Man kann ja nicht nur Liquids selbermachen – es gibt viele kleine Probleme, für welche die einfachste und/oder schnellste und/oder preiswerteste und/oder praktischste Lösung das Selbermachen ist. Den möglichst sicheren und trotzdem nicht sperrigen Transport der Dampfer, zum Beispiel.

3er eGo-Tasche

Zwei eGos und zwei dieser schicken 3 ml-Flaschen (gibts hier oder hier) bringt man zum Beispiel gut in Duct-Tape, auch Panzerband genannt, unter. Natürlich gehen auch schlicht drei eGos hinein. Und zwar ohne daß man sich große Sorgen machen muß, daß der Knopf versehentlich gedrückt wird.Mit einer kleinen Abwandlung gehen auch zwei 5 ml-Flaschen, aber dann ist es nicht mehr so schön flach. Das ganze ist leicht, etwa so schwer wie ein eGo-Akku, und spottbillig, denn das Band bekommt man für 2-3 Euro für 50 Meter bei diversen Discountern. Die Plastikverstärkung ist der Rest einer Käseverpackung, das Gummiband auch noch im Rahmen des Bezahlbaren, ich glaube, einen Euro habe ich für die Karte mit drei Metern bezahlt.

Der Vorteil des Gummiband-Designs ist, daß der Deckel auch im zurückgeklappten Zustand fest anzubringen ist; praktisch für Leute, die ihre Vorräte in der Hemdentasche unterbringen.


Man nehme:

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  • Duct Tape, Panzerband in beliebiger Farbe. (Geben tut es das in vielen Farben, nicht nur Silber. Bekommen kann schwierig sein, eBay hilft.)
  • Ein Stück dünnes Plastik, da man hinterher nichts mehr davon sieht, reicht das Plündern des Verpackungsmülls völlig aus. Ansonsten, Windradfolie, oder einen Plastikordner fleddern.
  • Gummiband
  • Werkzeug: Lineal, Schere, Messer, Unterlage
  • Sehr praktisch zu haben: Drei leere Rollen vom Toilettenpapier, geht zur Not auch alles andere an rollbarem Papier/Pappe

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Als erstes die Einlage zuschneiden:

  • Ein großes Stück für die Rückwand: 6×12 cm
  • Zwei Mittelstreifen: 10×1,5 cm

Rechts sieht man drei Papprollen, und zwar aufgeschnittene Toilettenpapierrollen, die auf einen Durchmesser von etwa 1,6 cm gerollt wurde – was ein wenig dicker als eine eGo ist, so daß der Knopf gut Platz hat. Diese dienen als Platzhalter beim Wurschteln. Wer 5ml-Flaschen unterbringen möchte, muß eine Rolle dicker machen, auf etwa 2,2cm Durchmesser, und die Mittelstreifen gut 2cm breit machen.  Diese Rollen aufzubewahren für die nächste Bastelei ist übrigens eine gute Idee.

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Zunächst wird das Grundgerüst angefertigt, welches auch die “Außenwand” der Tasche darstellt. Dazu drei Ducttape-Streifen von gut 30 cm Länge abreißen oder -schneiden, und diese wie auf dem Bild übereinanderlegen. Dann die Rückeneinlage drauflegen, und das das Tape schön sauber drumherum falten.

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Das sieht so aus

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Dann mit einem weiteren Streifen das ganze zukleben, so daß man ein Band hat mit der Verstärkung in der Mitte. Den Streifen oben und unten grade abschneiden, wobei man die Seite, die hinterher die geschlossene Vorderseite ergeben sollte, in der Länge passend abschneiden sollte: 10 cm Vorderseite plus Boden, für die 3ml-Flaschen also 1,5-1,6 cm. Den Überschlag kann man später noch passend schneiden.

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Als nächstes werden die Seitenstreifen eingepackt: Ein passendes Stück Tape abschneiden, wie auf dem Bild zuschneiden. Es werden nur die obere und die untere Kante zugeklebt, die Seitenlaschen bleiben so offen liegen!

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Das ist jetzt etwas frickelig, geht aber auch, am besten mit Hilfe eines Lineals: Die Zwischenstege werden auf die Rückseite aufgebracht. Dazu wird eine noch klebende Seite um ein Lineal geklappt, wie auf dem Bild zu sehen, so daß nur ein sehr kleiner klebender Streifen zunächst aufgesetzt wird. Denn den bekommt man nochmal los, einen ganzen klebenden Seitenstreifen nicht mehr so gut. Wie man sieht dient hier eines der Röllchen als Ausricht-Hilfe.

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Beide Zwischenstege so aufkleben, daß die noch offene Seite mit der Plastikeinlage zur Mitte liegt, wie auf dem Bild.

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Dann möglichst ohne die klebenden Streifen oben zu überkleben einen Streifen Tape einkleben, und oben nochmals über die Stege kleben. Auch das geht am besten indem man den Streifen um das Lineal klappt, wie beim Aufsetzen der Stege.

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Und jetzt vorsichtig, damit es möglichst wenig Falten gibt, die Vorderseite umklappen.

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Jetzt die Seitenwände einsetzen. Ich habe vorsichtig von innen Tape eingeklebt, und, als gerne übergenauer Mensch, die unteren Ecken überzogen, damit da weder Lücken bleiben noch innen etwas klebt.

Dann werden die Außenseiten mit Tape überklebt, das Ergebnis sieht man unten. Peinlicherweise habe ich davon vergessen, ein Foto zu machen. Wird nachgeliefert, wenn ich die Nächste mache.

Es ist eine gute Idee, jetzt noch eine Lage oder zwei Tape um die fertige Tasche zu wickeln, der Stabilität wegen, und auch der Optik.

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Das Gummiband wird zurechtgeschnitten, es sollte genau einmal um die Tasche gehen.

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An die Lasche (die ich bei der nächsten Tasche kürzer machen werde) wird oben quer ein Stück Tape angeklebt.

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Das Tape so zurechtschneiden, daß das Gummiband genau davon gehalten wird. Die Laschen umknicken. Das Tape ist stark genug, die gelegentliche Belastung des Bandes auszuhalten. Wer sich Sorgen macht, kann die Enden des Gummibandes auch mit ein paar Stichen vernähen.

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Und so sieht die Tasche von Vorne aus, wenn sie zu ist.

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Das ist die Rückseite in geschlossenem Zustand.

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Und so sieht sie aus, wenn sie offen und die Klappe mit dem Gummiband befestigt ist. Hemdentaschenkompatibel.

5 Kommentare bis “eGos im Panzer(band)”

  1. mamamia sagt:

    Boah Alex — du bist schon ein absoluter Genauigkeitsfreak! Ich könnte sowas nicht mal im Ansatz nacharbeiten… :) Kompliment!

  2. Stefan sagt:

    Hallo Alex … schönes Täschchen, aber ich verwende zum aufbewahren und zum Transport meiner zwei Ego-T (Typ B) + 2 separate, vorher befüllte Tank`s ein Brillenetui. Sieht chic aus, lässt sich angenehm tragen und in die Tasche stecken. Zudem habe ich es immer mit einem Blatt von der Küchenrolle ausgekleidet, damit auslaufendes Liquid aufgesogen wird. Klappt hervorragend und ist auch in einer gewissen Weise dezent … bis ich es öffne und dampfe :-)

    • Alex sagt:

      Jup, hab ich auch – passende Einlage aus Schaumstoff zuschneiden kommt auch sehr gut in Brillenetuis. (Und diversen anderen.) Ich hab so einiges, aber es macht halt Spaß, rumzubasteln. Mir jedenfalls :D

  3. Vapourware sagt:

    Zunächst mal: Super idee und mit wenig finaziellem Aufwand verbunden, gefällt mir.
    Einige fragen die sich mir dennoch aufdrängen:

    1. Wo kommen auf einmal die Seitenwände her? In der Materialliste tauchen sie nicht auf. Einfach Tape seitenverkehrt einkleben, oder nochmal sowas wie den Mittelstreifen basteln?

    2. Um wie viel muss sich das Tape beim Rohbau überlappen? Also wie breit muss die ganze Geschichte mit den 3 Streifen Tape sein?

    • Alex sagt:

      Bei den Seitenwänden geht beides, je nachdem wie stabil oder flexibel man die haben möchte.

      Wenn man das Band doppelt nimmt, also quasi ein nicht mehr klebendes Blatt herstellt, muß sich das überhaupt nicht überlappen, muß halt versetzt geklebt werden. Wenn es auf einer Seite noch kleben soll, reicht so ca. 1 cm Überlappung völlig aus, das Zeugs klebt ja sehr gut. Mehr schadet aber auch nix.

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