eGo C und Co 8


Alles fließt, und auch die Geräte entwickeln sich weiter. Unter dem Namen „eGo-C“ (C wie Changeable, wechselbar) gibt es von Joyetech einige Weiterentwicklungen der eGo und eGo-T zu kaufen, ebenso wie einen schicken Mod für einzelne Akkus.
Auch ein Ausprobieren wert: Kanger Horizontal Coil Cartomizer und Keyring Mini-Akkus.

eGo-C

eGo-C-Verdampfer

Oben das Gehäuse, unten der Verdampferkopf und die Dornplatte.

Der eGo-C-Verdampfer

Wer sich je geärgert hat, daß man „so viel“ wegwerfen muß, wenn ein eGo-T-Verdampfer an sein seeliges Ende kommt, wird sich über die eGo-C freuen: Der Verdampfer wurde zerlegt in ein Verdampfergehäuse und den eigentlichen Verdampfer, den man wechseln kann. Die Verdampferköpfe sind auch merklich preiswerter als einzelne T-Verdampfer.

Der Verdampferkopf wird einfach in das Unterteil des Gehäuses eingesetzt, das Oberteil aufgeschraubt, fertig. Die Tanks von der T können weiter benutzt werden.

Geändert haben sich zwei Dinge: Es gibt kein Netz mehr um den Verdampfer, welches reichlich Liquid speicherte (und darum den ersten Ts den Ruf einbrachte, große Säufer zu sein – der erste Tank ist immer schnell leer). Geschmackswechsel gehen so auch merklich schneller. Und die Dornplatte mit dem Docht ist wesentlich leichter zu entfernen, gut wenn man Dochtwechsel oder Dryburn machen will.

eGo-C-Köpfe A und B

eGo-C-Köpfe: Links B mit einer Kerbe, rechts A mit drei Kerben

Es gibt wieder A- und B-Verdampfergehäuse. Es gibt auch A- und B-Verdampferköpfe. Obwohl diese sehr ähnlich aussehen, sollte man die passenden Köpfe einsetzen: Der minimale Unterschied sorgt dafür, daß A-Köpfe in B-Gehäusen etwas siffen können, während die umgekehrte Kombination schnell kokelt.
Der A-Kopf hat drei kleine Kerben im Nippe, der B-Kopf nur eine. (Wer diese Köpfe in Cab oder eRoll einsetzt, braucht A-Köpfe.)

Was auch oft zu merkwürdigen Problemen führt: Nachbauten untereinander oder mit Joyetech-Sachen kombinieren. Das ist alles sehr passgenau gedacht.

Und, wer sehr farbig dampfte: Zumindest zur Zeit gibt es die C-Geräte, Verdampfergehäuse wie Akkus, nur in Schwarz, Stahl, Weiß und Pink, wobei Weiß und Pink merklich und Stahl leicht anders aussieht als die alten eGo und eGo-T-Sachen.

eGo-C-Akkus

Der normale C-Akku

Der normale C-Akku, wie immer in 650, 900 und 1000 mAh erhältlich, ist weitgehend gleich dem T-Akku geblieben – mit einer neuen Eigenschaft: Die LED leuchtet jetzt je nach Ladestand des Akkus unterschiedlich. Weiß wenn der Akku 100-50% voll ist, hellblau wenn er zwischen 50% und 10% voll ist, und dunkelblau, wenn die Ladung unter 10% fällt. Nettes Gimmick, finde ich, aber eher kein Grund, sich deswegen neu mit Akkus einzudecken. Die 5-Klick-Abschaltung hat er natürlich immer noch.

Der C-Twist

eGo-Akku und eGo-Twist-Akku, beide 650mAh

eGo- und eGo-Twist- Akku, beide mit 650mAh

Der Twist ist da schon wesentlich interessanter: Er ist regelbar. Unten ist ein Ring mit Markierungen, mit dem man die Twist auf einen beliebigen Wert zwischen 3,2v und 4,8v einstellen kann. (Der normale eGo-Akku ist auf ca. 3,2v getaktet.) Bezahlen tut man dieses wunderbare Feature allerdings mit Länge: Der 650er-Twist ist 2,7cm länger als der normale 650er-Akku, und den 1000er-Twist kann man zur Not auch als Angelrute verwenden: 12,1cm lang ist dieser. Ohne Verdampfer. Also nur 6mm kürzer als ein normaler 650er-Akku mit T-Verdampfer.

Lohnt aber trotzdem: Nicht nur, daß so einige Leute ganz gerne mit etwas mehr „Saft“ dampfen; selbst solche Leute, denen die 3,2v normalerweise reichen, können durchaus einmal Verdampfer in die Finger bekommen, die gerne etwas mehr hätten. Und das muß kein falsch bestellter hochohmiger Verdampfer oder Carto sein – mein guter alter Menthol-T-Verdampfer, der mittlerweile ein Jahr auf dem Buckel hat, dampfte zwar noch, war aber doch so im Laufe der Zeit etwas hochohmiger geworden. Auf dem Twist mit 3,8v dampft er wieder wie frisch aus der Fabrik. (Auch wenn er das vermutlich nicht noch ein ganzes Jahr tun wird.)

Der eGo-T-18650er-Mod

Der 18650er-Mod hat jetzt seinen eigenen Artikel.

Nicht von Joye – Keyring-Akku

Keyring mit Kanger 2,3, eGo-T, Keyring mit original-Carto

Keyring mit Kanger 2,3ml, eGo-T, Keyring mit original-Carto

Wem der 18650er-Mod doch etwas groß ist, der sollte mal einen Blick auf den Keyring werfen: Kleiner kann man kaum dampfen.
Der Keyring kommt tatsächlich mit einem Anhänger, um ihn an den Schlüsselring zu hängen. (Da mir selbiger aber auf die Nerven ging, sieht man links auf dem Bild stattdessen einen mit selbstgemachtem Anhänger, der genau auf zwei Finger passt, und rechts einen ganz ohne Anhänger. Geschmackssache.)

Der Keyring ist ein automatischer Akku mit 350mAh und einem 510er-Anschluß. Er wird ausgeliefert mit Standard-Watte-Cartomizern und ist ungetaktet. Manche Händler haben sogar extra-kurze Cartomizer für den Keyring, das kann man dann wirklich hinter jeder Hand verstecken.

Allerdings hat der Keyring seine Tücken: Automatischer Akku mit ziemlich großem Luftloch bedeutet zum Beispiel, daß er recht anfällig ist für Liquid, welches durch dieses Loch in den Akku läuft, und den Schalter verklebt. (In den Foren wird beschrieben, wie man ihn auseinandernehmen und reinigen kann; das ist nicht ganz trivial.) Und 350mAh halten natürlich nicht gerade Ewigkeiten vor. Auch sollte man von zu niederohmigen Verdampfern abraten, 350mAh und weniger als 2Ω sind nicht gerade eine akkuschonende Kombination. Das 510er-Gewinde bedeutet auch, daß man für Verdampfer in eGo-Bauform einen 510-eGo-Adapter benötigt.
Daß der Akku ungetaktet ist, merkt man hingegen kaum.

Aber dampfen tut der Winzling hervorragend, und äußerst diskret ist er auch. Und durch die Automatik-Schaltung sehr hosentaschenfreundlich obendrein. Ich persönlich finde, die Kanger Horizontals 2,3ml sind ideal auf dem Keyring, am besten in der 2,2-2,4Ω-Variante.

Man kann den Keyring aufgrund einer völlig anderen Elektronik nicht an eGo- oder 510er-Ladern laden, sondern ausschließlich an seinem eigenen kleinen (und langsamen) USB-Lader!

Kanger Horizontal Coil Cartomizer

Kanger Horizontal Coils auf Keyring, eGo 650er, 18650er-Mod

Kanger Horizontal Coils auf Keyring, eGo 650er, 18650er- Mod. Links und mitte 2,3ml, rechts 6ml.

Auch die Kanger Horizontals sind nicht von Joye (sondern eben von Kanger), aber trotzdem äußerst interessant.

Cartomizer kombinieren Verdampfer und Depot/Tank zu einer Einheit; sie sind als relativ kurzlebige und meist entsprechend preiswerte Wegwerfteile konzipiert. Es gibt Unmengen verschiedener Cartomizer, wobei das ursprüngliche (und immer noch erhältliche) Design einer senkrecht stehenden Wendel in der Watte zwar klasse dampfte und schmeckt (wenn auch der Dampf sehr heiß ist), aber leider die Watte reihenweise verkokelte. Und wer will schon verkokeltes Plastik inhalieren? (Die bei einigen äußerst beliebten Dual-Coils sind leider meistens genau so gebaut. Finger weg von diesem Wendel-in-Watte-Design!) Unten waagerecht eingebaute Wendeln sind wohl technisch um einiges komplizierter und waren selten erhältlich, bis die Kangers auf den Markt kamen. Die Joye Cartomizer hatten zwar dieses Design, waren aber lästig nachzufüllen.
(Gänzlich wattefreie Cartomizer gibt es auch, das ist aber ein ganz anderes Thema.)

Die Kangers sind trivial zu bedienen, und dampfen und schmecken hervorragend. Insbesondere Tabakgeschmäcker, die in der eGo-T meistens nach arg wenig schmecken, kommen in den Kangers hervorragend; aber keineswegs nur diese.
Wenn man sie nicht überfüllt, siffen sie auch nicht. (Und wenn man sie überfüllt, siffen sie nur so lange, bis man das Zuviel weggedampft hat.)

Kanger Horizontal ohne Mundstück

Kanger Horizontal ohne Mundstück

Zum Nachfüllen zieht man einfach das Mundstück ab, und gibt Liquid auf die Watte. (Nicht in das Loch in der Mitte!) Und zwar nur soviel, daß die oberste Watteschicht fast trocken bleibt.
Beim 6ml macht das richtig Spaß, wo kann man schon einfach so eine halbe Flasche Liquid reinkippen, und das soll tatsächlich so? 😀

Es gibt die Kanger Horizontals in 4 verschiedenen Größen:

  • Schmal, also mit 0,9cm Durchmesser, wie 510er-Verdampfer, als 1,1ml und 3,5ml, wobei die 3,5er dann ziemlich lang sind, nämlich 92mm. Wobei das tatsächliche Fassungsvermögen etwas unter der offiziellen Bezeichnung liegt, nämlich bei ca. 1ml und ca. 2,7ml.
  • 2,3ml im eGo-Typ-A-Format, auch hier: tatsächlich sind es etwa 1,8ml
  • 6ml wie eine verlängerte eGo Typ-B, 82mm lang und mit einem tatsächliches Fassungsvermögen von ca. 5ml.

Die dicken Kangers haben dabei ein etwas anderes Gewinde als eGo-Verdampfer, nämlich keines das auf das innere (510-)Gewinde etwa eines eGo-Akkus kommt, sondern eines, das außen liegt, wo bei der eGo sonst der Cone festgeschraubt wird. Auf einem eGo-Akku ist das egal, der kann beides, aber das eine oder andere etwas anders gebaute Gerät, was mit eGo-Verdampfer klarkommt, liefert den dicken Kangers keinen Strom. Da hilft ein 510-eGo-Adapter weiter.

Die Kangers werden mit unterschiedlichen Ohm-Angaben verkauft, wobei andere als ~1,8Ω und ~2,2Ω selten sind. Allerdings habe ich meine mal durchgemessen – egal ob ich 1,8er hatte oder 2,2er, die hatten alle um die 2,0 oder 2,1Ω.

Wem die Mundstücke nicht gefallen: DripTips für eGo-Verdampfer passen auf die 2,3ml und die 6ml-Verdampfer (Typ A-DripTips auf die 2,3ml, Typ B auf die 6ml), 510er-DripTips auf die schmalen Kangers.

Preislich liegen die Kanger Horizontal zur Zeit etwa bei ab 10 Euro aufwärts für den 5er-Pack 2,3ml und ab 14 Euro aufwärts für den 5er-Pack 6ml. Allerdings halten sie auch nicht so lange wie ein eGo-Verdampfer, aber das ist bei Cartos immer so. Einige Wochen kann man aber im Schnitt erwarten. Durchgängig so gut wie Joye ist die Qualität nicht, aber für das Geld ist es selbst mir egal, wenn mal ausnahmsweise einer nach einer Woche die Wendel streckt.

Die Teile sollte man mal ausprobieren.


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