510 Passthrough

In diesem Test geht es um den (510er-)USB-Passthrough. Meiner kommt vom chinesischen Versender “Heaven Gifts”, wurde von Joye hergestellt und ist in der Farbe Titanium. Es gibt noch unzählige andere Farben, aber mir gefiel diese am Besten. Bezahlt habe ich glatte 10 $, was angesichts des Umrechnungskurses und anderer Anbieter natürlich ein Schnäppchen ist. So, nun geht’s los!

Für was ist das Teil gut?

Der Passthrough, oder in Zukunft nur kurz PT genannt, soll vor allem für diejenigen Dampfer sein, die meistens immer zu Hause sind und/oder vor dem Rechner sitzen. PTs werden an einen beliebigen USB-Port eines Computers angeschlossen und speisen so den Pufferakku, der dadurch permanent mit Strom versorgt wird. Der Akku wird einmalig eingelegt und verrichtet vergessen und mehr oder minder unsichtbar seinen Dienst. Das lästige Akkuladen, -wechseln und der Akkuverschleiß an sich gehen dramatisch zurück, so daß man sich die guten Akkus für Unterwegs “aufbewahrt”. Die Pufferakkus kosten nur einen Bruchteil von normalen Akkus und sind dadurch wirtschaftlicher.

Alternativ läßt sich der PT auch bestens an einen USB-AC-Adapter anschließen. Ich dampfe so auch im Wohnzimmer PC unabhängig vor mich hin. Die Adapter sollten jedoch ca. 500 mA haben. Bei jedem anständigen Starter-eGo-Set ist ein USB-AC-Adapter bei, mit dem geht’s natürlich auch, ich habe mir jedoch ein Extranetzteil nur für diesen Zweck mitbestellt. Auch als Ersatz, weil diese Teile auch gerne mal kaputt gehen. Noch eine Alternative stellen aktive USB-Hubs dar. Diese kann man ohne PC betreiben und so auch PC unabhängig dampfen.


Bilder



Der komplette PT mit Kabel





Das Ende, wo der Verdampfer raufgeschraubt wird, gut sichtbar ist der Aktivierungsknopf







USB-Anschluss mit eingelegtem Pufferakku (10440)





Mit oder ohne Pufferakku?

Es gibt auch PTs ohne Pufferakku, von diesen würde ich jedoch abraten, da die im schlimmsten Falle das Mainboard schrotten können! Aktuellen PCs macht dies nichts aus, ältere Rechner hingegen könnten davon gehimmlt werden, weil der plötzliche Strombedarf an einem USB-Port etwas durchknallen lassen könnte.  Ich schreibe mit Absicht “könnte”, da es zwar vorkommen kann, aber nicht muss. Im Endeffekt muss es jeder selber wissen, aber die PTs mit Pufferakku kosten im Schnitt nur ein wenig mehr und man kann diese auswechseln (z.B. 2 Stück Protected für 5,08 $ von Trustfire, gesehen bei DX).

Weiterer Vorteil des Pufferakkus: man kann auch eine zeitlang ohne jegliche USB-Buchse weiterdampfen. Die Akkus haben in der Regel 360 mAh, was nun wirklich nicht überragend ist, aber für mal kurz in der Küche beim Kaffee dampfen reicht’s aus.

Was außerdem für einen Akku spricht, ist die Tatsache, dass PTs ohne diesen die vollen 5 Volt vom USB-Anschluss an den Verdampfer weiterleiten. Das bedeutet recht warmes Dampfen und höheren Verdampferverschleiß und bisweilen einen viel schärferen Geschmack des Liquids, welches einigen Dampfern sehr unangenehm ist. Die Pufferakkus sorgen dafür, dass eben nur der “gewohnte” Strom von 3,7 Volt weitergeleitet wird, also genauso viel als bei den normalen Akkus.


Andere Verdampfer?

Den PT gibt es für so gut wie alle Verdampfermodelle. In diesem Test geht es speziell um das 510er-Modell, aber unterscheiden tun sich die anderen gar nicht, sondern nur das Gewinde ist anders – logisch, damit auch die anderen Verdampfer Anschluß finden. Alternativ kauft man sich einen PT und noch Gewindeadapter, so hat man nicht mehrere PTs rumfliegen und kann dennoch andere Verdampfer nutzen. Getestet habe ich einen Adapter 510-901 mit diesem PT, klappt wunderbarstens. :-)


Dampfverhalten?

Also ich muss für mich sagen, daß es am PT etwas weniger dampft, als am Akku. Jedoch ist der Unterschied sehr klein und ich kann gut damit leben. Jeder empfindet es wieder anders. Auch habe ich bemerkt, daß leider nicht jeder Verdampfer am PT so will wie er soll. Ich habe keine Ahnung, wieso warum weshalb. Andere Verdampfer gehen hingegen am PT besser als am Akku. Da sind sie wieder, die Mysterien beim Dampfen!


Nachteile?

Klar, die gibt’s auch. Zuerst muss ich hier das wirklich extrem dünne Kabel erwähnen. Ich befürchte, dass dieses nicht lange hält und früher oder später einen Kabelbruch erleidet. Wer löten kann, kann sich ganz einfach ein neues, dickeres ranbauen, fertig. Wer jedoch in Sachen Basteln 2 linke Hände hat, wird sich wohl oder übel einen neuen bestellen (müssen). Die zweite Sache wäre der Pufferakku. Wenn dieser ausfällt ist nix mehr mit Dampfen, denn der PT funktioniert NUR mit Pufferakku (selber ausprobiert). Also besser gleich in einem einschlägigen Shop eine 10440 bestellen und so im Notfall gewappnet sein. Und das dritte Argument ist die Portabilität, aber dafür sind die Dinger ja auch nicht gemacht, um sie ewig mit sich herumzuschleppen… :-)


Fazit:

Wer ständig zu Hause ist oder bei der Arbeit nur vor’m Computer sitzt, ist mit einem PT bestens beraten. Denn dadurch werden die sonst in Relation teureren Dampfer-Akkus geschont und bleiben, bei richtiger Pflege, länger am Leben. Man hat sich schnell an das Teil gewöhnt und möchte es auch nicht mehr missen!


Nachtrag: Die Haltbarkeit

Tja, wie es im Leben so läuft, nichts hält ewig, zumindest kein PT. Nach 12 Tagen hat meiner schon die Flügel gestreckt und ist defekt. Nach 2 bis 3 Zügen kam kein Dampf mehr, ich schob’s zuerst auf den Pufferakku. Aber ein Test mit einem Batterietester zeigte, daß auf dem Akku die volle Spannung lag – also konnte ich den ausschließen. Der PT war tot, aber zurückschicken wäre zu aufwändig und zu teuer, so nahm ich ihn auseinander, aber ich konnte keinen sichtbaren defekt feststellen. Also wieder zusammengeschraubt und…er ging wieder! Zumindest für ein paar Stunden, dann das selbe Prozedere nochmal, und nochmal, und nochmal. Schließlich habe ich nun die Nase voll, nehme wieder die normalen eGo-Akkus und werde den eStick 100 mit 510-Adapter für Euch testen – auf dass dieser länger hält! :-)

3 Kommentare bis “Der Passthrough – Dampfen ohne Akkuverschleiß”

  1. Manuel sagt:

    Hmmm… Wär mal ein Versuch wert. Bin meistens ohnehin vorm PC – aber ich befürchte fast, dass ich dann meine Dampfis im Geschäft vergessen könnte, wenn ich abends gehe x.x

  2. Eddy sagt:

    Vielleicht hat der Mittelpol keinen Kontakt mehr? Irgendwo habe ich gelesen, dass man den mit einem feinen Schraubenzieher etwas anheben kann. Alternativ könnte man vielleicht einen Lötpunkt draufsetzen.

    Oder kommt da auch kein Strom? Dann evtl. Kabelbruch?

    Hmm – ich werde ihn mir trotzdem auch für’s Auto zulegen.

    • Alex sagt:

      Der Artikel bezieht sich auch noch auf die alten PTs für 510er (und ältere), die hatten notorisch dünne, fest angebrachte Kabel die schnell brachen. Die eGo-PTs z.B. benutzen ganz normale Standard-Mini-USB-Kabel, wo man auch ein Ersatzteil aus dem Elektroladen nehmen kann.

      Den Mittelpol kann man, wenn er keinen Kontakt bekommt, auch mit einer dicken Nadel oder einer umgebogenen Büroklammer anheben, das kommt schonmal vor, insbesondere wenn man nicht-Standard-Verdampfer irgendwo draufhatte, aber auch so schonmal.

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