Selbst ist der Wickler: Der A2 21


Ein A2 mit 510er-Anschluß

A2 mit 510er-Anschluß

Im Prinzip ist so ein Verdampfer ja ein simples Gerät: Durch ein Stück Draht, welches um eine Liquid transportierende Faser gewickelt ist, wird Strom geschickt, der Draht heizt sich auf, das Liquid verdampft.

Als vor einiger Zeit eine recht spezielle Sorte Einwegverdampfer populär war fiel unseren Bastlern auf, daß man die durchgebrannte Heizwendel doch eigentlich ersetzen können müßte. Man konnte, und einige Versuche später gab es einiges an Anleitungen für den Umbau dieser Verdampfer, und nicht allzuviel später auch den Bullismoker A1, den ersten Serien-Selberwickler.

Alex und kein A1

Das Problem beim A1, soweit es mich persönlich betraf, war (und ist) einfach die doch recht beachtliche Größe des Teils sowie, wenn man sich keinen passenden Akkuträger selber bastelt, der nicht gerade ausprobierfreudige Preis. 21 mm Durchmesser hat der A1, dazu ein größerer Akkuträger, und ich mag nichtmal 900er eGo-Akkus, weil die mir zu groß sind. Von den gut dreistelligen Anschaffungskosten mal ganz abgesehen für ein Set mit A1 und Akkuträger. Das war einfach nix für mich und meine Patschepfötchen. (Und meine Brieftasche.)
Wobei es natürlich auch umgekehrt Leute gibt, die gerade diese Größe schätzen – wie so vieles beim Dampfen reine Geschmackssache.

Alex und vielleicht doch ein A2?

Ein A2 auf einem eGo-Akku mit gekürztem eGo-Cone

A2 auf eGo-Akku mit gekürztem eGo-Cone

Ein A2 auf einer Hallo F16

A2 auf F16

Nun ja, ich war wohl nicht der Einzige, der diese Bedenken hatte – vor einigen Monaten brachte Cetin den A2 heraus: Einen Selberwickler etwa im 801er-Format, den es auch mit 510er-Anschluß gibt, den man also auf Standard-eGo-Akkus dampfen kann. (Ebenso gibt es ihn mit 901- und 801-Anschluß sowie wahlweise in Alu oder Edelstahl.) Dazu ein 701er-Depot, wo auch anständig was reingeht. Das klang schon interessanter …

Dennoch hat es gedauert, bis ich einen hatten, denn, nun ja, es gibt ja Leute, die würden glattwegs behaupten, daß ich ein Zyniker bin. Da haben sie nicht unrecht. Weswegen ich jetzt mal behaupte: Ein mindestens ebenso großes Problem wie das Wickeln sind die Fans:

  • Die gleiche Fraktion, die vorher getönt hatte, daß man ohne Mod nicht dampfen könnte, meinte nun das gleiche von den Selberwicklern. Mit den gleichen Argumenten („Deutsche Wertarbeit“ „So viel besser“ „So viel billiger! Rentiert sich in spätestens 5 Jahren!“) und vor allem dem gleichen charmanten Stil. Und ungeachtet der Tatsache, daß das ganz viele Leute tadellos können.
  • Leute, die noch keinen Monat dampfen, das offensichtlich auch nie richtig hinbekommen haben („Meine Verdampfer halten immer nur 2 Tage!“) kaufen sich einen Selberwickler, bekommen scheins ihre allererste Wicklung glücklich hin – und behaupten fortan, daß alles andere doof ist.
  • Und es soll Leute geben, die auf nahezu jedes Posting wo es um Verdampferprobleme geht, antworten, daß ein Selberwickler die Lösung aller Probleme sei. Dumm nur wenn sie sich irgendwo verplappern und erzählen, daß sie ihre eigenen längst verkauft haben, weil sie das leider mit dem Wickeln nicht hinbekommen haben.
  • Zig Postings, wo Leute von ihren Wickelproblemen sprechen – macht man eine Umfrage, gibt es merkwürdigerweise keine Probleme mehr.

Vertrauenswürdig ist was anderes …

Doch ein A2 – und die Tücken

Ein zerlegter A2

Ein zerlegter A2

Mittlerweile allerdings habe ich einen A2, und ich kann nur sagen: Diese Fans hat sich der A2 nicht verdient. Allerdings sollte man auch das Hohelied nicht ganz so hoch singen – die Wickelei hat ihre Tücken. (Nicht daß ich meinen nochmal hergeben würde, um das gleich zu sagen.)

Die Tücken bemerkte ich schon, als ich den A2 bekam. Da hatte ich nämlich leider die linke Hand in Gips. Super. War nix mit Wickeln. Und Cetins mitgelieferte Wicklung ist nicht auf getaktete Akkus ausgelegt. So dampfte ich den A2 dann über eine Woche doch sehr weich vor mich her, bis der Gips runter war. (Zum Glück bin ich ja anderweitig eingedeckt.) Und weil das schneller geht als man gucken kann: Wenn schon, dann mit (nicht-Wickler-)Backup.

Wickeln – die Theorie

Dann ist das nicht gerade unkompliziert mit der Wickelei: Schön daß man sich theoretisch aussuchen kann mit jeder Wicklung, wieviel Flash, Dampf oder Geschmack man haben will. Allerdings ist schon die Theorie nicht gerade trivial; beiden Foren haben dazu seitenlange Threads. Ich zitiere nur mal auszugsweise aus den „Wickelleitsätzen“ im Dampfertreff (und die sind schon eine Kurzfassung):

Die Leitsätze 

[…] Es verbleiben also nur noch die drei Variablen Drahtlänge, Faseranzahl und Abstand zwischen Faser und Draht, die auf unser Endergebnis einwirken. Diese drei Variablen kann man nicht über einen gewissen Wert hinaus erhöhen. Man merkt an folgenden Punkten, wenn eine Variable zu hoch ist:

  • Es schmeckt metallisch -> Abstand zwischen Draht und Faser ist zu groß / Der Draht fängt an einer Stelle an zu glühen
  • Es schmeckt zwischendurch kokelig -> Abstand zwischen Draht und Faser ist zu klein / Die Liquidzufuhr wird an der äußeren Wicklung abgeklemmt – die mittlere Wicklung fängt an, die Faser zu verbrennen
  • Es schmeckt so, als ob man das Liquid trinken würde -> Zu viel Faser, respektive, zu viel Liquid an der Wendel – Der Draht ist nicht mehr in der Lage, das Liquid zu verdampfen
  • Nach wenigen Zügen schmeckt es kokelig -> Zu wenig Faser – Es fließt nicht genug Liquid zu der Wendel
  • Es kommt kaum etwas raus, oder wenn, dann nur nach langem paffen, jedoch auch weniger -> Draht zu lang – Der Akku gibt nicht genug Spannung ab, um die Drahtlänge noch zu „befeuern“.
  • „Ich konnte gerade meine Lungenflügel sehen“
    oder
    „Mein Dampfgerät hat mir gerade die Hand weggesprengt“ -> Zu wenig Draht führt zu einem Wahnsinnsflash oder schließt den Akku kurz, der im ungünstigen Fall explodiert.

[…] Man kann die Leitsätze allerdings noch etwas weiterspinnen, wenn man jeweils eine Variable mehr hinzunimmt, davon ausgehend, das man es mit den Variablen nicht übertreibt:

  • Viel Draht + viel Faser + großer Abstand = Sanfter Flash + deutlicher Geschmack + deutlicher Dampf
  • wenig Draht + wenig Faser + kleiner Abstand = starker Flash + wenig Geschmack + viel Dampf
  • wenig Draht + viel Faser + großer Abstand = deutlicher Flash + viel Geschmack + deutlicher Dampf
  • wenig Draht + viel Faser + kleiner Abstand = deutlicher Flash + viel Geschmack + recht viel Dampf
  • und so weiter.

Und wenn man die Theorie intus hat, muß man die dann auch noch in die Praxis umsetzen.

Wickeln – die Praxis

A2-Unterteil, Glasfaser und Heizdraht

A2-Unterteil, Glasfaser und Heizdraht, Wickelhilfe

Nun gut, ich bin eh eine Flash-freie Zone. Dampf finde ich nett, aber gesteigerten Wert auf besonders viel davon lege ich nicht. Aber Geschmack, davon will ich viel, viel, viel haben. Also nach längerer Lektüre für eine 6/6-Wicklung entschieden, also 6 Wicklungen Draht um 6 Lagen Glasfaser.

Gleichfalls hatte ich nicht vor, mich gleich durch das durchaus vorhandene Angebot diverser Glasfasern und Heizdrähte zu wickeln, Cetins mögen nicht die billigsten sein, aber sind ja erstmal dabei und sind unproblematisch zu handhaben. (Ich hab mir mittlerweile auch reichlich davon nachbestellt – da weiß ich was ich hab.)

Eine A2-Wicklung unter der Lupe

A2-Wicklung unter der Lupe

Gut, das ist dann ja ganz einfach: Glasfaser dreimal um das Rohr wickeln (einfachste Methode, die abzumessen), Glasfaser an Wickelhilfe, Draht um Glasfaser und Wickelhilfe wickeln. Aber nicht zu stramm, sonst gibts Durchflussprobleme. Und nicht zu locker, sonst glüht der Draht durch. Und das dann auf weniger als einem Zentimeter Breite, aber bitte gleichmäßig. Ähm, ja … Also eigentlich brauche ich noch keine Lesebrille, und auch nur selten eine Lupe. Aber man sorgt ja vor und besitzt eine Klemmlupe. Selten so froh gewesen über so einen brauchst-du-das-wirklich-Einkauf. Und auch mit dem Strammziehen hatte ich insofern Glück, weil man doch sowas von Perlenarbeiten (wahlweise Näherei) gewohnt ist. Wer mit solch kleinen feinen Sachen allerdings lange nicht oder nie gearbeitet hat, dürfte etwas mehr Spaß haben, das richtig hinzubekommen. (Ein sehr nettes Video – Die kann das! – gibt es hier.)

Die Wicklung auf dem A2

Neue Wicklung auf dem A2

Dumm auch, daß man sich bei so feinen Drähten und dem Anschließen und doch noch etwas ziehen schnell mal verzählt hat: Eine 6/7-Wicklung war doch eine Heizdraht-Wicklung zuviel. Nun ja, ich paffe ohnehin alles an, und so habe ich auch diese eine Woche gedampft. Der Geschmack war in der Tat wirklich erstklassig, das muß man sagen. Ganz wie gewünscht.
Auch die Haltbarkeit der Wicklung war ziemlich gut (wie immer bei mir), wobei eine 6/6er-Wicklung auch länger hält als z.B. eine 3/3er, weil das Material nicht so belastet wird. Eine Woche ist bei mir problemlos drin, allerdings mit einem oder zwei DryBurns zwischendurch. Die natürlich am A2 problemlos sind wie sonst nirgends: Rohr abschrauben, A2 unter fließendem Wasser ausspülen, mit einem Stück Zewa das Wasser aufsaugen, DryBurn, nochmal abspülen und trocknen, fertig.
Auch die zweite Wicklung, diesmal tatsächlich 6/6, hat problemlos eine Woche überdauert. Und ich mußte auch nicht mehr anpaffen. Sehr schön.

Und eins muß man ausdrücklich erwähnen: Die Zigarren-Depots sind klasse; Q-Tip rein, Watte leicht ausgedünnt, laufen perfekt und siff-frei nach, nachfüllen ist bei mir meist 25-30 Tropfen, also schon anständig.

Luggis Dampferladen in München hat auch DripTips und äußerst schicke Mundstücke für die A2.

Strom will er auch noch

Wie gesagt, der A2 läuft tadellos auf der eGo oder auch der Riva oder der F16, vermutlich auch auf den anderen Geräten der eGo-Klasse. Man muß das beim Wickeln natürlich beachten, dem A2, wie jedem anderen Verdampfer auch, liefert eine eGo getakteten, und damit effektiv zunächst weniger Strom. Eine Wicklung, die auf einem eGo-Akku passt, schmeckt auf einem Akkuträger, genau wie alle anderen Verdampfer, also anders.

Eines will beim A2 auch noch bedacht sein, und das ist die Optik: Gebaut ist er für die Bulli-Akkuträger, was bedeutet, auf einem eGo-Akku sieht er wegen des freiliegenden Cone-Gewindes des Akkus nackt etwas … sagen wir mal, optisch verbesserungsfähig aus. Wie ihr oben sehen könnt, kann man sich einen eGo-Cone schlicht kürzen und aufschrauben, das behebt dieses Problem. Das Dumme ist nur bei mir, meiner wurde nicht weit genug gekürzt, der A2 bekommt keinen richtigen Kontakt, da muß ich noch irgendwie einen Millimeter runterbekommen. 1,8 cm, für die, die selber kürzen wollen, ist zu lang – 1,6 sollten aber auf jeden Fall kurz genug sein.
Das ist der Grund, warum wenigstens meine (geschenkten) F16-Akkus zur Zeit wieder in regem Gebrauch sind: Die haben kein Cone-Gewinde, also sieht auch kein freiliegendes Cone-Gewinde seltsam aus.

Cetin bietet ebenfalls einen Cone für eGo-Akkus an.

Apropos Strom: Messen schadet nicht

Besser einschätzen ob eine Wicklung in etwa so hingekommen ist, wie man das wollte, kann man, indem man einfach sie mal mit dem Multimeter durchmisst – am besten den fertig zusammengebauten A2. Dabei hängen die Zielwerte natürlich vom gewünschten Ergebnis und dem Akku(träger) ab: 3 Ohm und eGo-Akku zum Beispiel ist nicht so ideal, da kommt nicht mehr so furchtbar viel raus. Auf diversen Akkuträgern ist das aber eine sehr geschmackvolle Wicklung.

Außerdem hat das Messen noch einen sehr großen Vorteil: Wenn man sich mal verwickelt hat, und etwa eine Wicklung mit 0,3 Ohm produziert hat, kann die durchaus einen Akku schrotten. Eine Erfahrung, die man nicht selber machen muß 😉

Die Kosten

Der A2 kostet bei Cetin 45 Euro, die Edelstahl-Ausführung 50 Euro. Dabei sind ein Zigarrendepot und jeweils ein Meter Glasfaser und Heizdraht. Ein Bundle mit jeweils einem weiteren Meter kostet 3,84 Euro, ein Ersatz-Depot 1,99 Euro, dazu natürlich Versandkosten.

Zigarren-Depots sind mittlerweile etwas schwierig zu bekommen, aber es gibt sie durchaus auch anderswo, und auch Heizdraht und Glasfaser kann man anderswo kaufen; sind dann allerdings andere. Werden auch sehr gerne genommen; ich bin mit Cetins zufrieden. (Und Zigarren-Depots hatte ich selber noch einige.)

 

Ob die Wickelei allerdings tatsächlich soviel billiger ist als fertige Verdampfer, hängt durchaus auch davon ab, wie lange jeweils Wicklung und Verdampfer halten. Und natürlich, wo man Faser und Draht herholt.

Meine persönliche Rechnung sähe so aus:
Bei mir kostet eine 6/6-Wicklung an Material etwa 25 cent. (Wer etwa 3/3 wickelt zahlt natürlich weniger.) Nehmen wir mal an, die hält eine Woche. Nehmen wir mal an, der A2 selber hält 5 Jahre. Macht pro Jahr 45/5 + 0,25×52 = 9+13 = 22 Euro. Das wären gut 4 510er oder 14 e2 XLs, in den beiden hatte ich nämlich das Liquid, was ich jetzt im A2 dampfe. Die verbrauche ich nicht in einem Jahr, bei mir hält ja alles notorisch lange. Würde den A2 also leicht teurer machen für mich. Allerdings in der Größenordnung von wenigen Cents die Woche – das halte ich für durchaus verkraftbar 😀

Und das dürfte auch für viele andere ein klein wenig anders aussehen:
Wicklung 3/3, die eine Woche hält, Lebensdauer eines 510ers 2 Monate: Kosten mit dem A2 9+6,5 = 15,50 Euro, Kosten für 510er 30 Euro
Wicklung 6/6 die drei Tage hält, T-Verdampfer, die einen Monat halten: Kosten mit dem A2 etwa 40 Euro, mit dem T (9 Euro) 108 Euro.

Man sieht, es ist doch sehr unterschiedlich – aber signifikant teurer ist schwierig, und billiger oder mindestens gleichauf sehr wahrscheinlich.

 

Was allerdings (erstmal) ins Geld gehen würde, wäre die Anschaffung mehrerer A2s, und ich bin ja nicht der Einzige, der gerne etliche Liquids dampfbereit dastehen hat. Ich müßte mich sehr umgewöhnen, könnte ich nur 1-2 Liquids hier griffbereit stehen haben, wollte ich also umsteigen, wäre das eine recht große Summe, die da erstmal zusammen käme.

Fazit

Für mich funktioniert der A2 also – er dampft und vor allem schmeckt gut, dürfte recht lange halten, und meine Wicklungen haben bis jetzt – alle beide, aber ich wollte doch mal langsam etwas dazu auf der Seite haben – gut funktioniert. Ich könnte und wollte aber nicht komplett auf A2 umsteigen, da würde mir meine Orgelpfeifensammlung vor dem Monitor doch zu arg fehlen.

Würde ich den A2 aber auch anderen empfehlen? Mit Einschränkungen …

  • Ohne gründliche Einleserei geht es bei den Selberwicklern nicht wirklich; alternativ kann man sich das natürlich von jemandem mit Erfahrung zeigen lassen. „Mal eben so“ rumprobieren sollte man unterlassen, das kann nur zu Frust führen.
  • Leute, die nicht beide Hände gut gebrauchen können, oder Schwierigkeiten mit dem Sehen haben, werden den A2 kaum wickeln können. (Könnte eventuell etwas besser gehen mit dem A1, der ist größer.)
  • Leute, die es für eine Wissenschaft halten, einen Faden durch ein Nadelöhr zu ziehen und notorische Grobmotoriker dürften auch so ihre Schwierigkeiten haben. Die sollten vielleicht mal einen A2 tunlichst auf einem Treffen oder bei einer ähnlichen Gelegenheit genau in Augenschein nehmen, ehe sie investieren. Das gleiche gilt für Leute, die sich aus anderen Gründen die Wickelei eher nicht zutrauen.
  • Man muß, auch wenn man „so einen Kleinkram“ eigentlich kann, durchaus damit rechnen, daß die Wickelei nicht funktioniert; die Foren sind voll mit Berichten von Problemen, und die Geräte, die in den Flohmärkten stehen, stehen da auch nur selten, weil einer die Dampferei ganz aufgegeben hat.
  • Man muß auch damit rechnen, daß es vielleicht irgendwann mal gut klappt mit dem Wickeln – aber daß man so den einen oder anderen Meter Faser und Draht beim Üben verbraucht, von Zeit, Nerven und Liquid ganz abgesehen.

Wer glaubt, so etwas prinzipiell hinzubekommen, und bereit ist, im Zweifelsfall (der nicht gerade selten ist), einige Zeit und etliche Probewicklungen zu investieren, der sollte den A2 (oder wenn es etwas größeres sein darf, den A1) ruhig einmal ausprobieren. Wenn es dann klappt, hat man ein preiswertes, stabiles, und im Unterhalt sehr bezahlbares Gerät.
Man muß allerdings auch damit rechnen, daß es nicht klappt, oder daß es zwar irgendwie klappt, einem aber jedesmal 3 Wicklungen, ehe eine hinhaut, zu lästig sind. Man sollte also noch nicht alle Fertigverdampfer gleich verkaufen. Sollte man ohnehin nicht, siehe das Hand-in-Gips-Problem. Und wenn es nur ein 510er als Backup ist.

Wovon ich weiterhin felsenfest überzeugt bin, ist daß die Selberwickler absolut nicht anfängergeeignet sind, von ganz seltenen Ausnahmen (hingebungsvolle Frickler mit selberwickelndem Nachbarn etwa) abgesehen. Wenn es nicht klappt, ist die Chance, daß dann jemand gleich die ganze Dampferei wieder hinwirft, viel zu groß. Außerdem hat es schon mehr als genug Newbies gegeben, die das Kokeln eines staubtrocknen Verdampfers für den Flash gehalten haben, den sie suchten; den Unterschied sollte man vor dem Wickeln kenne. Oder auch das Gefühl, daß der Verdampfer etwas überfüllt ist, sollte man kennen. Und so weiter …

Der A2 ist ein prima Zweitdampfer für Leute, die gerne frickeln. Ein geeigneter Erst-Dampfer ist er aber ebensowenig wie ein sinnvoller Allein-im-Haus-Dampfer.

P.S.: Suche gut erhaltene und preiswerte A2s mit 510er-Anschluß, eventuell auch 901er-Anschluß 😀


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21 thoughts on “Selbst ist der Wickler: Der A2

  • Jay

    Hey,

    jetzt wollte ich mal wieder nach dem Liquidkochbuch schauen und sehe diesen schönen Bericht :-)

    Ich selbst bin seit ca. 80 Tagen Dampfer, davon die ersten 2 Wochen 510, Woche 3-4 Ego-T und seit woche 5 ausschließlich A2. Ich bin sehr zufrieden damit und kann ihn nur empfehlen. Wie du geschrieben hast sollte man etwas Grundkenntnisse haben. Ich komme gut klar momentan, es gibt immer mal wieder „Frustmomente“, wenn nicht alles so klappt wie man will, aber die kommen auch nur noch vor, wenn ich verschiedene Tank-Mods teste.

    Kleiner Tipp, ich würde gewisse Dinge erwähnen wie den möglichen Tank-Mod bei dem man das Depot zu einem Tank mittels Glasfaser und Cartomizer-Stöpsel umbaut. Desweiteren muss ich dich korrigieren du schreibst weniger Material bzw weniger Draht = kürzere Lebensdauer. Das stimmt nicht ganz so. Im E-Rauchen-Forum gibt es einen Thread indem ein Member die These aufstellt, je weniger Ohm (im Bereich von 1,7) desto länger hält die Wicklung. Ich kann das nur bestätigen. Zu Beginn hab ich 2,2 Ohm gedampft sprich 6HZ (0,2mm) und die Wicklung war eigentl. nach einem Tag schon sogut wie tot, total schwarz (natürich auch liquidabhängig) und der Geschmack hat schon nachgelassen. Jetzt mit 4HZ sieht die Wicklung nach 3 Tagen so aus wie vorher nach einem. Geschmack und Flash sind auch stark von dem Abstand zwischen den einzelnen Wicklungen abhängig also is eben nicht wenig Ohm = zu starker Flash…

    Was die Wickelhilfe angeht muss ich sagen bin ich zufrieden mit meiner Bengsschnur, das würde ich an deiner Stelle auch mal testen. Die nimmt man einfach in die Hand und wickelt den HZ drum herum ohne Wickelhilfe. Preislich ist sie auch attraktiver als Cetins. Das Problem ist vielleicht wenn man den Dryburn zu stark macht bei der Bengs zerbröselt sie, da die Hitzeempfindlichkeit nicht der von Cetins Schnur entspricht. Weiterhin sollte man sie vorher auch „vorbehandeln“ sprich kurz mit Feuerzeug abflammen.

    So far, wünsch dir viel Spaß mit dem A2 😉
    Greeetz

  • Jay

    was ich noch hinzufügen wollte ist, was eigentl. der größte Vorteil mMn ist, dass man einfach nach 3 Tagen oder wie man will den Verdampfer wechseln kann. Vorher bei 510 und vorallem der Ego-T war der Geschmack manchmal schlecht und dann hab ich den Verdampfer durchgespült, dryburn gemacht und und und aber es war mir irgendwo immer ein Rätsel. Ich wusste auch nicht, ob ich den Verdampfer jetzt wegschmeißen soll/muss oder nicht. Jetzt ist es ganz easy, 3 Tage und ich wickel den Verdampfer neu, kein Stress mehr immer toller Geschmack :-)

    Grüße

  • Silke Robbins

    Hallo erstmal und ein mega großes Lob an deine Seite hier. Sie ist toll !!!!!!!!!!!!!!!
    Nun zu mir, ich dampfe jetzt seit ca 5 Wochen eGo T. Bin von 30 Pyros am ersten Tag gleich auf null gekommen und zu meiner Überraschung nie wieder eine angefasst oder vermisst. Ich bin absolut überzeugte Dampferin geworden. Nun habe ich mir einen A2 bestellt ( noch ist er unterwegs), ich bin auch gewillt mich diesem Teil zu stellen, aber jetzt habe ich irgendwie Angst bekommen das es ne blöde entscheidung war. Aber es ist so, das ich vorhabe zumindest bis ich den Dreh raus habe vorwiegend eGo T weiter zu dampfen. Meinst du mit viel einlesen, Geduld und der absoluten Hingabe zum Dampfen kann ich es schaffen?????

    • Alex Beitragsautor

      Ach wo, es sind schon ganz andere mit den Selberwicklern fertiggeworden 😀 Und wenn wirklich alle Stricke reißen, bekommt man sie in den Forenflohmärkten mit ziemlich geringem Verlust weg. Totalverlust wird es also auf keinen Fall.

      Jedoch würde ich mal sagen, daß die meisten es irgendwann hinbekommen, halt probieren, und auch mal eine Wicklung bei der man sich nicht sicher ist ein Depot eindampfen, manche stellte sich als doch noch gut dampfbar heraus.

      Ich liebe meine beiden A2s, und dampfe trotzdem auch noch viel eGo, missen möchte ich keins von beiden.

  • Silke Robbins

    Dankeschön. So stelle ich mir das auch vor, kann mir im Moment nicht vorstellen mich von der eGo zu trennen.

    • Alex Beitragsautor

      Man muß einfach ausprobieren, was einem am Ende besser schmeckt und passt, da sind die Geschmäcker einfach sehr verschieden. Der eine will nie wieder Standard-Geräte haben, der nächste nie wieder wickeln, und für die meisten dürfte es auf eine Mischung von beidem rauslaufen.

  • Michael

    Auch ich bin jetzt ein stolzer A2 Besitzer, habe diesen heute von einem Dampffreund erhalten.

    Bin nur gespannt wie es mit wickeln laufen wird, da meine Augen nicht mehr so gut sind und eine Brille habe ich noch nicht.
    Allerdings geschmacklich ist der A2 genial.

    Ich werde es sehen, wünsche allen hier noch viel Spass!

  • Matze

    A2+ProVari: nicht immer die Lösung, aber ein sehr dankbarer Akkuträger für den A2 sowie ältere Ego Zerstäuber. Durch die Möglichkeit die Spannung anzupassen ist die Drahtlänge nicht mehr so ausschlaggebend und das aussehen der Wicklung auch nicht. 0,1V Verstellung sind deutlich spürbar. Spätestens nach 5-6 Zügen weiß man ob die Spannung erhöt oder verringert werden muß. Bei mir läuft der ProVari meist zwischen3,6 + 4V.
    4V eigendlich nur bei Ego mit ESS Mod, da das Ess bei mir immer bis auf die Wendel geschoben wird.Ego mit neuem Glasfaserdocht geht oft auch bei 3,5V sehr gut.Unter 3,5 sollte der ProVari wegen der Haltbarkeit der Akkus nicht betrieben werden.
    Ich selber habe mit Ego-T angefangen und mich durchgerungen in Professional zu investieren.
    Weg von Problemen mit Wegwerfartikeln. Schaut euch mal die Wicklung im Video der netten Frau an und welchen Akkuträger die für den A2 benutzt. Die weiß was Sie da macht ist mein Urteil. Aber da gibt es Leute die wissens besser „echte Profis“.
    http://www.e-rauchen-forum.de/thread-25257.html

  • Pfeifer Martin

    Hi lete!
    ich habe so gedanken nen akkuträger zu basteln um richtig power aus nem 510er zu holen…
    wie viel volt glaubt ihr hält so n 510er aus? ne neun volt blockbatterie wird dem 510er zu stark sein oder? was wäre mit ner 4,5 v flachbatterie?
    mfg Martin

  • Koepi

    @PfeiferMartin: 9V wird gar nicht gehen, außer, du baust dir eine Monsterwicklung im A2 oder GenisisLV – so mit etwa 20 Wicklungen 0,2er-Kanthal könnte da was gehen. 4,5V sind ebenfalls bereits grenzzwertig. Auf ungeregelten Akkus/Akkuträgern mit 4,2V Anfangsspannung neigen die meisten Verdampfer beziehungsweise Wicklungen bereits zum Kokeln. Zum Testen einer 4,5V-Flachbatterie kannst du ja mal einfach einen Verdampfer mit fliegender Verdrahtung befeuern …

    @Alex: Deine Kostenrechnung ist aber schon sehr konservativ 😉 Was ich inzwischen bereits in Verdampfer investiert habe … da ist der A2 definitiv eine Kostenersparnis, das Grundgerät hast du ja bereits nach fünf nicht gekauften Tank-Verdampfern wieder raus. Das waren bei mir vielleicht drei Monate.

    Wenn dir der gute A2 bereits gefällt, solltest du vielleicht auch mal versuchen, an einn GLV zu kommen. Meiner Meinung nach ist der noch einfacher zu wickeln als der A2. Und du bekommst den reinen Liquid-Geschmack. Der A2 ist bei mir seitdem nur noch Backup-Verdampfer oder für Mischunfälle. Durch die Glasfaser dämpft der A2 den Geschmack und macht einige Liquids genießbar, die im GLV durch die Geschmacksreinheit gar nicht gehen :)

  • light

    Kurze Frage zum Draht.
    Kann man hier auch Kupferdraht verwenden? Hat dieser den gleichen Wiederstand? Oder gibt dieser giftige Stoffe beim Verbrennen ab?

    Vielleicht hat ja jemand Erfahrung in der Richtung und kann mir einen Rat geben.
    Gruß light

  • Frank

    Der Sinn des Verdampfers besteht ja darin, das sich der Draht erhitzt und das Liquid verdampft. Deshalb muss der Heizdraht einen gewissen Widerstand haben. Kupfer wird bei Leitungen verwendet, weil er einen geringen Widerstand besitzt. Kupfer ist also nicht geeignet. Kanthal oder Nichrom sind übliche Drahtsorten. Im Verdampfer verwendet mann einen Durchmesser von 0,16 oder 0,2mm.