Akkuträger – Übersicht 15


Akkuträger. Diese dicken, teuren, schweren Dinger wo man Ladegeräte und Akkus braucht und sowieso keiner mehr durchblickt.  
Akkuträger. Diese tollen Dinger, großartige Investitionen obendrein, ohne die man sowieso gar nicht richtig dampfen kann.

Die Wahrheit liegt, wie meistens, in der Mitte. 

Aber was ist überhaupt ein Akkuträger, und was sollte man wissen ehe man sich (vielleicht) auf die Suche nach einem begibt?

Viel, sehr viel Auswahl

Was ist ein Akkuträger?

Grundsätzlich erst einmal ist ein Akkuträger ein Stromlieferant für Verdampfer, der mit auswechselbaren Akkuzellen bestückt wird wie eine Taschenlampe mit Batterien. Üblicherweise werden dabei Geräte wie die ecab, die in Großserien produziert werden und sehr kleine Akkus haben, nicht zu den Akkuträgern gezählt. Auch keine Akkuträger sind sehr große Fertigakkus, die zwar Akkuträger-Format haben, jedoch eben keine auswechselbaren Akkus. (Sind recht selten aber existieren.)
Mods sind eigentlich Einzelstücke oder maximal Kleinserien, gefertigt aus anderen Geräten, eben Modifikationen. So wurden früher oft aus Taschenlampen Mods gefertigt. Diese sind normalerweise auch Akkuträger, haben also auswechselbare Akkus. Man hört durchaus häufiger, daß „Mod“ im Sinne von „Akkuträger“ verwandt wird, vor allem bei Leuten die schon zu Zeiten gedampft haben als sowieso alle Akkuträger auch noch Mods waren, weil es in Serie gebaute gar nichts gab. 

Erstmal nichts mit Akkuträgern haben die Verdampfer zu tun: Man kann auf einen Akkuträger genauso einen 510er-Verdampfer schrauben wie auf einen Fertigakku einen Selberwickler-Verdampfer. Allerdings werden Selberwickler überwiegend auf Akkuträgern gedampft – wer sich die Mühe macht schätzt dann meist auch die Flexibilität von Akkuträgern. Aber gerade zum Liquids probieren gehen Fertigakkus mit kleinen Tröpfler-Selberwicklern auch hervorragend.

Diverse Akkuträger

Von links nach rechts: Vamo mit 18650, Nemesis mit 18650 und Kick, EA und Bolt mit Kick und 18500, L-Rider und ecab2 mit 14500, eGo

Regelbar, mechanisch, gekickt

Es gibt erst einmal grundsätzlich zwei Sorten von Akkuträgern:

Solche mit einer eingebauten Elektronik, welche üblicherweise Watt oder Volt verstellen können und fast immer eine Anzeige haben, die etwa die eingestellten Werte anzeigt. Solche Akkuträger können oft auch messen welchen Widerstand ein aufgeschraubter Verdampfer hat und wieviel Strom noch im eingelegten Akku ist; nach oben ist der Featuritis bei solchen Geräten keine Grenzen gesetzt. Diese Akkuträger heißen „regelbar“ oder „elektronisch“.  Da diese Elektronik irgendwo untergebracht werden muß, sind sie meistens größer als mechanische Akkuträger für gleichgroße Akkus. Typische Vertreter: Vamo oder Provari.

Sogenannte „ungeregelte“ oder „mechanische“ Akkuträger sind letztendlich nur Gehäuse mit einem Schalter, die den Strom so wie er vom Akku kommt an den Verdampfer weiterleiten. Es gibt gelegentlich zwar durchaus Debatten, ob ein in keinster Weise regelbarer Akkuträger noch „mechanisch“ genannt werden darf, wenn im Schalter Kabel sind, allerdings hat sich „mechanischer Akkuträger“ als Bezeichung soweit durchgesetzt, daß ich es hier auch als Bezeichnung verwende, egal wie der Schalter innen aussieht – solange er nicht mehr tut als an- und auszuschalten. Typische Vertreter: Bullis oder Nemesis.
In mechanischen Akkuträgern merkt man übrigens die nachlassende Spannung der Akkus recht gut: Zunächst wird der Verdampfer mit 4,2 Volt befeuert (Standard-eGo-Akku hat ca. 3,2 Volt) und das rutscht dann schön mehr oder weniger gleichmäßig den 3 Volt entgegen.

Mechanische Akkuträger kann man mit Hilfe eines elektronischen Bauteils das gemeinhin den Namen „Kick“ trägt in regelbare Akkuträger verwandeln. 

Was sich wofür eignet und was nicht wird nach der Übersicht erläutert.

Akkugrößen

Diverse Akkuzellen

Akkuzellen: 18650, 18500, 18350, 14500, und eine AA-Batterie

Während Flexibilität eines der großen Argumente für Akkuträger ist, legt man sich an einem Punkt beim Kauf weitgehend fest: Der Akkugröße oder zumindest den Durchmesser der Akkus. Lithium-Ionen-Akkus gibt es in etlichen Standard-Größen, wie normale Batterien auch; dabei gibt die Bezeichnung die Größe an: 18650er etwa haben einen Durchmesser von 18mm, eine Länge von 65mm und sind eine Rundzelle (die Null am Ende). Wobei man das nicht zu eng sehen sollte, das tun die Hersteller auch nicht: Es gibt durchaus 18650er die 70mm lang sind. 

Die 18xxx-Familie

Diese Akkus sind (nicht nur) im Dampfbereich am gängisten: 18650, 18500 und 18350. Also 18mm Durchmesser, Länge jeweils (ungefähr) 65, 50 und 35mm. 18340er gibt es auch, sind aber eher selten – sie sind mit den 18350ern normalerweise problemlos austauschbar. 18xxxer sind problemlos auch außerhalb von Dampferläden erhältlich, etwa über Amazon oder ebay, und vor allem auch über Shops, die Taschenlampen und Zubehör vertreiben. (Apropos Taschenlampen: Es gibt sehr viele gute preiswerte 18650er-Taschenlampen. Äußerst praktisch, wenn man die Akkus eh hat.)

Es ist recht häufig so, daß 18xxx-Akkuträger die Möglichkeit bieten, unterschiedliche Akkulängen unterzubringen: Entweder dadurch daß sie teleskopierbar sind, also ein (oder mehrere) Rohrteile unterschiedlich weit herausgeschraubt werden können, oder durch unterschiedlich lange Rohrteile, von denen man dann eben nur die verwendet, die man braucht. Oben im Bild ist der EA teleskopierbar, der Nemesis hat mehrere Rohrteile die nach Bedarf verwendet werden; von 18350 bis 18650+Kick ist dort alles möglich.

Der Kick ist für 18xxxer-Akkus gedacht, hat also einen Durchmesser von ca. 18mm. Er ist auch ca. 15mm hoch, das heißt, man kann auch bei unflexiblen Akkuträgern einen 18650er-Akku durch einen 18500er mit Kick ersetzen. Oder eben einen 18500er durch einen 18350er mit Kick. Einige (wenige) Akkuträger können auch lang genug gemacht werden, daß ein 18650er mit Kick hineinpasst. 

18650er gibt es mit einer Kapazität bis zu 3400mAh, 18500er gibt es einen mit 2000mAh, 18350er haben bis etwa 800mAh.

14500er

Bei den 14500ern werden keine unterschiedlichen Längen angeboten, ebensowenig sind sie kickbar. Ihr großer Vorteil: Die Akkuträger sind nur wenig dicker als normale eGo-Akkus. Ihr Nachteil: Entschieden kürzere Laufzeit. (Maximal ca. 800mAh.)

10440er/10450er

Früher durchaus mal gängig, heute nicht mehr, weil zu klein und damit auch zu wenig belastbar. Fanden früher in der 701-Zigarre und im Stick (der eine kleine Box war) Verwendung und heute in der ecab. (Bis ca. 350mAh)

16xxxer

Eine recht seltene Akkugröße, die gelegentlich Verwendung findet, die Janty Mid wird zum Beispiel von 16350ern befeuert, die Joyetech eMode von 16650ern. Macht halt einen marginal schlankeren Akkuträger, hat aber zwei große Vorteile aus Herstellersicht: Es gibt kaum alternative Quellen für diese Akkugrößen, die können also selber die Akkuzellen verkaufen, und wer erstmal auf einem Haufen dieser Akkus sitzt wird vielleicht nicht so geneigt sein, sich ein anderes Gerät zu kaufen. (Obwohl man die 16xxx auch normalerweise statt der 18xxx einsetzen kann, zur Not mit einem Stück Papier drumgewickelt.)

Janty gibt für die Mid-Akkus 550mAh an, Joyetech für die eMode-Akkus 2100mAh.

26650er-Akkus

Eine ebenso selten Akkugröße – das liegt aber daran daß selbst manch hingebungsvollem Akkuträger-Fan die resultierenden Geräte doch vielleicht ein wenig zu groß sind. Es gibt auch nur sehr wenige Akkuträger für diese Akkus. Aber immerhin: Mit den 5000mAh dieser Akkus kann man schon einen Kurzurlaub antreten. Und ins Fitnesstudio braucht man auch nicht mehr zu gehen. 

ICR, IMR, NCR – Akku-Chemie

Lithium-Ionen-Akkus ist ein Sammelbegriff für Akkus, bei denen – wenig überraschend – Lithium ein Teil der Akkuchemie ist. (Wikipedia-Artikel) Für das Dampfen relevant sind dabei drei Li-Io-Typen:

  • ICR oder  Lithium-Cobaltdioxid (LiCoO2)
  • IMR oder Lithium-Mangan (LiMn2O4)
  • NCR oder Lithium-Nickel-Cobalt-Aluminum-Oxid (LiNiCoAlO2)

Die IMR gelten dabei als besonders sicher, haben aber eine geringere Kapazität als NCR- oder ICR-Akkus. Letztere sollte man nicht ohne Schutzschaltung betreiben, egal ob direkt am Akku oder via Kick oder regelbaren Akkuträger. 

Wichtig ist, die maximale Last seiner Akkus zu kennen: Diese wird entweder in A wie Ampere angegeben oder in C wie Ampere geteilt durch Kapazität. Für den Sony Konion mit seinen 2100mAh also etwa mit 30 A oder 15 C. Das ist zur Zeit der belastbarste Akku auf dem Markt. Eine Belastbarkeit unter 2C sollte man sich lieber nicht antun, wobei kurze Entladungsspitzen auch höher liegen dürfen. Da die Belastbarkeit auch von der Kapazität abhängt, ist auch klar, warum man größere Akkus eher mal treten kann als kleinere: Die halten das weitaus eher aus.

Protected oder unprotected? 

Akkus gibt es in „protected“ also mit Schutzschaltung, oder „unprotected“ also ohne eine solche. So ein Li-Io-Akkus speichert einiges an Kraft, und wenn man die ganz schlecht behandelt, können die durchaus ausgasen oder schlimmeres (das gilt übrigens für alle Akkus, egal welcher Chemie). Mehr dazu hier

Ein Schutz davor sind Schutzschaltungen, kleine Platinen, die meistens mit einem Schrumpfschlauch am Akku befestigt werden. Diese gibt es auch einzeln zu kaufen, so daß man selber aus jedem unprotected Akku einen protected machen kann – zumindest bei 18xxx. Hersteller empfehlen gerne protected Akkus für alles und jeden; damit sind sie aus der Haftung raus, wenn man unprotected benutzt.  

Schutzschaltung klingt gut, hat aber seine Nachteile: Zum einen schützen regelbare Akkuträger normalerweise ihre Akkus selber, legt man da einen Akku mit Schutzschaltung rein, kommen sich beide Schutzschaltungen unter Umständen in die Quere. Außerdem begrenzen die Schutzschaltungen die Leistungsabgabe, im Extrembereich ist das durchaus merkbar.

Man merkt normalerweise auch so, daß Akkus leer werden, gerade wenn der Strom aus dem Akku unverändert weitergeleitet wird, und normalerweise wird man lange vor dem Tiefentladen schon wechseln wollen. Sicherer ist man in mechanischen Akkuträgern mit protected Akkus. Wie unsicher man mit unprotected Akkus in mechanischen Akkuträgern ist, hängt sehr davon ab, wie der Akku belastet wird, und ebenso vom Akku selber: Es gibt durchaus unterschiedliche Li-Io-Zusammensetzungen, von denen manche merklich reaktionsfreudiger als andere sind. 

Kurz angemerkt zum Thema Akkus

Akkus muß man übrigens kurzschlußsicher aufbewahren und transportieren, es gibt für die meisten gängige Akkugrößen passende Plastikboxen. Die paar Cent sollte man investieren. 

Ein mechanisch beschädigter oder verformter Akku gehört in die Batteriesammlung. Umgehend. Er ist nicht mehr sicher.

Was man vermeiden sollte, oder nur nach gründlicher Recherche machen sollte, sind Akkus zu kaufen die im Namen irgendwo „fire“ haben. Während es davon einige wenige gute gibt, ist das häufig einfach gelabelter Produktionsausschuß, bei dem man zumindest damit rechnen muß, daß die tatsächliche Kapazität merklich unter der angegebenen liegt. Wenn man Pech hat, kommen Akkus damit gleich tiefentladen an (und gehören damit sofort in den Müll) oder es sind gar wiederbelebte bereits einmal tiefentladene, oder ähnliche Scherze.

Wer die Sache mit den Akkus vertiefen möchte: Der Mountainprophet hat einen sehr guten Artikel dazu: Li-Ions und Sicherheit und so.

Stacking

Was man erst gar nicht in Betracht ziehen sollte, sind Geräte, in denen Akkus gestackt werden, also einfach zwei Akkus übereinander, die nicht durch eine entsprechende Schaltung überwacht und geregelt werden – und es gibt keine Akkuträger die das tun, obwohl es im Modellbau solche Akkupacks bzw. Geräte gibt. 

Gestackte Akkus müssen zusammen gekauft werden, immer zusammen gebraucht und geladen werden, regelmäßig überprüft ob die Spannung noch gleich ist – viel Arbeit. Macht man sich die Mühe nicht, riskiert man hochgehende Akkus, und die will man wirklich nicht haben. (Und macht man sich die Mühe, ist das Risiko immer noch keineswegs Null – nur merklich niedriger.)

Vor 1-2 Jahren waren die noch recht gängig, weil man halt mehr Saft aus zwei Akkus rausholen kann als aus einem. Mittlerweile ist zum Glück Stand der Technik, daß schlicht die Kraft eines Akkus hochgeregelt wird.

So gerade noch vertretbar – aber auch nicht empfehlenswert – ist das Stacken von 18650ern und 26650ern; je größer der Akku desto geringer die Wahrscheinlichkeit daß er hochgeht. Allerdings ist das dann auch Masse, die man in der Hand hat. 

Entgasungslöcher

Auf eines sollte man beim Akkuträger-Kauf tunlichst achten: Daß wenn einmal ein Akku ausgasen sollte, er das auch kann; mit anderen Worten, der Akkuträger braucht Entgasungslöcher. (Oder eine Sollbruchstelle: Bei Joyetech-eGo-Akkus fliegt beispielsweise im Falle des Falles der Bodendeckel raus. Akkuträger haben allerdings meistens Entgasungslöcher und keine Sollbruchstellen.) Denn für die Kombination von geschlossenem Metallrohr und zunehmendem Druck durch sich schnell ausdehnende Gase gibt es ein Wort: Rohrbombe. Und die möchte man weder am Gesicht noch in der Hand noch in der Tasche noch in der Wohnung haben.

Ladegeräte

In die Tiefen der Wissenschaft der Ladegeräte einzusteigen würde den Artikel sprengen, aber kurz gesagt: Kauft euch was Anständiges. Ein gutes Ladegerät verlängert nicht nur die Lebensdauer des Akkus, sondern verringert auch das Risiko, daß der Akku beim Aufladen hochgeht. 

Ein schlechtes Ladegerät schüttet quasi einfach Strom in den Akku, egal, in welchem Zustand dieser ist und verlässt sich dabei gänzlich auf die eingebaute Elektronik des Akkus; das kann schiefgehen, wenn die nicht mehr 100% ist. Allenfalls messen sie noch, ob der Akku voll ist und sie abschalten können, aber selbst das machen nicht alle. 
Ein gutes Ladegerät schaut erstmal nach dem Akkuzustand, und verweigert unter Umständen auch völlig das Laden eines defekten Akkus, den man in diesem Falle auch lieber entsorgen sollte. Es gibt Strom nur in begrenzter Menge ab und schaltet aus wenn der Akku voll ist. 

Sehr gute Tests und Berichte zu Ladegeräten gibt es bei Mountainprophet (auf Deutsch) und bei lygte (Englisch). 

Ein guter und recht preiswerter Lader für den Anfang ist der Xtar WPII für zwei Akkus, der auch als Powerbank unterwegs zum Aufladen nutzbar ist, etwa für Handys. Die gleiche hochnotpraktische Funktion hat auch der Budget-Tip: Miller 102, ein USB-Lader. Billiger und handlicher bekommt man Li-Ios nicht anständig geladen. (Test bei lygte) Das gute Stück kostet in China unter 5 Euro, z.B. hier.  Auf Dauer zwar nicht wirklich etwas für Leute mit mehreren Akkuträgern, aber gerade am Anfang, wenn man noch probiert, klasse. Neodym-Magneten mitbestellen, wenn man andere als 18650er-Akkus drin laden will, um die Akkus hinreichend zu verlängern. 

Anschlüsse

Fast alle Akkuträger haben einen 510er-Anschluß, das ist das 9mm-Innengewinde auf 99 von 100 Akkus und Akkuträgern. Oft steht dabei „510/eGo-Anschluß“, aber den eGo-Anschluß, das 14mm-Außengewinde, haben tatsächlich nur wenige Akkuträger. Das ist nicht weiter tragisch, weil die Adapter 510eGo sehr leicht erhältlich sind und nicht viel kosten, aber man muß es wissen. Kanger evods und (M)T3(s) zum Beispiel kann man ohne einen solchen Adapter nämlich nicht auf einem 510er-Gewinde betreiben. 

Wer nicht sehr genau weiß was er tut sollte bei gebrauchten Akkuträgern auf keinen Fall welche mit 901er oder 801er-Gewinde kaufen; die tauchen gelegentlich auf, aber die Verdampfer sind kaum noch erhältlich und veraltet. Sonst sucht man nach Adaptern dafür. Auch alle anderen außer 510er und/oder eGo-Gewinde sollte man liegenlassen, wenn man nicht genau weiß, daß man diese anderen Gewinde braucht. Sind aber auch äußerst selten. 

Hybrid-Akkuträger

Hybrid-Akkuträger sind quasi Akkuträger mit angebautem Verdampfer, insofern wenig flexibel, dafür aber stabiler. Teilweise handelt es sich um ein einziges Rohr um Akku und Verdampfer, teilweise um eigenständige Gewinde zwischen Akku und Verdampfer, die meist entschieden breiter (und stabiler) sind als 510er-Gewinde. 
Wenn man sich so etwas kauft, ist man festgelegt – wem das Gerät allerdings gefällt, der hat (hoffentlich) ein sehr stabiles Gerät. 

Schalter

Irgendwie soll der Akkuträger ja wissen, wann er Strom liefern soll und wann nicht. Ergo, Schalter. Bis auf ganz wenige Ausnahmen gibt es genau zwei Varianten: Unten und an der Seite. 
In einigen Geräten kann man die dort eingebaute Feder durch Magnete ersetzen.

An der Seite kommt einem erstmal logischer vor, ist auch sehr praktisch daß man die Akkuträger problemlos auf dem Boden abstellen kann damit. Allerdings stehen diese Schalter auch immer ein gutes Stück vor, vor allem bei völlig mechanischer Schaltung mit Feder. 

Eleganter ist da ein Schalter unten, häufig „Poposchalter“ oder „Popotaster“ genannt. Das sieht eindeutig eleganter aus, aber auf sehr vielen davon kann man den Akkuträger dann nicht mehr abstellen, ohne ihn vorher zu sichern, was meistens durch einen Ring direkt über dem Schalter gemacht wird. 
Gedrückt wird der Popotaster meistens mit dem kleinen Finger, was nur sehr kurz ungewohnt ist. 

Exkurs: Fasttech und Co.

Ein Grund, sich keinen Akkuträger zu kaufen, ist weggefallen, seit China-Akkuträger und chinesische Nachbauten sehr einfach und preiswert erhältlich wurden: Die teilweise doch ziemlich heftigen Preise, die insbesondere nicht so finanzstarke Dampfer vom Kaufen abgehalten haben. Es ist überhaupt kein Problem, für einen Akkuträger (ohne Zubehör) aus europäischer oder US-Produktion einen satten dreistelligen Betrag auf den Tisch legen zu müssen. Das muß man erst mal haben, und da nützt es auch wenig, wenn die Akkuzellen preiswerter nachzukaufen sind als Fertigakkus: Rentieren tut sich das trotzdem erst nach etlichen Jahren, und naturgemäß nur wenn der Akkuträger so lange auch lebt. 

Schön daß es Akkuträger mittlerweile auch billiger gibt: Bei Fasttech, Chinabuye, Banggood und anderen chinesischen Shops. Aber wie bei allem Schönen sollte man zumindest wissen, daß die Sache ihre Haken hat:

  • Die Entwickler von Geräten freuen sich natürlich unheimlich, wenn die Früchte ihrer Arbeit – beziehungsweise Kopien davon – nur Wochen nachdem die Geräte auf den Markt kamen im Chinaladen stehen, oft für ein Fünftel oder gar ein Zehntel des Preises oder so. Das motiviert nicht unbedingt zum Weiterentwickeln. 
    Wenn man also schon China-Akkuträger kauft (und mehr kann sich mancher eben auch nicht leisten) sollte man doch zumindest mal überlegen, ob man nicht wenigstens für das Original seines Lieblings-Akkuträgers mal spart. Sonst gibt es irgendwann nichts mehr zu kopieren.
  • Chinesen sind leider gründliche Kopisten: Logos und Seriennummern werden gerne mitkopiert. Weniger ehrliche Händler und Privat-Flohmarktverkäufer werden sich kaum davon abhalten lassen, die Kopien als Originale zu verkaufen, oder zumindest den Eindruck zu erwecken, sie würden Originale verkaufen, wie es ja auch schon ein bekanntes Problem bei Fertig-Akkus und -Verdampfern ist. 
    Also erstens: Augen sehr weit auf beim Kauf von angeblichen Originalen, und zweitens, die Chinesen werden diese Politik nicht ändern wenn sie nicht gesagt bekommen daß sie es lassen sollen, Logos und Seriennummern mitzukopieren. Wen das stört: Hersteller und Vertreiber anschreiben. 
  • Leider kopieren Chinesen nicht immer so gründlich: Nicht jeder Nachbau kommt in der Qualität ans Original heran. Während immerhin in den Fasttech-eigenen Foren offen über Probleme geredet wird, ist das noch lange nicht bei jedem Händler der Fall. Da heißt es dann die Dampfer-Foren vor dem Bestellen durchwühlen.

Der Support sitzt bei China-Bestellungen naturgemäß auch in China, bei Problemen kann es also sein, daß man sein Gerät nach China zurückschicken muß. Was überraschend billig ist, aber dauert. Und die dazugehörige Kommunikation findet natürlich in Englisch statt. Meistens funkioniert der Support aber – was man wiederum nicht von jedem deutschen oder europäischen Shop behaupten kann. 

Welchen Akkuträger wofür

Anfänger

Akkuträger-Anfänger sollten sich einen regelbaren Akkuträger mit Anzeige kaufen, denn nicht nur sind solche Features wie Anzeige des Verdampferwiderstands und des Akku-Ladestands äußerst praktisch, so daß man sie wenigstens einmal haben sollte, auch lassen sich Watt und Volt leicht einstellen und vor allem kann man seine perfekte Einstellung auch gut ablesen. Dabei würde ich eine Drei-Knopf-Bedienung empfehlen, die ist wesentlich angenehmer als Klickorgien mit einem Knopf.

Eine Vamo (in China ab ca. 20 Euro, in Deutschland ab ca. 30) reicht für den Anfang völlig aus, man sollte sich kein 200-Euro-Teil aus den USA andrehen lassen, aus dem angeblich besserer Strom kommt, mit dem man aber nichtmal Variable Watt hat, sondern nur die Voltzahl verändern kann – was die meisten Leute die das Geld nicht dafür aus dem Fenster geworfen haben durchaus als entschiedenen Mangel betrachten. 

Ebenso sollte man sich überlegen, ob man die Featuritis mancher regelbarer Akkuträger wirklich braucht: Uhrzeit und Datum oder gemachte Züge kosten unverhältnismäßig viel Geld, und manche „überaus flexible“ Akkuträger brauchen erstmal einen Windows-Rechner, mit dem man sie programmieren muß. Dafür haben diese teilweise Plastikteile, die schnell brechen. 

Gleichmäßiges Dampfvergnügen mit viel Energie-Vorrat

Nemesis mit Kick

Der Kick sitzt im oberen Teil des Nemesis. Eingestellt wird er mit einem kleinen Schraubenzieher an dem weißen Einstellregler links vom Pluspol.

Das wäre dann ein mechanischer Akkuträger mit Kick: Am Kick kann man seine gewünschte Wattzahl einstellen, das geht mit einem kleinen Schraubendreher, dann wird der Kick in den Akkuträger eingesetzt, und der Akku kommt darunter. Der Kick sorgt dann dafür, daß die ja durchaus nachlassende Akkuspannung gleichmäßig an den Verdampfer weitergegeben wird, bis der Akku leer ist.
Theoretisch braucht man nur einmal „seine“ Wattzahl einzustellen, egal welchen Verdampfer man dann draufschraubt. Praktisch merkt man je nach Verdampfer durchaus Unterschiede, aber allzu oft stellt man einen Kick normalerweise nicht neu ein, wenn überhaupt.

Immer mehr Akkuträger kommen gleich mit einem Stück in das ein Kick passend eingesetzt werden kann, bei anderen braucht der Kick etwas Polster an der Rückseite, damit der Kontakt an der Seite auch Kontakt zum Gehäuse des Akkuträgers hat (und damit zum Minuspol). Einige ältere Kicks müssen für manche Gehäuse auch einen Hauch zurechtgefeilt werden; etwas lästig aber machbar, und man muß es ja nur einmal machen. 

Der große Vorteil dieser Kombination: Es sieht schick aus, es ist relativ klein für das was es kann, und es ist stabil: Das einzige halbwegs empfindliche an dieser Kombination ist der Kick, und der sitzt sicher in einem geschlossenen Metallrohr. 

Im Moment wohl die beliebteste Kombination: Nemesis (oder Klon) mit Kick, denn hier geht vom 18350er bis 18650er mit Kick alles. Dazu kommt die regelbare Luftzufuhr vom Nemesis, äußerst praktisch für Verdampfer, die die Luft von unten ziehen, ein sehr stabiles Gehäuse, und die Feder im Schalter kann man durch Magnete ersetzen. 

Hardcore-Dampfen

Niederohm-Wicklungen schätzen einige Leute sehr: Wicklungen mit weniger als einem Ohm Widerstand. Da streikt jede Regelung, ob Akkuträger, Kick oder Protected Akku, nicht ganz ohne Grund. Das ist eine extreme Belastung für den Akku und man sollte das nur mit Akkus machen, die eine sehr hohe Last vertragen, der Sony Konion ist da im Moment der Gold-Standard. Niemals solche Wicklungen mit Akkus ausprobieren, die kleiner sind als 18650. Und es geht auch nur, wie schon gesagt, in rein mechanischen Akkuträgern. 

 

Natürlich sind auch andere Wünsche erfüllbar, vom handlichen regelbaren 14500er-Akkuträger bis zum puristischen rein mechanischen Stahlboliden gibt es auf dem Markt der Akkuträger mittlerweile wenig, was es nicht gibt. 


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15 thoughts on “Akkuträger – Übersicht

  • Ahnungslos

    Toller Artikel. Aber was ist bitte ein ecab2, Alex? Warum/wofür steht die „2“?
    Und wie sollte man sich dazu stellen, dass die ecab-Akkus „unprotected“ sind (was sie sind)?

    • Alex Beitragsautor

      Bei der „ecab2″ hat man sich nur an den guten Namen der ecab angehängt, ansonsten hat die nichts damit zu tun. Ist ein 14500er-Akkuträger mit 3 Volteinstellungen.

      Die ecab von Joyetech und der zugehörige Lader müssten den Schutz des Akkus übernehmen.

      • Stefen

        Kann nirgends wo die die , wie oft mal die auflADEN kann, wie z.B panasonik, oder Samsung , ob 1000 mal, oder bis zu, oder 300 mal,
        weisst das einer hier ?????

        • Alex Beitragsautor

          Spezifiziert sind Li-Ios für 300 mal, aber das hängt auch immer von unterschiedlichen Faktoren ab wie ob die Ladung entsprechend schonend gemacht wurde, wie tief die jeweils entladen wurden (eher früher aufladen ist besser), wie kalt oder warm die gelagert wurden …

  • Smoky46

    Ein toller Beitrag gerade im richtigen Moment.
    Hier findet der Newbie kurzgefaßt alles das, was er am Anfang wissen muß.
    Zum Nemesis sei gerade nochmal darauf hingewiesen, daß zumindest die Clone keine
    Ausgasungslöcher haben. Die sollte man nachträglich noch bohren !
    Smoky46

    • Alex Beitragsautor

      Mein Nemesis-Klon hat welche, unter dem Feststellring – allerdings gibt es auch mindestens zwei verschiedene Nachbauten.

  • Achim

    Hallo

    finde es es zum kotzen mit den Clonen,aber man kann es nicht ändern,hoffe das dort die EU ein Riegel bald vor macht,leute spart
    euch Geld zusammen,ich weiss mit harz4 muss man clone kaufen,aber mit einen originalen habt ihr mehr Freude,und auch qualiät

    gruss Ahim

    • Alex Beitragsautor

      Nun ja, die Qualität vieler Klone ist durchaus mit der der Originale zu vergleichen (wenn auch nicht bei allen, logo) und weißt du, im Prinzip ja: Wenn man denn für deutsche Preise auch deutschen Service bekommt, und nicht, wie schon passiert, für ein 120-Euro-Teil nach einem Jahr keine Ersatzteile mehr zu bekommen sind, und man als Antwort auf Nachfragen nur bekommt: Dann kauft euch doch die neue Version. Super. Nochmal 120 Ocken.

      Wäre mir das passiert, ich wäre hingefahren und hätte dem das Teil dahin geschoben wo der Mond nicht scheint. Das ist eine deutsche Marke wo ich garantiert nix kaufen werde, selbst wenn ich im Lotto gewinne.

    • Dipling

      Oh Achim! In deinem kurzen Beitrag zähle ich auf die Schnelle mind. zehn Orthographie- und Interpunktionsfehler. Du wirst sich nicht die Kohle verdienen dir 200 € Originale leisten zu können. Also mal locker bleiben.

  • Angelo

    TIPP – Für meine 18xxx-er Akkus nutze ich folgenden Polschutz: „Verschlusskappen für Stühle, Tische, Rohre mit einem Durchmesser von 18 mm (Beispiel Bucht: 321545239886)“. Um das auf- und abziehen zu erleichtern bohre ich mir dann nur noch 3-4 kleine Löcher in den Kappen – und gut ist. Platzsparend, praktisch und preiswert. Grüße

  • Lina

    Der Umbau von Taschenlampen könnte gerade wieder aktuell werden, das DKZ hat eine Begrenzung der Voltzahl auf 3 vorgeschlagen. Die wollen das Ding echt um jeden Preis kaputt machen.

  • Dampfer223

    Bin gerade auf deinen Blog gestoßen und habe dir vorhin schon ein Komment hinterlassen. Nun bin ich hier und muss sagen ich habe wirklich sonst nirgends einen so umfangreichen Beitrag zum Thema Akkuträger gefunden, klasse!
    Würde mich mal interessieren wo du das ganze Wissen her hast. Gibt es zu E-ZIgaretten auch irgendwo Fachliteratur?
    Grüße