Die Vivi Nova von Vision 5


Die Vivi Nova ist zur Zeit wohl das meist empfohlene Verdampfersystem – eine Empfehlung, der ich mich anschließe. Die Vivi ist einfach zu handhaben, zuverlässig und macht ordentlich Dampf, und preiswert ist sie obendrein.

ViviNova auf eGo 650er-Akku

Eigentlich habe ich es ja gar nicht mit Clearomizern, nicht nachdem ich eines der ersten Exemplare dieser Gattung in den Fingern hatte – und das Liquid, dank der denkwürdigen Verarbeitung dieser Teile, auf den Fingern. Daher habe ich mir ziemlich lange Zeit gelassen, „den neuesten Hype“, also eine Vivi, auszuprobieren.
Hätte ich mal früher machen sollen.

Von Cartomizern und Clearomizern – ein bisschen Dampf-Geschichte

Ein Cartomizer vereint Verdampfer („Atomizer“) und Depot („Cartridge“) oder Tank in einer Einheit; anders als etwa die eGo-T oder die 510, wo beide Teile getrennt sind. Ein Clearomizer ist ein Cartomizer mit einer durchsichtigen („clear“) Plastikhülse.

Die ersten Cartomizer waren brandgefährlich aufgebaut (und nach diesem tollen Prinzip gebaute Cartos werden immer noch verkauft): Man nehme banale Plastikwatte, lege die Heizwendel mittendurch, stecke das ganze in ein Metallröhrchen, und fertig ist der Carto. Dampft sich sogar ganz gut (wenn auch äußerst heiß), hat aber einen extrem großen Nachteil: Die schicken Brandlöcher in der Watte, die dabei fast zwangsläufig entstehen. Verkokeltes Plastik inhalieren war ja schon immer der Traum jeden Dampfers :( Und bösartigerweise schmeckt(e) man das auch nicht – das sah und sieht man nur, wenn man die Teile hinterher auseinandernimmt.
Solche Cartos werden heutzutage gerne in der Vivi äußerlich ähnlichen Tanks benutzt, dort ist das Kokelrisiko dann ein wenig geringer – aber immer noch gegeben. Davon kann man nur abraten.

Nachdem die Anzahl der Bilder mit schicken Brandlöchern in den Foren immer mehr zunahm, entwickelte ein chinesischer Hersteller einen wattefreien Cartomizer: Den CE2 (Cartomizer Edition 2); dieser war im 510er-Format, also ca. 9mm Durchmesser. Der eigentliche Verdampfer saß oben auf einem langen Rohr („Top Coil“), von ihm führten lange Glasfaserstränge nach unten, wo das Liquid schwappte, was durch die Glasfaserstränge nach oben zum Verdampfer befördert wurde. Die Dampfgemeinde war begeistert.

Also vom Prinzip waren wir begeistert. Von der sagenhaften „chinesischen Serienstreuung“ dieses Herstellers und dessen Bananen-Prinzip (Produkt reift beim (zahlenden) Kunden) jetzt nicht so. Als dann auch noch die Version 4 dieser CE2 um Klassen schlechter war als die vorherigen Versionen, verschwand dieses Teil dann doch wieder vom Markt.
Vorher hinterließen sie uns allerdings noch den Clearomizer: Als Forenuser beim Spielen mit den neuen Teilen ganz begeistert berichteten, daß man die Metallhülse auch durch die Hülse einer Spritze ersetzen könnte, und das sähe ganz toll aus, war auch der Hersteller der CE2s begeistert: Billiges Plastik statt teurem Metall, super! Den Kleber um diese brüchige Billigst-Plastikhülse auf dem Sockel festzumachen haben sie dann gleich mit eingespart. Daher meine Liebe zu Clearomizern.

Aber auch wenn der CE2 weitestgehend verschwand, das Prinzip fand Nachfolger: Zunächst den CE3,  dann den CE4+. (Es gibt auch einen CE4, aber der ist nach dem Bottom-Coil-Prinzip gebaut, also Verdampfer unten.) Diverse Hersteller bieten auch CE5, CE6, CEhastenichtgesehen an. Die Unterschiede sollen sich in überschaubaren Grenzen halten, die Qualität zumindest bei einigen davon auch.
Ich wollte keine Clearomizer mehr!

Wobei der CE4+ immer noch recht beliebt ist und – ja, ich habe ihn mittlerweile mal ausprobiert – auch nicht schlecht dampft.

Ja, und dann nahm Vision dieses Prinzip und baute die Vivi Nova.

Am Rande bemerkt: Das oben beschrieben Wattekokelproblem umgehen „Horizontal Coil Cartomizer“ wie die Kanger Horizontal Coil auf andere Weise. Dort liegt die Heizwendel einfach unter der Watte, geschützt von einem Glasfaser-Röhrchen. Auch durchaus ausprobierenswert!

Vivi 2,4 und 3,5ml

Vivi Nova Sets: Links 2,4ml, rechts 3,5ml, mit extra Hülsen und Cones.

Die Vivi Nova

Die Vivi ist nach dem Baukastenprinzip aufgebaut: Sockel mit 510er-Gewinde, Verdampferkopf, Hülse, Deckel und Standard-510-DripTip. Es gibt sie in zwei Größen, mit 3,5ml Fassungsvermögen und 1,9cm Durchmesser, und mit 2,4ml Fassungsvermögen und 1,5cm Durchmesser. Dampfen tun beide gleich.

Das Nachfüllen ist auch ganz einfach und funktioniert mit jeder Flasche: Einfach den Deckel abschrauben, Liquid zwischen Hülse und Verdampferkopf einfüllen, Deckel wieder aufschrauben, fertig. Das Liquid maximal bis zum obersten Strich einfüllen, viele empfehlen ein bisschen weniger.

Wie immer beim Dampfen: Es gibt mal wieder zig Nachbauten. Am besten bei Vision bleiben.
Erstens passen die Teile nicht immer zusammen, ich habe schon Probleme für einen versehentlich gekauften Nachbau Köpfe zu bekommen, und zweitens: Manche Nachbauten sind einfach Kernschrott ab Werk.

Akkus

Vivi Novas auf diversen Akkus

Von links nach rechts:
2,4er auf 650er eGo,
3,5er auf 650er Twist,
2,4er und 3,5er auf 18650er-Mod
mit drei unterschiedlichen Cones und vier DripTips

Betreiben kann man die Vivis an jedem Akku mit 510er-Anschluß. (Sogar auf echten 510er-Akkus – was allerdings extrem merkwürdig aussieht :D) Wesentlich relevanter: Sie passen auch tadellos auf eGo-Akkus und dampfen dort gut. Allerdings haben beide Vivi-Größen einen flachen Abschluß unten, so daß das äußere Gewinde der eGos nicht verdeckt wird. Abhilfe schaffen Cones, Metallringe bzw. -sockel, die über das äußere Gewinde der eGo geschraubt werden. (Kosten rund 2 Euro und halten ewig, da sie letztendlich nur Deko sind.) Dabei passt die kleinere Vivi optisch natürlich besser zum eGo-Akku als die größere, diese Kombination ist etwas kopflastig.

Auch eine hervorragende Wahl für Vivis sind die 18650er-Mods von Joyetech. Ideal ist hier die Kombination von dickem Mod-Kopf mit der 3,5ml-Vivi und dünnem Kopf, Cone und 2,5ml-Vivi, aber das ist eine rein optische Frage.

Ebenso passt die Vivi auf jeden anderen Mod mit 510er-Anschluß.

Verdampferköpfe

Die Verdampferköpfe gibt es mit drei verschiedenen Widerständen zu kaufen: 1,8Ω, 2,4Ω und 2,8Ω, kosten etwa zwischen 1,80€ und 2,50€, meist im 5er-Pack. Die Köpfe sind für beide Vivi-Größen gleich, aber Vorsicht bei Nachbauten, die passen oft nicht auf Vision Vivis oder andere Nachbauten. Kauft man ein Set, bekommt man von jedem einen Kopf, und der 2,4er ist vormontiert. Sehr wenige Leute dampfen die 2,4er auf eGo-Akkus und Akkus mit ähnlichem Output, der Flash ist sehr übersichtlich (Geschmack und Dampf finde ich jedenfalls aber äußerst akzeptabel). Bei eGo-Taktung und 2,8Ω-Kopf kommt nicht mehr viel Dampf, der ist nur für Mods, die sich hochregeln lassen, interessant. (Aus diesem Grunde ist auch eine Erstbestellung in Einzelteilen, die ja selten sinnvoll ist, in diesem Falle keine schlechte Idee; siehe unten.)

Vivi-Kopf

Genau da ist es manchmal etwas eng

Manche Leute schreiben, die Vivi würde manchmal zum Kokeln neigen. Das ist zwar nicht gänzlich falsch, aber äußerst einfach zu beheben: Vor Inbetriebnahme des Kopfes die Silikondichtung mit dem Loch abziehen und die Glasfaser-Stränge etwas auseinanderziehen, denn die sind bei manchen Köpfen sehr fest eingepresst in den Schlitz an der Seite, und transportieren deswegen das Liquid suboptimal. Dann die Silikondichtung wieder locker aufsetzen. Das war’s schon.
Das läßt sich auch nachholen, wenn der Kopf bereits in Betrieb war, aber natürlich empfiehlt sich dann eine Pinzette, da die Glasfaser schon voller Liquid ist.
Gelegentlich findet man den Ratschlag, die Silikondichtung über den Fasern etwas einzuschneiden. Das bringt nicht viel, wenn die Fasern zu eng eingepresst sind, und beim Aufschrauben des Deckels verdreht sich die Dichtung ohnehin oft. Auch gibt es wohl Köpfe, die mit den vielen kleinen Glasfasersträngen, bei denen siffen die Vivis dann.

Die Lebensdauer eines Verdampferkopfs beträgt selbst bei meiner wirklich vielgebrauchten Mint-Vivi mindestens 6-8 Wochen, die anderen entsprechend länger. Andere Leute wechseln früher, hängt natürlich auch etwas vom Liquid ab.

Achtung: Die allererste Version der Vivi hatte Verdampferköpfe mit kurzem Docht, wo man die Dampfe immer kippen mußte, damit dieser ans Liquid gelangte. An einigen wenigen Stellen werden die noch verkauft. Ist zwar etwas lästig, geht aber zur Not auch. Hat man die Wahl, sollte man zu den langen Dochten greifen.

Sockel, Deckel und Hülse

Zum Sockel gibt es nicht viel zu sagen, der ist immer gleich. Deswegen an dieser Stelle wenigstens der Hinweis: Wenn bei einer Vivi alles richtig zugeschraubt ist, und man sie nicht völlig überfüllt, sifft sie wirklich nicht, kein Bisschen. Dabei nicht mit Gewalt zuschrauben, aber fest. Falls eine Vivi mal sifft, sitzt entweder der Kopf nicht fest, dann hat man unten am Akkugewinde Liquid, oder es ist ein Stückchen Glasfaser (oder etwas anderes) in das Gewinde für die Hülse am Sockel geraten, dann ist das Liquid außen.

Der Deckel muß halt drauf, logisch. Da kann sich unter dem DripTip mal ein klein wenig Liquid sammeln, das ist kondensiert auf dem Weg nach oben. Einfach auswischen, sonst hat man es irgendwann im Mund. Lange vorher merkt man allerdings am Zugverhalten, daß das fällig ist, wenn man die Vivi ein Weilchen gedampft hat. Eine gute Idee ist, das grundsätzlich beim Nachfüllen zu machen.

Die Hülse gibt es in diversen Varianten: Plastik und Alu, und das jeweils in diversen Farben. Außerdem gibt es neuerdings sogenannte STV-Hülsen für die dicken Vivis aus Alu mit einem Plastikfenster.

Die Plastikhülsen gibt es in 7 Farben, in allen, die ich kenne, kann man gut sehen, wieviel Liquid noch vorhanden ist. Sie kosten ab ca. 1,50€ aufwärts.
Manche Clearomizer-Plastikhülsen vertragen manche Liquids nicht sonderlich gut, sie werden dann innen matt. Ist mir bei der Vivi noch nicht passiert, aber falls man so eine Kombination hat, sollte man doch auf Aluhülse wechseln.
Diese Plastikhülsen sind auch sehr stabil und durchaus hosentaschenkompatibel. Wer größere Belastbarkeit benötigt, sollte ebenfalls auf Alu umsteigen.

Achtung: Auf diesen Hülsen ist eine Skala aufgedruckt. Die ist insofern irreführend, weil man nicht bis zum obersten Strich auffüllen sollte. Das führt gerne zu Sifferei oder zumindest schlechterem Dampfen. Einfach nur bis zur Unterkante des Kopfs, unterhalb der Stelle, wo die Fasern in den Kopf gehen, einfüllen.

 

 Auch die Aluhülsen gibt es in (mindestens) 7 Farben. Sie kosten ab ca. 2,50€ aufwärts. Auch wenn es auf Fotos teils so aussieht: Es sind nicht genau die gleichen Farbtöne wie die der farbigen eGo-Akkus, was sich auch schon durch die unterschiedlichen Materialien ergibt.
Der große Nachteil der Aluhülsen ist natürlich, daß man nicht sehen kann, wieviel Liquid noch vorhanden ist, und auch das Nachfüllen wird dadurch ein bisschen schwieriger. Geht mit einer weichen Nadelflasche aber trotzdem problemlos: Liquid hoch einfüllen, Luft aus der Flasche drücken, die Nadel bis an die untere Kante des Kopfes schieben (der ist problemlos zu erspüren) und das überschüssige Liquid einfach wieder absaugen. Wenn man das 2x gemacht hat, geht es genauso schnell wie das Einfüllen in klare Hülsen.

Schicke Aluhülsen mit Durchblick, also einem Fenster, gibt es zur Zeit nur für die dicken Vivis, auch in 7 Farben. Kosten ab ca. 3,50€.

ViviNova 2,4ml, Kupferhülse auf Kupferakku

ViviNova 2,4ml, Kupferhülse auf 650er Kupferakku

Der DripTip

Grundsätzlich ist jeder DripTip für die 510 auf den Vivis verwendbar, egal ob Plastik für unter 1 Euro oder Muranoglas für entschieden mehr Euronen oder irgend etwas dazwischen. Bei den Sets ist einer aus Plastik dabei, der aber eine kleine Pressnaht hat, den wollen vermutlich ohnehin die meisten ersetzen. Brauchbar ist er, angenehm nicht. Auswahl an DripTips gibt es ja mittlerweile wie Sand am Meer. Der Bender, eine Winkelverlängerung quasi für 510er-DripTips, sitzt etwas locker, aber nicht nur auf der Vivi. Abgegangen ist mir davon aber auch noch keiner, kann man sicher verwenden.

Einkaufsliste für Einzelteile

Vivi 2,4 in Einzelteilen

ViviNova 2,4ml in Einzelteilen: Cone, DripTip, Deckel, Plastikhülse, Sockel mit Kopf, Aluhülse

Wegen der Köpfe im Set, von denen man vermutlich nur einen brauchen wird, und auch des qualitativ nicht sonderlich guten DripTips, lohnt sich wie gesagt der Einzelkauf auch ganz zu Anfang durchaus.
Ein Set mit kleiner Vivi kostet zum Beispiel bei ebnferro 11 Euro. Die Einzelteile kosten 2,70€ (Basis) + 1,43€ (Plastikhülse) + 1,50€ (Deckel) + 0,82€ (billigster DripTip, einfach aber völlig OK). 5 Köpfe kosten 11 Euro, also kosten 3 Köpfe umgerechnet 6,60.€. Macht zusammen 13,05€, dafür hat man aber 3 Köpfe die man auch brauchen kann und einen DripTip ohne Pressnaht. (Stand Preise 25.03.2013)

Man benötigt pro funktionsfähiger ViviNova:

  • 1 Sockel
  • 1 Hülse
  • 1 Deckel
  • 1 Verdampferkopf (mit allergrößter Wahrscheinlichkeit will man 1,8Ω haben; wer mehr Ohm haben will, weiß das normalerweise)
  • 1 DripTip (so nicht ohnehin schon vorhanden)

Empfehlenswerte Ergänzung sind – natürlich – mehr Köpfe zum wechseln, falls diese überhaupt einzeln verkauft werden (sonst hat man ohnehin fünf), eine zweite Hülse und mindestens ein weiter DripTip; bei diesen, wer noch keine hat: Mal die unterschiedlichen Formen und Materialien ausprobieren.

Und den Cone nicht vergessen, wenn man auf eGo-Anschlüssen dampfen will. Sieht einfach wesentlich besser aus.

Pflege der ViviNova

Sie ist sehr pflegeleicht, die Vivi. Da sie vollständig zerlegbar ist, ist die Komplettreinigung eine Frage von 3x schrauben und fließendem Wasser oder Wasserbad. Vorsicht dabei: Die Silikondichtung oben am Kopf passt hervorragend durch die Löcher eines normalen Ausgusses. Ich muß es wissen … eine ist schon weg. Auch ein Dryburn ist natürlich trivial: Deckel ab, Hülse ab, Dichtung ab, abspülen oder besser noch Glasfaser freibrennen, und Feuer Frei! Danach stinkt die Vivi auch lange nicht so sehr wie eine eGo-T etwa. Abkühlen lassen, nochmal mit Wasser spülen, fertig.

Vivis selber wickeln

Doch, zuverlässige Quellen berichten glaubhaft, daß man die Vivi nicht nur selber wickeln kann (also mit einer selbstgemachten Heizeinheit versehen kann) sondern daß es sogar Leute gibt die das regelmäßig tun. Ist natürlich echte Feinarbeit, bei der Größe der Köpfe. Es spare Geld und/oder schmecke besser. Nun gut. Ersteres sind meines Erachtens Pfennigbeträge und zweiteres, nun ja, subjektiv.
Andererseits, wenn man schon Selbstwickel-Kram hat und es geht einem der letzte Kopf kaputt, fällt es unter „gut zu wissen“.

Wer es ausprobieren will, findet in den Foren einiges dazu. Hier ist auch ein Link zu einem Youtube-Video. Ist auch für Nicht-Wickler interessant, weil man sehr gut sieht, wie der Kopf aufgebaut ist.

Die Nachteile der Vivi

Die Nachteile der Vivi halte sich in sehr überschaubaren Grenzen:

  • Die Vivi ist ein bisschen durstig. Man verbraucht damit etwas mehr Liquid, aber sie macht halt auch merklich mehr Dampf als viele andere.
  • Reine VG-Liquids, oder sehr VG-lastige Liquids, können zu zähflüssig für Top-Coil-Verdampfer sein, die kommen dann den Docht nicht gut hoch. Das betrifft aber wohl nicht alle VG-Liquids. Falls das passiert sollte man versuchen, das Liquid mit einem Tropfen Wasser zu verdünnen. Wenn es immer noch nicht geht, muß man wohl auf Bottom-Coil-Systeme ausweichen.
  • Man kann einwenden, daß eine eGo oder, auf einem 18650er-Mod eine Vapeonly-BCC, eleganter aussehen, aber tragisch ist etwas anderes.
  • Es schmeckt nicht jedes Liquid in der Vivi – allerdings sind die einzigen Verdampfer in denen eigentlich alles schmeckt die klassischen 510- und 306-Verdampfer. (510 Watte, nicht 510-T) Und die sind doch mittlerweile arg klein. Es schmecken aber sehr viele Liquids in der Vivi, das kann noch lange nicht jeder andere Verdampfer behaupten.
    Jedes Liquid schmeckt in jedem Verdampfer anders, und das auch noch jedem Dampfer. Da hilft nur Ausprobieren. 
  • Es gibt mal wieder zig Nachbauten, größtenteils nicht ganz kompatibel. Ein Problem, daß jeden auch nur halbwegs verkäuflichen Verdampfer betrifft. Ich habe auch einen erwischt, wenigstens dampft er gut. Nur schwer geworden passende Köpfe nachzukaufen. Andere Nachbauten fallen eher unter „Kernschrott ab Werk“. Aufpassen beim Kauf also, wie immer.
  • Die Plastikhülle ist theoretisch anfälliger für Bruch oder Beschädigung durch aggressive Liquids. Ist in der Praxis bei der Vivi aber nicht wirklich ein Problem, die Hülsen sind problemlos wechselbar und billig, wenn mal was schiefgeht, und es gibt im Zweifelsfall stabile Alu-Hüllen.
  • Sehr viele Dampfer berichten, daß sich das Liquid in der Vivi relativ schnell dunkler färbt, ist bei mir auch so. Scheinen aber keine Verunreinigungen zu sein, sondern ich vermute die normale aber stark beschleunigte übliche Dunklerfärbung von Liquid, begünstigt durch die Wärme und die durch die Bewegung und die Glasfaser sehr gute Sauerstoffzufuhr. Nicht wirklich ein eklatanter Nachteil, aber sollte man wissen, daß das normal ist.

Fazit

Ausprobieren. Für das Geld muß man sich nichtmal ärgern, wenn man zu den wenigen Menschen gehört, denen die Vivi nicht zusagt. Die meisten werden sie wohl in ihr Dampf-Repertoire aufnehmen.

Links

Forenthread im erf mit vielen gesammelten Informationen zur Vivi: How to VISION Vivi Nova – Alles was Du wissen solltest

 

 

Nachschlag: Nahe verwandt – Die Vision V3

Auch für Fans des eGo-Verdampfer-Formats hat Vision etwas im Angebot: Die ebenfalls aus austauschbaren Einzelteilen bestehende V3. Der größte Unterschied zur Vivi ist neben der Form, daß man nicht einfach einen normalen DripTip benutzen kann, sondern die V3 hat ihre eigenen Mundstücke (wie die Hülsen auch in diversen Farben erhältlich, aber alles Plastik). Es gibt aber einen Adapter für 510er-DripTips. Dafür braucht die V3 keinen Cone am Sockel bei eGo-Gewinden.

Dampfen tut das Teil nicht schlecht, mir ist die Vivi-Form aber lieber, darum besitze ich keine. Übermäßig weit sind sie wohl auch nicht verbreitet, aber wer neugierig ist oder lieber die schlank zulaufende Form der eGo-A oder der meisten eGo-Clearos haben will, sollte sich die V3 mal anschauen.

Die Verdampferköpfe sind wohl nicht mit denen der Vivi kompatibel.


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5 thoughts on “Die Vivi Nova von Vision

  • Mua

    Hallo Alex,

    vielen vielen herzlichen Dank für diesen sehr gut beschriebenen und bebilderten Bericht!

    Habe seit Tagen schon sowas gesucht, ist wirklich der beste Text zu diesem Thema den ich bisher lesen konnte.

    Kann man die Dochte auch einfach austauschen oder sogar erweitern indem man noch mehr Dochte dazutut? Habe damit keinerlei Erfahrung, ich „dampfe“ erst seit ca. 4 Wochen, und hab schon ein bißchen was ausprobiert. Doch immer alles ausprobieren ist so eine Sache… deswegen bin ich dir wirklich für diesen Bericht sehr dankbar!

    Kannst du vielleicht auch etwas zu dem CE5+ Clearomizer 2.0 Set mit langen Coils 2.4 Ohm sagen? Würdest du so was empfehlen?
    Hatte zuvor einen von CE4+ von red kiwi verwendet (red kiwi Fabrikate fand ich in Bezug auf Akkus und Verdampfer eher enttäuschend, Geschmack wird meines Erachtens verfälscht und die Akkus von Joyetech sind meilenweit besser).

    Den von dir beschriebenen Vivi Nova Verdampfer finde ich sehr gut, leider vielleicht etwas umständlich zu befüllen. Da ich darüber nachdenke meinem Vater das ganze zu empfehlen suche ich einen Verdampfer der mindestens genauso gut ist und leichter zu befüllen, da mein Vater vielleicht mit dem Befüllen Schwierigkeiten haben könnte.

    Bei den Akkus bin ich mir etwas unschlüssig, die von Joyetech fand ich bisher sehr gut, vor allem den Ego C Twist , nur ziemlich lang. Gibt es da vielleicht Alternativen die du empfehlen kannst?

    Wünsche Dir einen stetig guten Liquidfluß

    Herzliche Grüße

    Mua

    • Alex Beitragsautor

      Hallo Mua!

      Also nur die Dochte austauschen geht nicht, dann muß man auch den Draht selber wickeln, was nicht ganz untückisch ist, gerade bei der Vivi, weil da doch alles recht klein ist. Aber billiger kann man es nicht versuchen 😉

      Von den ganzen CEx-Clearos gibt es zig Varianten; ich mag diese dünne Plastikhülse prinzipiell nicht sonderlich, aber dampfen sollen die anständig. 2.4 Ohm ist aber meistens etwas hochohmig für die normale eGo-Taktung, da kommt 1.8 meistens besser. Zu den Produkten mit dem Blutgeier drauf sag ich lieber nix …

      Was das Befüllen angeht, gehört die Vivi eindeutig zu den am einfachsten zu befüllenden Geräten, man kann einfach reinschütten und muß keine kleinen Befüllöcher suchen oder irgendetwas auf den Kopf drehen um aufzufüllen (obwohl letzteres reine Gewohnheitssache ist). Eventuell würden deinem Vater Flaschen mit Nadelspitze helfen, oder schmaler Kunststoffspitze?

      Akkus, ich habe immer noch viele Joyetech 650er in Gebrauch, meine Twists allerdings kaum – die sind mir auch zu lang. Ich nehme einfach bei Vivi wie evod 1,8er-Köpfe, dann passt das auch. Wenn man regelbar will, hat man nicht so furchtbar viel Auswahl, wenn es auch noch halbwegs klein bleiben soll. Der eCab V2 (der nichts mit der Joyetech-eCab zu tun hat) hat immerhin 3 Regelungsstufen, allerdings ist die kleinste davon höher als normale eGo-Akkus, irgendwo zwischen 3,4 und 3,6v. Auch den ego-RS gibt es, davon gibt es auch eine regelbare Version, da scheint die unterste Stufe aber auch über den eGo-tyoischen 3,2v zu liegen. In beide kämen 14500er-Akkus rein.

      Oder, wenn du mit einmal eGo-Taktung und einmal ungetaktet auskämest, der Joyetech eGo-T-Mod, da gibt es Rohre für 18650 und 18350, habe ich auch einen Review von auf der Seite. Liegt sehr gut in der Hand, ist aber nicht sehr variabel.

      Schöne Grüße
      Alex

  • Ligui

    Die Vivi Nova Mini ist mein zweiter Verdampfer, nach dem Evod. Ich hab die Vivi auf nem Ego Twist und dampfe die 2,4 Ohm Köpfe. Mann, der Geschmack, Flash und Dampf sind Prima, für mich um Längen besser als beim Evod. Ich bin echt zufrieden und werde wohl erst mal dabei bleiben. Nur ein weiteres Gerät werde ich noch kaufen, da mir der 1000er Ego Twist nicht für den ganzen Tag reicht. Das wird dann der Spinner vin Vision. Der hat auch variabele Volt, ist aber kürzer (und dicker) und ist ein 1300er Akku. Ausserdem hat der ne Skala die man auch ohne Lupe sehen kann.

    Gruss. Ligui, der ein zufriedener Neudampfer ist.

    • Alex Beitragsautor

      Prima daß du zufrieden bist. Ein bisschen wundere ich mich aber, denn die evod und die Vivi liegen doch ziemlich gleichauf, einige Aromen schmecken in der evod sogar merklich besser, Tabaks zum Beispiel.
      Du solltest dem evod vielleicht nochmal eine Chance geben, eventuell mit einem neuen Kopf – kostet ja nicht wirklich viel.

      Aber wie gesagt, wenn man keins dieser merklich unterschiedlichen Aromen hat, tun sich evod und Vivi nicht viel.

      • Ligui

        Hallo Alex

        Ich hab länger nicht mehr hier rein geguckt. Deshalb kommt meine Antwort erst jetzt.
        Mein Evod zieht ziemlich schwer und macht wenig Dampf und Geschmack, der Flash geht so. Den Kopf hab ich auch schon getauscht, jedesmal 1,8 Ohm. Ich hab natürlich noch keine Erfahrung, hab aber im ERF gelesen das die Evods manchmal Ausreisser in der Produktion haben. Kann es sein das ich nen Montagsverdampfer erwischt habe? Meine Vivis (ich hab mittlerweile zwei und den Vision Spinner) dampfen, flashen und schmecken jedenfalls um Längen besser. Das ist ne ganz andere Liga. Ausserdem mag ich den warmen Dampf der Vivi. Ich hab aber noch weitere Ersatzköpfe für den Evod. Werde morgen noch mal nen anderen Kopf ausprobieren.

        Von Ausreissern bei den Köpfen ist man aber auch bei den Vivis nicht verschont. Bei meiner neuen (zweiten) Vivi musste ich gleich den Kopf wechseln. Der Werksseitig verbaute Kopf war fabrikneuer Schrott. Der Verdampfer zog nicht und es kam kaum Dampf. Ich hab dann mehr Strohm draufgegenen. Hätte ja sein können das der Wiederstand höher ist. Das hat aber nur bewirkt, dass das Teil kokelig schmeckte. Mit neuem Kopf stimmte es dann.

        Ich werde jedenfalls erst mal bei meinen Fertigverdampfern und Twist und Spinner Akkus bleiben. Das dampft hervoragend und ist unkompliziert. So schön Akkuträger und Selbstwickler auch sind, brauchen tu ich so was nicht. Und ein Hobby will ich da nicht unbedingt draus machen.

        Sorry für den langen Text aber wenn ich mal schreibe……..

        Gruß und Dank für die tolle Seite die für Newbys wie mich sehr hilfreich ist.

        Lindo.