich war ausgesprochen süchtig. Allerdings wohl nicht nach dem Nikotin sondern nach diesem heftigen Flash im Hirn! Ich weiß, das klingt paradox, aber ich konnte damals (nach 4 Jahren) absolut problemlos von einem Tag auf den anderen mit dem Schniefen aufhören ohne irgendwelche Entzugserscheinungen! Das ist mir später als Raucher NIE geglückt… Erst wieder durch das Dampfen… Aufgehört mit Snuff habe ich aus folgenden Gründen: meine Nasenschleimhäute waren ständig richtig ausgetrocknet (gar nicht zu vergleichen zum etwas trockenen Mundgefühl beim Dampfen), sehr unangenehm! Anfangs braune bis schwarze Popel, später gar keine mehr. Mein Geruchssinn war irgendwann ganz taub und damit auch mein Geschmackssinn… Das war letztendlich lästiger als die Befriedigung beim Schnief.
    Glücklicherweise gehöre ich nicht zu den im Artikel angesprochenen 20 Prozent. Mir reicht das Dampfen völlig. Was heisst „reicht“… ich geniesse es geradezu! Aber ich kann mir gut vorstellen für die Leute, die das Dampfen nicht vollständig befiedigt, mit Snuff zu kombinieren. Solange das Schniefen im Rahmen bleibt. So exzessiv wie ich es damals zelebriert habe – das ist sicher nicht so gut!
    liebe Grüsse

    • Alex Beitragsautor

      Hallo!

      Ja, das mit den aktuellen Dampfen ist manchmal ein Problem; wobei alle alten Artikel durchgehen ob mal einer erwähnt ist der nicht mehr aktuell ist vielleicht auch etwas viel wäre.

      Und das klingt wirklich nach argen Mengen – ich nehme Snuff gerne, allerdings reicht mir auch nach + 3 Jahren das was ich zwischen zwei Fingerspitzen bekomme mehr als aus. Daß die Nase das nicht wirklich gut mitmacht glaube ich. In kleinen Mengen finde ich es aber auch sehr praktisch, daß es die Nase durchaus freibekommt; wobei ich recht viele mit Menthol habe.

      Man braucht halt etwas Übung dafür, aber die braucht man für alles – und hat sie fürs Quarzen ja auch gebraucht.

      Schöne Grüße
      Alex

  • martin

    erstmal nen gruss an alle dampfer
    dampfe seit dem 02,10,14… rauche seit meinem 12 lebensjahr
    wir hab nun das dampfen begonnen nicht wegen der gesundheit…sondern wegen des geldes
    wenn du am ende des monats feststellst…das 2 verdiener da sind und trotzdem das geld immer nur genau passt ….dann guckt man wo das problem liegt…..
    in jetzt 4 jahren partnerschaft haben wir grob gerechnet 21600€ verraucht….hammer hart oder…
    bis jetzt nur positive erlebnisse gehabt….die bude stinkt nich mehr…die asche fällt nich mehr aufn boden…ich verbrenn keine bettwäsche mehr ..lach…
    hab samstag mal einen zug gemacht an der ziggi….wa überrascht das nach paar tage dampfen…die zigarette schon so abstossend schmeckt….
    hoffe wir halten weiter fleissig durch…und werden nicht rückfällig
    uns hat natürlich geholfen leute mit erfahrung zu kennen…so das die anschaffung der hardware kein grosser akt wa….
    und nu stöber ich mich hier durch…

    mfg martin

  • Lina

    Danke für die Tipps, die ich nun aber gds. nicht mehr brauche. Ich konnte die aufkommenden Depressionen ganz gut mir Tryptophan (Nahrungsergänzungsmittel) auffangen. Das ist das Eiweiß, aus dem der Körper selbst Serotonin herstellt. Das kann man natürlich auch mit der Nahrung aufnehmen, viele Nahrungsmittel enthalten es, allerdings steht es in der Nahrung in Konkurrenz zu anderen Eiweißen, die dann an der Bluthirnschranke um den begrenzt möglichen Einlass konkurrieren. Mit einer gezielten Nahrungszusammenstellung kann man einen durch jahrelangen/jahrzehntelangen Tabakkonsum aus dem Gleichgewicht geratenen Haushalt des Hirnstoffwechsels also nur schwer wieder zur Balance zurückführen. Das Tryptophan hat uns die Umstellung super einfach und unstressig gemacht. Einfach mal ausprobieren, wenn es einem schwer fällt. Ihr schafft das schon, nur nicht den Mut verlieren.