Die Zweitausstattung 6


Die Zweitausstattung

Die Erstausstattung ist angekommen, eingedampft und es klappt wunderbar mit dem Dampfen. Soweit, so gut. Nur, was kommt jetzt? Nun, das hängt davon ab, ob man wunschlos glücklich ist, oder zufrieden aber abenteuerlustig, oder doch an der einen oder anderen Stelle gerne etwas anders hätte.

Wunschlos glücklich

Wenn man wunschlos glücklich ist, braucht man nur ein bisschen Polster und Ersatzteile für den Fall des Falles:

  • Ein zweites Ladegerät. Die gehen zwar sehr selten kaputt, aber wenn, hat man ein Problem, wenn man keinen Ersatz hat. 
  • Mehr Akkus. Li-Io-Akkus leben bauartbedingt länger, wenn sie auch mal kalt werden dürfen, also auch mal ein anderer Akku gedampft wird und zwischen Benutzung und Aufladung und Wiederbenutzung wenigstens ein paar Stunden Pause sind. 
  • Ersatzverdampfer und -köpfe. Insbesondere Verdampfer mit Plastik gehen zwar auch nicht so schnell kaputt, sind aber auch nicht raumfahrtgeeignet; Ersatz kostet aber ja meist auch nicht die Welt. Und Köpfe sollte man sowieso immer welche dahaben. 

Durchaus überlegenswert ist die Anschaffung eines zweiten Sets, da Sets meistens billiger sind als die Summe der Einzelteile. 

Abenteuerlustig

Eigentlich ist ja alles prima, aber es gibt sooooo viele schöne Sachen da draußen:

– Alles oben gesagte schadet trotzdem nicht zu haben.

Einen einstellbaren Akku

Sehr praktisch zu haben, selbst wenn man an und für sich mit seiner Akkuleistung zufrieden ist, denn höher gedreht kann man schon etwas abgenudelte Verdampferköpfe noch ein bisschen länger betreiben. Aber natürlich vor allem dazu gedacht, mehr Saft zu liefern als die Standard-Akkus. eGo-Twist oder Vision Spinner sind gängige, zuverlässige, regelbare Akkus im Standard-Format, die in ganz normalen eGo-Ladegeräten geladen werden können. Wesentlich vielseitiger sind VV/VW-Akkuträger wie die Vamo, die obendrein auch wirklich nicht teuer ist; so ab 30 Euro ist man dabei. Allerdings braucht man für solche Akkuträger nicht nur eigene Akkuzellen, sondern auch ein Ladegerät für selbige, und da ist man dann mit mindestens 20 Euro für ein anständiges Ladegerät und mindestens 5 pro Akku dabei. Dafür hat man dann auch ein Gerät, das lange dampft, und einem obendrein nicht nur den Ladestand der Akkus, sondern auch den Widerstand der Verdampfer anzeigt: Letzters ist äußerst praktisch.

Mehr zu Akkuträgern findet sich hier.

Andere Verdampfer

Fertigverdampfer

Jedes Liquid schmeckt in jedem Verdampfer anders, alleine diese Tatsache lohnt schon ein Rumprobieren, zumal der Einsatz finanziell überschaubar bleibt. Standard-eGo-Akkus liefern dabei für Bereich von etwa 1,5 Ohm bis 2,4 Ohm genügend Saft, wobei die weitaus meisten Dampfer Verdampfer mit 1,8 Ohm darauf bevorzugen, Ausnahme: Joyetech-Köpfe und -Verdampfer, wo der Standard-Widerstand 2,2 Ohm beträgt, und die darauf (logischerweise) auch sehr zufriedenstellend dampfen. Als momentan definitiv wert auszuprobieren wären zu nennen: evod, T3s oder MT3s (auf das s am Ende achten!) und Protank Mini von Kanger (oder, ausnahmsweise mal, die Nachbauten); der normale Protank geht auch, man hat aber damit auf Akkus in eGo-Größe einen sehr kopflastigen Laternenpfahl. Vivi Nova von Vision, auch hier passt die kleinere Größe wesentlich besser zum eGo-Akku. Für den etwas gediegeneren Geschmack: Joyetech eGo-CC

Selberwickler

Die in manchen Foren als quasi naturgegebene Evolution vom Fertigverdampfer zum Selberwickler war schon nicht naturgegeben, als die Standard-Verdampfer noch schlechter waren als heute. Dennoch kann man das natürlich ausprobieren, und wenn es klappt, und man mit den Verdampfern zurechtkommt, also dampfen tut es schon gut. Für die ersten Gehversuche empfehlen sich billige Tröpfel-Selberwickler mit Microcoils, die wesentlich einfacher zu wickeln sind und wesentlich stabiler sind als Standard-Wicklungen. Wenn man das ausprobieren will, sollte man allerdings wirklich einen ausgiebigen Besuch in den Foren in Betracht ziehen, oder zumindest etliche Dampfer-Videos zum Thema in Augenschein nehmen.

Doch irgendwie etwas anders

Da muß man sich dann genauer überlegen, was genau man denn gerne anders hätte. Wenn man nur irgendwie noch nicht ganz zufrieden ist, kann es auch sein, daß das Liquid eine Hausnummer zu niedrig dosiert ist. Auch das ist einen Versuch wert. Auch können einem die anderen Stoffe im Tabak fehlen, sollte man zumindest in Betracht ziehen. Beides Probleme, bei denen andere Hardware nur eingeschränkt weiterhilft.

Häufig sind drei Sachen die man gerne anders hätte: Mehr Akkulaufzeit, größere Liquidvorräte und mehr Flash beim Dampfen, also dieses „Da kommt jetzt was“-Gefühl in Hals oder Lunge.

Akkulaufzeit

Naturgemäß gilt, daß je kleiner der Akku desto kürzer hält er auch, logisch. In einer 0,5l-Flasche ist auch weniger Wasser als in einer 1,5l-Flasche, dafür ist letztere halt größer. Nun ist es natürlich auch kein Problem, sich einfach 1-2 Ersatzakkus in die Tasche zu stecken, umgeschraubt ist ja schnell. Aber das will nicht jeder.

Also muß ein größerer Akku her. Die Standard-eGo-Akkus wachsen nur in die Länge, so daß man mit einem 1000er, zumal vielleicht mit USB-Anschluß oder als Twist, bald angeln gehen kann. Für Joyetech-Akkus ist auch bei 1000mAh Schluß, Nachbauten gibt es bis 1300mAh. Ein potentielles Problem bei Nachbauten: Nicht bei allen ist die Spannung gleich den Standard-Akkus, und bei manchen steht auch nur 1300mAh dran, die sind aber nicht drin. Also entweder bei einem seriösen Händler kaufen oder wenigstens erstmal nur einen bestellen und testen. Wo noch Platz ist ist in die Breite, allerdings hält sich das Angebot in überschaubarem Rahmen an größeren, breiteren Verdampfern mit fester Zelle, also ohne lose einzulegende Akkuzellen. Und für letztere braucht man sehr oft wiederum ein eigenes Ladegerät; immerhin der King Kong und die evic Easy lassen sich per Standard-Lader oder per USB aufladen.

Mehr Liquid

Auch hier gilt: Wenn man mehr will kostet das mehr Platz. Und auch hier hat man die Wahl zwischen einem beschränkten Längenwachstum und mehr Breite, wobei letzteres auf Standard-Akkus öfters etwas merkwürdig aussieht und kopflastig wird. Ist aber durchaus machbar und gar nicht so selten. 

Signifikant in die Länge wächst eigentlich nur der (M)T3s von Kanger und seine Nachbauten, 3ml gehen laut Kanger rein, in der Praxis sind es etwas weniger. Aber das ist schon nicht wenig, damit kommt man ein Weilchen hin. Zum Vergleich: In die evod passen nominell 1,6ml. Dafür ist der evod-Verdampfer auch nur 6,5cm lang, während der (M)T3s 8cm lang ist

In die Breite gehen Protank und die großen Vivi Novas, ersterer mit 2,5ml Fassungsvermögen, letztere mit 3,5ml. 


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6 thoughts on “Die Zweitausstattung

  • Mario

    Hallo,
    verstehe die Aussage : „für den gediegeneren Geschmack :Ego-CC“ nicht so ganz.
    Könntest du das für mich mit anderen Worten beschreiben?

    PS. Super toll geschrieben, habe die Seite nur viel zu spät gefunden! Hätte mir locker 15h Forenlesen erspart!
    Danke!
    Gruß Mario

    • Alex Beitragsautor

      Die eGo-CC sieht mega-schick aus, ist durch die eGo-C-Köpfe aber nicht eben preiswert. Dampft aber nicht schlecht und ist auch nicht so empfindlich gegen falsches (also zu kurzes und heftiges) Ziehen wie die originale C.

      Foren sind klasse, wenn man erstmal ein bisschen Orientierung hat. Zum Zusammensuchen von Basis-Infos haben sie ihre Tücken – ich weiß das. Ich hab mein nicht eben ideales Erstgerät hier um mich dran zu erinnern 😉

  • Lara

    Ich hatte auch immer einen Zweitakku mit, die Akkus halten zwar recht lange, aber für den Fall der Fälle. Jetzt dampfe ich vor allem die *Link gelöscht* E-Zigaretten. Falls mir die ausgehen, dann verwende ich meine alten Sachen.

    • Alex Beitragsautor

      Es steht jedem frei, sich Cig-alike-Einwegschrott in die Tasche zu stecken – aber hier wird dafür nicht geworben!

  • Dan

    Ja, ich habe auch immer eine Zweitausstattung mit! Nicht in Form eines Zweitakkus, mein Akku hält eigentlich sehr gut! Ich hab immer noch eine E-Zigarette von [Link zu überteuertem Einweg-Schrott gelöscht] mit, die muss man nicht aufladen und finde ich, wenn ich unterwegs bin, praktisch.
    Fertigverdampfer finde ich auch sehr gut, ich bin nicht so der Fan von Selbstwicklern!